TGV- und ICE-Verbindungen aus dem Raum Elsass/Mannheim

ShortId
96.3338
Id
19963338
Updated
25.06.2025 02:06
Language
de
Title
TGV- und ICE-Verbindungen aus dem Raum Elsass/Mannheim
AdditionalIndexing
Hochgeschwindigkeitsverkehr;Deutschland;Basel (Kanton);Verkehrsinfrastruktur;Fahrplan;Schienenverkehr;internationaler Verkehr;Zürich (Kanton);Frankreich;Verkehrslinie
1
  • L04K18010209, Hochgeschwindigkeitsverkehr
  • L04K18010105, internationaler Verkehr
  • L04K18010207, Fahrplan
  • L05K0301010103, Basel (Kanton)
  • L05K0301010123, Zürich (Kanton)
  • L04K03010106, Frankreich
  • L04K03010105, Deutschland
  • L04K18020202, Verkehrsinfrastruktur
  • L05K1801021801, Verkehrslinie
  • L03K180302, Schienenverkehr
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Paris hat jüngst beschlossen, den TGV-Ost zu realisieren (Paris-Strassburg), die Deutschen Bundesbahnen bauen die Strecke Mannheim-Basel auf vier Spuren aus. Durch die Schweiz sind die weiterführenden Verbindungen auf absehbare Zeit nicht hochgeschwindigkeitstauglich. Besonders gravierend ist dieser Mangel zwischen den beiden wirtschaftlichen Zentren Basel und Zürich. Die Schweiz ist im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz ein eigentlicher Flaschenhals.</p><p>Die Kapazität der Strecke Basel-Zürich ist erschöpft. Selbst wenn noch Kapazitäten freigemacht werden könnten, ist, wie Studien beweisen, ein Mischverkehr auf Hochgeschwindigkeitsstrecken systemwidrig. Die Hochleistungszüge vermögen ihre spezifischen Vorteile nur auf autarken, d. h. ausschliesslich Hochgeschwindigkeitszügen vorbehaltenen Strecken auszuspielen, und sie sind nur wirtschaftlich zu betreiben, wenn sie grosse Zentren verbinden.</p><p>Bis ins Jahr 2005 kann die Schweiz westlich, bis ins Jahr 2010 nördlich mit Hochgeschwindigkeitszügen umfahren werden. Die Postulanten befürchten gravierende wirtschaftliche Nachteile für die ganze Schweiz. Deshalb ist die Verbindung Basel-Zürich mit höchster Priorität voranzutreiben, notfalls unter Hintanstellung von Strecken, die keine grossen Zentren miteinander verbinden.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, wie die Wirtschaftszentren Basel und Zürich im Hinblick auf die TGV- und ICE-Verbindungen aus dem Raum Elsass-Mannheim möglichst rasch hochgeschwindigkeitstauglich verbunden werden können und wie die Weiterführung in Richtung Gotthard-Basistunnel erfolgen soll.</p><p>Insbesondere bitten wir auch um die Beantwortung der Fragen:</p><p>- ob der Bundesrat die Meinung der Postulanten teilt, dass die Schweiz in den nächsten 10 bis 15 Jahren im europäischen Bahntransit eine untergeordnete Rolle spielen wird, wenn Basel und Zürich nicht hochgeschwindigkeitstauglich miteinander verbunden werden und eine Weiterführung Richtung Gotthard-Basistunnel nicht sichergestellt ist;</p><p>- wie und - im Hinblick auf weitere Projekte des öffentlichen Verkehrs - in welcher Prioritätenfolge er angesichts der angespannten Bundesfinanzen sicherstellen will, dass die beiden wirtschaftlichen Zentren Basel und Zürich sinnvoll, d. h. hochgeschwindigkeitstauglich, ins europäische Hochgeschwindigkeitsnetz integriert werden;</p><p>- welche Bedeutung er in diesem Zusammenhang einem zweiten Juradurchstich beimisst, mit welcher Priorität und in welcher Region er die Realisierung eines solchen verfolgt.</p><p>Falls er diese Meinung nicht teilt, bitten wir um Aufschluss über die Gründe, die dies unwahrscheinlich erscheinen lassen, und gegebenenfalls darüber, welche Massnahmen er zu ergreifen gedenkt, um die Umfahrung der Schweiz zu verhindern.</p>
