Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bildungsbereich

ShortId
96.3464
Id
19963464
Updated
25.06.2025 02:11
Language
de
Title
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bildungsbereich
AdditionalIndexing
grenzüberschreitende Zusammenarbeit;Weiterbildung;Fachhochschule;berufliche Bildung;Hochschulwesen
1
  • L03K130202, berufliche Bildung
  • L04K13020501, Hochschulwesen
  • L04K13030203, Weiterbildung
  • L04K10010207, grenzüberschreitende Zusammenarbeit
  • L05K1302050102, Fachhochschule
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In einer Zeit der Globalisierung der Wirtschaft und einer hartnäckigen Arbeitslosigkeit in den meisten Industrieländern sind sich alle darin einig, dass die Aus- und Weiterbildung eine wirksame Waffe ist, um die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen von heute und morgen zu bewältigen. Verschiedene Studien zeigen übrigens, dass die Länder, die am meisten in die Bildung investieren, gegen Wirtschaftskrisen am besten gerüstet sind.</p><p>Von der obligatorischen Schule bis zur Universität besitzt unser Land in der Regel Bildungsstätten von hoher Qualität. Ungenügend bleibt aber sehr oft das Bildungsangebot in den Randgebieten, das heisst den Grenzregionen unseres Landes. Diese Lücke könnte durch eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bildungsbereich teilweise geschlossen werden. Mehrere an unser Land grenzende Regionen besitzen auf vielen Gebieten Schulen von sehr guter Qualität. Schülern, Schülerinnen, Auszubildenden und Studierenden aus der Schweiz wird der Zugang zu diesen Schulen jedoch durch administrative und sogar politische Beschränkungen erschwert, namentlich als Folge unserer Isolation auf europäischer Ebene. Dasselbe gilt mit umgekehrten Vorzeichen auch für Studierende, die auf der anderen Seite der Grenze wohnen. Manchmal stellt auch die Anerkennung der Diplome ein namhaftes Problem dar. Das bekannte Institut polytechnique de Sévenans (Ipsé) im Departement Territoire de Belfort beispielsweise wäre bereit, seine Tore Studierenden aus dem Jura zu öffnen. Leider hat bis jetzt erst ein einziger jurassischer Student den Unterricht am Ipsé besucht. Nicht nur aus bildungspolitischer Sicht ist das äusserst nachteilig, sondern auch wegen der hohen Kosten, die eine Ausbildung in einer sehr weit vom Wohnort entfernten Einrichtung verursacht. Deshalb sollte diese Situation unbedingt verbessert werden.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Wir ersuchen den Bundesrat, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Institutionen, Kantonen, Regionen und Staaten alle Massnahmen (gesetzgeberischer, administrativer, politischer und sonstiger Art), die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Berufs- und Hochschulausbildung (Technische Hochschulen, Universitäten, Fachhochschulen) sowie bei der Weiterbildung verstärken können, zu prüfen und umzusetzen.</p>
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bildungsbereich
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In einer Zeit der Globalisierung der Wirtschaft und einer hartnäckigen Arbeitslosigkeit in den meisten Industrieländern sind sich alle darin einig, dass die Aus- und Weiterbildung eine wirksame Waffe ist, um die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen von heute und morgen zu bewältigen. Verschiedene Studien zeigen übrigens, dass die Länder, die am meisten in die Bildung investieren, gegen Wirtschaftskrisen am besten gerüstet sind.</p><p>Von der obligatorischen Schule bis zur Universität besitzt unser Land in der Regel Bildungsstätten von hoher Qualität. Ungenügend bleibt aber sehr oft das Bildungsangebot in den Randgebieten, das heisst den Grenzregionen unseres Landes. Diese Lücke könnte durch eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bildungsbereich teilweise geschlossen werden. Mehrere an unser Land grenzende Regionen besitzen auf vielen Gebieten Schulen von sehr guter Qualität. Schülern, Schülerinnen, Auszubildenden und Studierenden aus der Schweiz wird der Zugang zu diesen Schulen jedoch durch administrative und sogar politische Beschränkungen erschwert, namentlich als Folge unserer Isolation auf europäischer Ebene. Dasselbe gilt mit umgekehrten Vorzeichen auch für Studierende, die auf der anderen Seite der Grenze wohnen. Manchmal stellt auch die Anerkennung der Diplome ein namhaftes Problem dar. Das bekannte Institut polytechnique de Sévenans (Ipsé) im Departement Territoire de Belfort beispielsweise wäre bereit, seine Tore Studierenden aus dem Jura zu öffnen. Leider hat bis jetzt erst ein einziger jurassischer Student den Unterricht am Ipsé besucht. Nicht nur aus bildungspolitischer Sicht ist das äusserst nachteilig, sondern auch wegen der hohen Kosten, die eine Ausbildung in einer sehr weit vom Wohnort entfernten Einrichtung verursacht. Deshalb sollte diese Situation unbedingt verbessert werden.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Wir ersuchen den Bundesrat, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Institutionen, Kantonen, Regionen und Staaten alle Massnahmen (gesetzgeberischer, administrativer, politischer und sonstiger Art), die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Berufs- und Hochschulausbildung (Technische Hochschulen, Universitäten, Fachhochschulen) sowie bei der Weiterbildung verstärken können, zu prüfen und umzusetzen.</p>
    • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bildungsbereich

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