Linie Zürich - Zug - Luzern. Fahrplanentwurf
- ShortId
-
95.3604
- Id
-
19953604
- Updated
-
10.04.2024 08:38
- Language
-
de
- Title
-
Linie Zürich - Zug - Luzern. Fahrplanentwurf
- AdditionalIndexing
-
Leistungsauftrag;Fahrplan;SBB;Pendlerverkehr;Schienennetz
- 1
-
- L04K18010216, Pendlerverkehr
- L04K18030207, Schienennetz
- L05K1801021103, SBB
- L04K18010207, Fahrplan
- L05K0806010105, Leistungsauftrag
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Drei abendlich verkehrende Zusatzzüge Zürich-Luzern mit Halten in Cham, Rotkreuz, Gisikon-Root und Ebikon erfreuen sich bei Pendlern einer zunehmenden Beliebtheit. Insgesamt machen 300 Personen (Tendenz zunehmend) von diesem Angebot Gebrauch. Mit grossem Erstaunen entnehme ich der Presse ("NZZ" 4.12.1995, "LNN" 6.12.1995), dass ab dem 2. Juni 1996 die drei Zusatzzüge des Berufsverkehrs in den oben genannten Bahnhöfen nicht mehr anhalten sollen.</p><p>Es ist hauptsächlich aus folgenden Gründen auf diesen Leistungsabbau zu verzichten:</p><p>- Ein Leistungsabbau bedeutet Umsteigen auf das Auto, was für das strapazierte Sihltal und Knonauer Amt eine weitere Belastung verursacht und politischen Druck zur Realisierung von Strassenbauprojekten erzeugt.</p><p>- Zwischen Ebikon und Rotkreuz wurden von den SBB in den Bau von Bahntrassees und Bahnhöfen grosse Summen investiert. Die lokale Bevölkerung akzeptierte Emissionen und Kulturlandverlust, weil die SBB mit viel Werbeaufwand für die Massnahmen um Verständnis baten, die schliesslich auch dem Regionalverkehr nützten. Der unvermittelt angekündigte Leistungsabbau verärgert die Bevölkerung und lässt die Akzeptanz für SBB-Grossprojekte (Neat, "Bahn 2000") nicht wachsen.</p><p>- Ein gut ausgebautes Leistungsangebot des öffentlichen Verkehrs ist unabdingbar für die Überwindung regionaler Ungleichgewichte. Viele Pendlerinnen und Pendler aus der Innerschweiz finden Dank guter Zugverbindung einen Arbeitsplatz im Grossraum Zürich, können aber gleichwohl in der Region wohnen (und steuern!).</p><p>Der Bundesrat wird deshalb aufgefordert, bei der Generaldirektion SBB dringend für die Beibehaltung der Zughalte zu intervenieren.</p>
- <p>Gemäss dem Leistungsauftrag von 1987, der die Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen der SBB regelt, gehört der Schnellzugverkehr zum marktwirtschaftlichen Bereich der SBB, in den die politischen Behörden nicht einzugreifen haben.</p><p>Gemäss der Fahrplanverordnung haben die SBB am 20. Oktober 1995 das Projekt ihres kommenden Fahrplans den Kantonen zur Teilvernehmlassung unterbreitet. Aufgrund der Stellungnahmen der Kantone Luzern und Zug haben die SBB Anfang 1996 beschlossen, die drei Zusatzschnellzüge weiterhin in Cham, Rotkreuz, Gisikon-Root und Ebikon halten zu lassen.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzuschreiben.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, bei der Generaldirektion SBB die geplante Streichung von Schnellzughalten auf der Strecke Zürich-Zug-Luzern zu verhindern.</p>
- Linie Zürich - Zug - Luzern. Fahrplanentwurf
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Drei abendlich verkehrende Zusatzzüge Zürich-Luzern mit Halten in Cham, Rotkreuz, Gisikon-Root und Ebikon erfreuen sich bei Pendlern einer zunehmenden Beliebtheit. Insgesamt machen 300 Personen (Tendenz zunehmend) von diesem Angebot Gebrauch. Mit grossem Erstaunen entnehme ich der Presse ("NZZ" 4.12.1995, "LNN" 6.12.1995), dass ab dem 2. Juni 1996 die drei Zusatzzüge des Berufsverkehrs in den oben genannten Bahnhöfen nicht mehr anhalten sollen.</p><p>Es ist hauptsächlich aus folgenden Gründen auf diesen Leistungsabbau zu verzichten:</p><p>- Ein Leistungsabbau bedeutet Umsteigen auf das Auto, was für das strapazierte Sihltal und Knonauer Amt eine weitere Belastung verursacht und politischen Druck zur Realisierung von Strassenbauprojekten erzeugt.</p><p>- Zwischen Ebikon und Rotkreuz wurden von den SBB in den Bau von Bahntrassees und Bahnhöfen grosse Summen investiert. Die lokale Bevölkerung akzeptierte Emissionen und Kulturlandverlust, weil die SBB mit viel Werbeaufwand für die Massnahmen um Verständnis baten, die schliesslich auch dem Regionalverkehr nützten. Der unvermittelt angekündigte Leistungsabbau verärgert die Bevölkerung und lässt die Akzeptanz für SBB-Grossprojekte (Neat, "Bahn 2000") nicht wachsen.</p><p>- Ein gut ausgebautes Leistungsangebot des öffentlichen Verkehrs ist unabdingbar für die Überwindung regionaler Ungleichgewichte. Viele Pendlerinnen und Pendler aus der Innerschweiz finden Dank guter Zugverbindung einen Arbeitsplatz im Grossraum Zürich, können aber gleichwohl in der Region wohnen (und steuern!).</p><p>Der Bundesrat wird deshalb aufgefordert, bei der Generaldirektion SBB dringend für die Beibehaltung der Zughalte zu intervenieren.</p>
- <p>Gemäss dem Leistungsauftrag von 1987, der die Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen der SBB regelt, gehört der Schnellzugverkehr zum marktwirtschaftlichen Bereich der SBB, in den die politischen Behörden nicht einzugreifen haben.</p><p>Gemäss der Fahrplanverordnung haben die SBB am 20. Oktober 1995 das Projekt ihres kommenden Fahrplans den Kantonen zur Teilvernehmlassung unterbreitet. Aufgrund der Stellungnahmen der Kantone Luzern und Zug haben die SBB Anfang 1996 beschlossen, die drei Zusatzschnellzüge weiterhin in Cham, Rotkreuz, Gisikon-Root und Ebikon halten zu lassen.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzuschreiben.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, bei der Generaldirektion SBB die geplante Streichung von Schnellzughalten auf der Strecke Zürich-Zug-Luzern zu verhindern.</p>
- Linie Zürich - Zug - Luzern. Fahrplanentwurf
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