  • TGV- und ICE-Verbindungen aus dem Raum Elsass/Mannheim
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Paris hat jüngst beschlossen, den TGV-Ost zu realisieren (Paris-Strassburg), die Deutschen Bundesbahnen bauen die Strecke Mannheim-Basel auf vier Spuren aus. Durch die Schweiz sind die weiterführenden Verbindungen auf absehbare Zeit nicht hochgeschwindigkeitstauglich. Besonders gravierend ist dieser Mangel zwischen den beiden wirtschaftlichen Zentren Basel und Zürich. Die Schweiz ist im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz ein eigentlicher Flaschenhals.</p><p>Die Kapazität der Strecke Basel-Zürich ist erschöpft. Selbst wenn noch Kapazitäten freigemacht werden könnten, ist, wie Studien beweisen, ein Mischverkehr auf Hochgeschwindigkeitsstrecken systemwidrig. Die Hochleistungszüge vermögen ihre spezifischen Vorteile nur auf autarken, d. h. ausschliesslich Hochgeschwindigkeitszügen vorbehaltenen Strecken auszuspielen, und sie sind nur wirtschaftlich zu betreiben, wenn sie grosse Zentren verbinden.</p><p>Bis ins Jahr 2005 kann die Schweiz westlich, bis ins Jahr 2010 nördlich mit Hochgeschwindigkeitszügen umfahren werden. Die Postulanten befürchten gravierende wirtschaftliche Nachteile für die ganze Schweiz. Deshalb ist die Verbindung Basel-Zürich mit höchster Priorität voranzutreiben, notfalls unter Hintanstellung von Strecken, die keine grossen Zentren miteinander verbinden.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, wie die Wirtschaftszentren Basel und Zürich im Hinblick auf die TGV- und ICE-Verbindungen aus dem Raum Elsass-Mannheim möglichst rasch hochgeschwindigkeitstauglich verbunden werden können und wie die Weiterführung in Richtung Gotthard-Basistunnel erfolgen soll.</p><p>Insbesondere bitten wir auch um die Beantwortung der Fragen:</p><p>- ob der Bundesrat die Meinung der Postulanten teilt, dass die Schweiz in den nächsten 10 bis 15 Jahren im europäischen Bahntransit eine untergeordnete Rolle spielen wird, wenn Basel und Zürich nicht hochgeschwindigkeitstauglich miteinander verbunden werden und eine Weiterführung Richtung Gotthard-Basistunnel nicht sichergestellt ist;</p><p>- wie und - im Hinblick auf weitere Projekte des öffentlichen Verkehrs - in welcher Prioritätenfolge er angesichts der angespannten Bundesfinanzen sicherstellen will, dass die beiden wirtschaftlichen Zentren Basel und Zürich sinnvoll, d. h. hochgeschwindigkeitstauglich, ins europäische Hochgeschwindigkeitsnetz integriert werden;</p><p>- welche Bedeutung er in diesem Zusammenhang einem zweiten Juradurchstich beimisst, mit welcher Priorität und in welcher Region er die Realisierung eines solchen verfolgt.</p><p>Falls er diese Meinung nicht teilt, bitten wir um Aufschluss über die Gründe, die dies unwahrscheinlich erscheinen lassen, und gegebenenfalls darüber, welche Massnahmen er zu ergreifen gedenkt, um die Umfahrung der Schweiz zu verhindern.</p>
    • TGV- und ICE-Verbindungen aus dem Raum Elsass/Mannheim

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