Reorganisation der fliegerärztlichen Untersuchungen

ShortId
96.3295
Id
19963295
Updated
25.06.2025 02:06
Language
de
Title
Reorganisation der fliegerärztlichen Untersuchungen
AdditionalIndexing
freie Schlagwörter: Bundesamt für Ausbildung der Luftwaffe;Bundesamt für Zivilluftfahrt;medizinische Untersuchung;Zusammenarbeit der Verwaltungen;Schiffs- und Flugpersonal;Zivilluftfahrt;Luftwaffe;Fliegertruppen
1
  • L04K01050209, medizinische Untersuchung
  • L05K0402030802, Fliegertruppen
  • L05K0804030203, Luftwaffe
  • L04K18040105, Zivilluftfahrt
  • L05K1801020503, Schiffs- und Flugpersonal
  • L04K08060114, Zusammenarbeit der Verwaltungen
  • L04K08040708, Bundesamt für Zivilluftfahrt
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Im Fliegerärztlichen Institut (FAI) werden vor allem Militärpiloten bezüglich ihrer Flugtauglichkeit untersucht und präventivmedizinisch beraten. Da deren Zahl abnimmt (jetzt 500), wurde die Stellenzahl im FAI berechtigterweise reduziert. Zudem sind im Sinne einer Entflechtung die im FAI vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) getragenen Stellen auf Antrag des Direktors des Bazl gestrichen worden. Gemäss Wunsch des EMD soll das FAI im Bundesamt für Ausbildung der Luftwaffe verbleiben, wobei der Unterstabschef Sanität (Oberfeldarzt) fachtechnisch berät.</p><p>Ausserdem muss gemäss einer Auflage der Joint Aviation Requirements (JAR), wie sie in der EU ausgearbeitet worden sind, mindestens eine zivile fliegermedizinische Institution (Äromedical Center) geschaffen werden. Dort muss die Erstuntersuchung für Berufspiloten (etwa 1000 pro Jahr) stattfinden. Die Direktion des dem EVED zugehörigen Bazl drängt darauf, diese Institution bei sich zu integrieren, wobei dezentralisierte Satellitenzentren erwogen werden. Dabei würden drei bis vier Vertrauensärzte beauftragt, ihre Praxen so auszubauen, dass sie den JAR-Anforderungen gerecht würden.</p><p>Der Ärztliche Dienst der Swissair untersucht zudem einen Teil der 1300 Swissair- und Crossair-Linienpiloten, wobei die Geschäftsleitung offenbar ein Outsourcing erwägt.</p><p>Es ist unzweckmässig und kostspielig, zwei staatliche und eine private Institution mit ähnlichen Aufgaben zu führen, weil keine einzige über die nötige kritische Masse und über genügend breit gefächerte und vertiefte fachliche Kompetenz verfügt. Überdies werden manche Militärpiloten nach einigen Jahren zu Linienpiloten und dann in zwei Institutionen überwacht.</p><p>Eine departementsübergreifende Lösung bietet Synergien und spart wesentlich Kosten. Wo ein künftiges Institut für Flugmedizin integriert wird, ist sekundär. Vorstellbar sind u. a. Einbettung im EDI, in einer medizinischen Fakultät, aber auch ein privatisiertes Institut für Flugmedizin, in welchem interessierte Kreise (EMD, Bazl, akademische Institutionen) jedoch Überwachungsfunktionen übernehmen, um den fachlichen Standard zu gewährleisten.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Das militärische Fliegerärztliche Institut soll mit der gemäss europäischen Richtlinien zu gründenden zivilen Institution zusammengelegt werden; zu prüfen ist auch eine Zusammenarbeit mit dem Ärztlichen Dienst der Swissair.</p>
  • Reorganisation der fliegerärztlichen Untersuchungen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Im Fliegerärztlichen Institut (FAI) werden vor allem Militärpiloten bezüglich ihrer Flugtauglichkeit untersucht und präventivmedizinisch beraten. Da deren Zahl abnimmt (jetzt 500), wurde die Stellenzahl im FAI berechtigterweise reduziert. Zudem sind im Sinne einer Entflechtung die im FAI vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) getragenen Stellen auf Antrag des Direktors des Bazl gestrichen worden. Gemäss Wunsch des EMD soll das FAI im Bundesamt für Ausbildung der Luftwaffe verbleiben, wobei der Unterstabschef Sanität (Oberfeldarzt) fachtechnisch berät.</p><p>Ausserdem muss gemäss einer Auflage der Joint Aviation Requirements (JAR), wie sie in der EU ausgearbeitet worden sind, mindestens eine zivile fliegermedizinische Institution (Äromedical Center) geschaffen werden. Dort muss die Erstuntersuchung für Berufspiloten (etwa 1000 pro Jahr) stattfinden. Die Direktion des dem EVED zugehörigen Bazl drängt darauf, diese Institution bei sich zu integrieren, wobei dezentralisierte Satellitenzentren erwogen werden. Dabei würden drei bis vier Vertrauensärzte beauftragt, ihre Praxen so auszubauen, dass sie den JAR-Anforderungen gerecht würden.</p><p>Der Ärztliche Dienst der Swissair untersucht zudem einen Teil der 1300 Swissair- und Crossair-Linienpiloten, wobei die Geschäftsleitung offenbar ein Outsourcing erwägt.</p><p>Es ist unzweckmässig und kostspielig, zwei staatliche und eine private Institution mit ähnlichen Aufgaben zu führen, weil keine einzige über die nötige kritische Masse und über genügend breit gefächerte und vertiefte fachliche Kompetenz verfügt. Überdies werden manche Militärpiloten nach einigen Jahren zu Linienpiloten und dann in zwei Institutionen überwacht.</p><p>Eine departementsübergreifende Lösung bietet Synergien und spart wesentlich Kosten. Wo ein künftiges Institut für Flugmedizin integriert wird, ist sekundär. Vorstellbar sind u. a. Einbettung im EDI, in einer medizinischen Fakultät, aber auch ein privatisiertes Institut für Flugmedizin, in welchem interessierte Kreise (EMD, Bazl, akademische Institutionen) jedoch Überwachungsfunktionen übernehmen, um den fachlichen Standard zu gewährleisten.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Das militärische Fliegerärztliche Institut soll mit der gemäss europäischen Richtlinien zu gründenden zivilen Institution zusammengelegt werden; zu prüfen ist auch eine Zusammenarbeit mit dem Ärztlichen Dienst der Swissair.</p>
    • Reorganisation der fliegerärztlichen Untersuchungen

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