Lehrstuhl für Tierschutz
- ShortId
-
96.3160
- Id
-
19963160
- Updated
-
25.06.2025 02:10
- Language
-
de
- Title
-
Lehrstuhl für Tierschutz
- AdditionalIndexing
-
Forschungsstelle;Forschungsförderung;Lehrkraft;Hochschulwesen;Tierschutz
- 1
-
- L05K0601040802, Tierschutz
- L05K1301020102, Lehrkraft
- L04K13020501, Hochschulwesen
- L04K16020202, Forschungsstelle
- L04K16020204, Forschungsförderung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Tierschutz ist eine Aufgabe unserer ganzen Gesellschaft. Eine fachlich vertretbare und konsequente Erfüllung des Tierschutzgesetzes wird von der Öffentlichkeit gewünscht, einer Öffentlichkeit, die in ihrem Konsumbewusstsein immer mehr Wert auf Produkte legt, welche den Erfordernissen einer artgerechten Tierhaltung entsprechen.</p><p>Tierärzte und Agronomen spielen im sensiblen Bereich des Tierschutzes eine wichtige Rolle und nehmen bedeutende Aufgaben betreffend Aufklärung und Kontrolle wahr. Zudem üben sie in der Regel zwischen den beiden Polen "fundamentaler Tierschutz" und "allein von Marktkräften definierter Tierschutz" die notwendige, ideologisch entkrampfte Mittlerfunktion aus.</p><p>Die Erfüllung dieser Aufgaben setzt eine fundierte Ausbildung auf dem Gebiet des Tierschutzes voraus. Dies stellt eine Forderung dar, die auch der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum GPK-Bericht "Vollzugsprobleme im Tierschutz" (1993) voll unterstützt. Die Ausbildung erfolgt heute jedoch weiterhin nur fragmentarisch im Rahmen einzelner Fächer und wird nicht explizit geprüft. Zudem fristet die diesbezügliche Forschung ein Mauerblümchendasein.</p><p>Im gesamteuropäischen Vergleich nimmt die Schweiz in dieser Sache eine der hintersten Positionen ein, da an fast allen europäischen Hochschulen Lehrstühle für Tierschutz existieren.</p><p>Mit der Errichtung eines Lehrstuhls für Tierschutz an der ETH oder - universitätsübergreifend konzipiert und in Koordination mit der Hochschulkonferenz - an den Universitäten Zürich und Bern, könnten diese Defizite behoben werden.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob ein Institut und ein Lehrstuhl für Tierschutzfragen (und damit ein Prüfungsfach für die Studierenden) an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen (Agronomie) oder - in Koordination mit der Hochschulkonferenz - an den kantonalen Universitäten Zürich oder Bern (Veterinärmedizin) mehr Gewähr für eine gute Ausbildung bieten würde, und ob die Errichtung eines Institutes dem Forschungsmanko auf dem Gebiet des Tierschutzes abhelfen könnte.</p>
- Lehrstuhl für Tierschutz
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Tierschutz ist eine Aufgabe unserer ganzen Gesellschaft. Eine fachlich vertretbare und konsequente Erfüllung des Tierschutzgesetzes wird von der Öffentlichkeit gewünscht, einer Öffentlichkeit, die in ihrem Konsumbewusstsein immer mehr Wert auf Produkte legt, welche den Erfordernissen einer artgerechten Tierhaltung entsprechen.</p><p>Tierärzte und Agronomen spielen im sensiblen Bereich des Tierschutzes eine wichtige Rolle und nehmen bedeutende Aufgaben betreffend Aufklärung und Kontrolle wahr. Zudem üben sie in der Regel zwischen den beiden Polen "fundamentaler Tierschutz" und "allein von Marktkräften definierter Tierschutz" die notwendige, ideologisch entkrampfte Mittlerfunktion aus.</p><p>Die Erfüllung dieser Aufgaben setzt eine fundierte Ausbildung auf dem Gebiet des Tierschutzes voraus. Dies stellt eine Forderung dar, die auch der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum GPK-Bericht "Vollzugsprobleme im Tierschutz" (1993) voll unterstützt. Die Ausbildung erfolgt heute jedoch weiterhin nur fragmentarisch im Rahmen einzelner Fächer und wird nicht explizit geprüft. Zudem fristet die diesbezügliche Forschung ein Mauerblümchendasein.</p><p>Im gesamteuropäischen Vergleich nimmt die Schweiz in dieser Sache eine der hintersten Positionen ein, da an fast allen europäischen Hochschulen Lehrstühle für Tierschutz existieren.</p><p>Mit der Errichtung eines Lehrstuhls für Tierschutz an der ETH oder - universitätsübergreifend konzipiert und in Koordination mit der Hochschulkonferenz - an den Universitäten Zürich und Bern, könnten diese Defizite behoben werden.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob ein Institut und ein Lehrstuhl für Tierschutzfragen (und damit ein Prüfungsfach für die Studierenden) an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen (Agronomie) oder - in Koordination mit der Hochschulkonferenz - an den kantonalen Universitäten Zürich oder Bern (Veterinärmedizin) mehr Gewähr für eine gute Ausbildung bieten würde, und ob die Errichtung eines Institutes dem Forschungsmanko auf dem Gebiet des Tierschutzes abhelfen könnte.</p>
- Lehrstuhl für Tierschutz
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