Bericht zur Verteilung und Umverteilung der unbezahlten und bezahlten Arbeit

ShortId
96.3262
Id
19963262
Updated
25.06.2025 02:10
Language
de
Title
Bericht zur Verteilung und Umverteilung der unbezahlten und bezahlten Arbeit
AdditionalIndexing
Hauswirtschaft;Gleichstellung von Mann und Frau;Bericht;Mann;Arbeitsaufteilung;Frauenarbeit;sozialstatistische Erhebung;Frau
1
  • L05K0704060202, Hauswirtschaft
  • L05K0702030205, Frauenarbeit
  • L04K05020305, Gleichstellung von Mann und Frau
  • L04K01090304, sozialstatistische Erhebung
  • L06K070205030101, Arbeitsaufteilung
  • L03K020206, Bericht
  • L05K0107010302, Mann
  • L05K0107010301, Frau
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Ein massgeblicher Teil der gesellschaftlichen Arbeit wird unbezahlt geleistet: Erziehung von Kindern, Pflege von Angehörigen, Besorgung von Hausarbeiten u. a. m. Diese Arbeiten scheinen in keiner Statistik auf und sind auch nicht Bestandteil des Bruttosozialproduktes. Sowohl der Staat als auch die Wirtschaft sind auf die Erbringung dieser Arbeitsleistungen angewiesen. Trotzdem rangieren sie auf der untersten Stufe der nach oben offenen Richterskala des Sozialprestiges gesellschaftlich relevanter Arbeitsleistungen.</p><p>Es ist unbestritten, dass diese Arbeiten überwiegend von Frauen erbracht werden, zum Teil als Full-time-Job, zum Teil zusätzlich zur Erwerbsarbeit. Umfragen ergeben regelmässig, dass Frauen neben der Berufsarbeit oft das Zehnfache der Männer an Zeit und Energie in die unbezahlte häusliche Arbeit investieren.</p><p>In seiner Botschaft zum Uno-Übereinkommen von 1979 zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau schreibt der Bundesrat, dass "überkommene Rollenbilder .... und die Verteilung der Lasten im privaten Umfeld" die Gleichstellung der Frauen immer noch behindern. Die Vertragsstaaten seien deshalb verpflichtet, der Familien- und Betreuungsarbeit als einer sozialen Arbeit zu der ihr gebührenden Anerkennung zu verhelfen und darauf hinzuwirken, dass diese Aufgaben von Mann und Frau gemeinsam erfüllt werden.</p><p>Ein erster Schritt auf dem Weg zur Aufwertung der unbezahlten Arbeit und zu ihrer gerechteren Verteilung zwischen Frauen und Männern ist die Bestandesaufnahme. Erst sie ermöglicht es, das Ausmass der Problematik zu erfassen und Überlegungen über Massnahmen zur Behebung der Ungleichheit anzustellen. In einem zweiten Schritt geht es dann darum, solche Massnahmen vorzuschlagen und umzusetzen. Der nächste 14. Juni kommt bestimmt!</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten einen Bericht über die gesamtgesellschaftlich geleistete bezahlte und unbezahlte Arbeit und ihre Aufteilung zwischen Frauen und Männern vorzulegen und konkrete Massnahmen vorzuschlagen, die zu einer gerechteren Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit beitragen.</p>
  • Bericht zur Verteilung und Umverteilung der unbezahlten und bezahlten Arbeit
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Ein massgeblicher Teil der gesellschaftlichen Arbeit wird unbezahlt geleistet: Erziehung von Kindern, Pflege von Angehörigen, Besorgung von Hausarbeiten u. a. m. Diese Arbeiten scheinen in keiner Statistik auf und sind auch nicht Bestandteil des Bruttosozialproduktes. Sowohl der Staat als auch die Wirtschaft sind auf die Erbringung dieser Arbeitsleistungen angewiesen. Trotzdem rangieren sie auf der untersten Stufe der nach oben offenen Richterskala des Sozialprestiges gesellschaftlich relevanter Arbeitsleistungen.</p><p>Es ist unbestritten, dass diese Arbeiten überwiegend von Frauen erbracht werden, zum Teil als Full-time-Job, zum Teil zusätzlich zur Erwerbsarbeit. Umfragen ergeben regelmässig, dass Frauen neben der Berufsarbeit oft das Zehnfache der Männer an Zeit und Energie in die unbezahlte häusliche Arbeit investieren.</p><p>In seiner Botschaft zum Uno-Übereinkommen von 1979 zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau schreibt der Bundesrat, dass "überkommene Rollenbilder .... und die Verteilung der Lasten im privaten Umfeld" die Gleichstellung der Frauen immer noch behindern. Die Vertragsstaaten seien deshalb verpflichtet, der Familien- und Betreuungsarbeit als einer sozialen Arbeit zu der ihr gebührenden Anerkennung zu verhelfen und darauf hinzuwirken, dass diese Aufgaben von Mann und Frau gemeinsam erfüllt werden.</p><p>Ein erster Schritt auf dem Weg zur Aufwertung der unbezahlten Arbeit und zu ihrer gerechteren Verteilung zwischen Frauen und Männern ist die Bestandesaufnahme. Erst sie ermöglicht es, das Ausmass der Problematik zu erfassen und Überlegungen über Massnahmen zur Behebung der Ungleichheit anzustellen. In einem zweiten Schritt geht es dann darum, solche Massnahmen vorzuschlagen und umzusetzen. Der nächste 14. Juni kommt bestimmt!</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten einen Bericht über die gesamtgesellschaftlich geleistete bezahlte und unbezahlte Arbeit und ihre Aufteilung zwischen Frauen und Männern vorzulegen und konkrete Massnahmen vorzuschlagen, die zu einer gerechteren Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit beitragen.</p>
    • Bericht zur Verteilung und Umverteilung der unbezahlten und bezahlten Arbeit

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