Unterstützung von Sonnenenergie-Projekten in der Dritten Welt

ShortId
96.3120
Id
19963120
Updated
25.06.2025 02:05
Language
de
Title
Unterstützung von Sonnenenergie-Projekten in der Dritten Welt
AdditionalIndexing
Entwicklungsland;technische Zusammenarbeit;Sonnenenergie;Entwicklungszusammenarbeit
1
  • L03K170505, Sonnenenergie
  • L04K10010214, technische Zusammenarbeit
  • L03K100104, Entwicklungszusammenarbeit
  • L05K0704020103, Entwicklungsland
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Wissenschaft ist sich einig, dass weltweit enorme Probleme entstehen werden, wenn die Länder der Dritten Welt die für die wirtschaftliche Entwicklung notwendige Energie nicht auf umweltfreundliche Art produzieren werden. Insbesondere wäre es verheerend, wenn die Energieerzeugung in der Dritten Welt zu einer Erhöhung des CO2-Ausstosses führen würde.</p><p>Einerseits ist es äusserst heikel, Entwicklungs- und Schwellenländern Vorschriften über ihre Energieproduktion machen zu wollen. Andererseits müssen wir aus bei uns gemachten schlechten Erfahrungen die Lehren ziehen und die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen versuchen.</p><p>Die Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der Energieerzeugung könnte eine doppelte Zielsetzung erreichen: Schweizerische Technologien zur Erzeugung regenerierbarer Energien (Sonnenenergie, Windenergie usw.) könnten im Rahmen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in Ländern der Dritten Welt in Betrieb gesetzt werden. Die Serienproduktion für eine grössere Anzahl von Einheiten würde der Schweizer Wirtschaft helfen, die Applikation in Ländern der Dritten Welt würde mithelfen, umweltschonend Energie zu erzeugen und insbesondere den CO2-Ausstoss nicht zu erhöhen.</p><p>Ähnliche Impulse gibt bereits die "Stadt-Gemeinde-Charta" im Rahmen des Teilprojektes "Power for the world". Synergien mit dieser bereits lancierten Aktion wären anzustreben. Es wäre auch sehr zu begrüssen, wenn die finanziellen Mittel aus Energiesparfonds, die in einzelnen Kantonen existieren (z. B. Basel-Stadt) erhöht würden. Die Erkenntnis, dass der Nutzen des einzelnen Frankens, der - im weitesten Sinne - in den Umweltschutz investiert wird, in Ländern der Dritten Welt grösser ist als in unserem Land, dürfte Unterstützungen finanzieller Art durch einzelne Kantone fördern.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit Unterstützungsprojekte zur Gewinnung von regenerierbarer Energie in Ländern der Dritten Welt vorzusehen, wobei eine Zusammenarbeit mit Organisationen, die sich bereits um diese Zielsetzung bemühen, ebenso angestrebt werden soll wie eine Mitfinanzierung durch Gelder aus kantonalen Energiesparfonds.</p>
  • Unterstützung von Sonnenenergie-Projekten in der Dritten Welt
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Wissenschaft ist sich einig, dass weltweit enorme Probleme entstehen werden, wenn die Länder der Dritten Welt die für die wirtschaftliche Entwicklung notwendige Energie nicht auf umweltfreundliche Art produzieren werden. Insbesondere wäre es verheerend, wenn die Energieerzeugung in der Dritten Welt zu einer Erhöhung des CO2-Ausstosses führen würde.</p><p>Einerseits ist es äusserst heikel, Entwicklungs- und Schwellenländern Vorschriften über ihre Energieproduktion machen zu wollen. Andererseits müssen wir aus bei uns gemachten schlechten Erfahrungen die Lehren ziehen und die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen versuchen.</p><p>Die Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der Energieerzeugung könnte eine doppelte Zielsetzung erreichen: Schweizerische Technologien zur Erzeugung regenerierbarer Energien (Sonnenenergie, Windenergie usw.) könnten im Rahmen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in Ländern der Dritten Welt in Betrieb gesetzt werden. Die Serienproduktion für eine grössere Anzahl von Einheiten würde der Schweizer Wirtschaft helfen, die Applikation in Ländern der Dritten Welt würde mithelfen, umweltschonend Energie zu erzeugen und insbesondere den CO2-Ausstoss nicht zu erhöhen.</p><p>Ähnliche Impulse gibt bereits die "Stadt-Gemeinde-Charta" im Rahmen des Teilprojektes "Power for the world". Synergien mit dieser bereits lancierten Aktion wären anzustreben. Es wäre auch sehr zu begrüssen, wenn die finanziellen Mittel aus Energiesparfonds, die in einzelnen Kantonen existieren (z. B. Basel-Stadt) erhöht würden. Die Erkenntnis, dass der Nutzen des einzelnen Frankens, der - im weitesten Sinne - in den Umweltschutz investiert wird, in Ländern der Dritten Welt grösser ist als in unserem Land, dürfte Unterstützungen finanzieller Art durch einzelne Kantone fördern.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit Unterstützungsprojekte zur Gewinnung von regenerierbarer Energie in Ländern der Dritten Welt vorzusehen, wobei eine Zusammenarbeit mit Organisationen, die sich bereits um diese Zielsetzung bemühen, ebenso angestrebt werden soll wie eine Mitfinanzierung durch Gelder aus kantonalen Energiesparfonds.</p>
    • Unterstützung von Sonnenenergie-Projekten in der Dritten Welt

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