TGV-Anschluss für Nordwestschweiz

ShortId
96.3492
Id
19963492
Updated
25.06.2025 02:16
Language
de
Title
TGV-Anschluss für Nordwestschweiz
AdditionalIndexing
Hochgeschwindigkeitsverkehr;Verkehrsinfrastruktur;Verkehrsnetz;Schienenverkehr;internationaler Verkehr;Basel-Stadt
1
  • L04K18010209, Hochgeschwindigkeitsverkehr
  • L04K18010105, internationaler Verkehr
  • L04K18010218, Verkehrsnetz
  • L06K030101010302, Basel-Stadt
  • L04K18020202, Verkehrsinfrastruktur
  • L03K180302, Schienenverkehr
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Mit Zürich (via Bern-Neuenburg) ist nun nach dem Mittelland und der Westschweiz auch die Ostschweiz an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen, nicht aber die Nordwestschweiz. Gemäss der Botschaft zur FöV-Vorlage vom 26. Juni 1996 sind für die Anbindung der Deutschschweiz über das TGV-Eingangstor Basel lediglich Massnahmen im Rahmen der mittel- bis langfristigen SBB-Planung bzw. der Mittelfristplanung des ordentlichen SBB-Budgets vorgesehen.</p><p>Während für die Verbindungen Genf-Mâcon und Lausanne-Vallorbe-Frasne-Dole 1,2 Milliarden Franken eingesetzt werden, weist der Bund der Frage, wie Basel hochgeschwindigkeitstauglich ins europäische Hochgeschwindigkeitsnetz integriert werden kann, keine Priorität zu.</p><p>Die Nordwestschweiz droht verkehrspolitisch zur Provinz abzusinken, wenn mittelfristig der Anschluss an den TGV Rhin-Rhône nicht verwirklicht werden kann, zumal auch Szenarien bestehen, ICE-Verbindungen (Stuttgart-Zürich-Gotthard) an Basel vorbeizuleiten, falls der neue Juradurchstich aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden kann.</p><p>Basel ist traditionell ein Eisenbahnknotenpunkt. Die Ausklammerung der Nordwestschweiz aus den internationalen Verkehrsverbindungen brächte der Region wirtschaftliche Standortnachteile - auch innerhalb der Region Oberrhein, nachdem Paris jüngst beschlossen hat, den TGV-Ost zu realisieren (Paris-Strassburg). Effiziente öffentliche Verkehrsmittel und der Anschluss an die europäischen Zentren sind aber notwendig, um den Wirtschaftsstandort Basel als wichtigen Arbeitsplatzort zu erhalten.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Der Bundesrat wird eingeladen zu überprüfen:</p><p>1. wie der TGV-Anschluss an die Deutschschweiz über Basel im Rahmen des Bundesbeschlusses über Bau und Finanzierung von Infrastrukturvorhaben des öffentlichen Verkehrs (FöV) sicherzustellen ist;</p><p>2. wie die Eingangstore - Genf und Basel - bezüglich Fahrzeiten nach Paris einander gleichzustellen sind;</p><p>3. wie der Bundesrat das Projekt Rhin-Rhône (Mülhausen-Dijon) aktiv fördern kann.</p>
  • TGV-Anschluss für Nordwestschweiz
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Mit Zürich (via Bern-Neuenburg) ist nun nach dem Mittelland und der Westschweiz auch die Ostschweiz an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen, nicht aber die Nordwestschweiz. Gemäss der Botschaft zur FöV-Vorlage vom 26. Juni 1996 sind für die Anbindung der Deutschschweiz über das TGV-Eingangstor Basel lediglich Massnahmen im Rahmen der mittel- bis langfristigen SBB-Planung bzw. der Mittelfristplanung des ordentlichen SBB-Budgets vorgesehen.</p><p>Während für die Verbindungen Genf-Mâcon und Lausanne-Vallorbe-Frasne-Dole 1,2 Milliarden Franken eingesetzt werden, weist der Bund der Frage, wie Basel hochgeschwindigkeitstauglich ins europäische Hochgeschwindigkeitsnetz integriert werden kann, keine Priorität zu.</p><p>Die Nordwestschweiz droht verkehrspolitisch zur Provinz abzusinken, wenn mittelfristig der Anschluss an den TGV Rhin-Rhône nicht verwirklicht werden kann, zumal auch Szenarien bestehen, ICE-Verbindungen (Stuttgart-Zürich-Gotthard) an Basel vorbeizuleiten, falls der neue Juradurchstich aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden kann.</p><p>Basel ist traditionell ein Eisenbahnknotenpunkt. Die Ausklammerung der Nordwestschweiz aus den internationalen Verkehrsverbindungen brächte der Region wirtschaftliche Standortnachteile - auch innerhalb der Region Oberrhein, nachdem Paris jüngst beschlossen hat, den TGV-Ost zu realisieren (Paris-Strassburg). Effiziente öffentliche Verkehrsmittel und der Anschluss an die europäischen Zentren sind aber notwendig, um den Wirtschaftsstandort Basel als wichtigen Arbeitsplatzort zu erhalten.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Der Bundesrat wird eingeladen zu überprüfen:</p><p>1. wie der TGV-Anschluss an die Deutschschweiz über Basel im Rahmen des Bundesbeschlusses über Bau und Finanzierung von Infrastrukturvorhaben des öffentlichen Verkehrs (FöV) sicherzustellen ist;</p><p>2. wie die Eingangstore - Genf und Basel - bezüglich Fahrzeiten nach Paris einander gleichzustellen sind;</p><p>3. wie der Bundesrat das Projekt Rhin-Rhône (Mülhausen-Dijon) aktiv fördern kann.</p>
    • TGV-Anschluss für Nordwestschweiz

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