Lehrstellen. Massnahmen im Frühjahr/Sommer 1997

ShortId
97.3047
Id
19973047
Updated
10.04.2024 14:15
Language
de
Title
Lehrstellen. Massnahmen im Frühjahr/Sommer 1997
AdditionalIndexing
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In einzelnen Kantonen und in den Städten zeichnet sich auf den Sommer 1997 ein noch grösserer Mangel an Lehrstellen ab als in den letzten Jahren. Viele Schulabgänger und Schulabgängerinnen bewerben sich viele Dutzend mal erfolglos; und viele Jugendliche werden in Zwischenlösungen (10. Schuljahr usw.) oder in ungelernte Jobs abgedrängt. Aufgrund der schweizerischen Arbeitskräfteerhebung und der Berufsbildungsstatistiken absolvieren rund 10 Prozent der Jugendlichen keine Berufsbildung oder nachobligatorische Schulung mehr und rund 15 Prozent haben keinen Berufsabschluss, was wir für dramatisch halten.</p><p>Im Kanton Bern z.B. fehlt es vor allem an Lehrstellen mit höherer Qualifikation, z.B. im technischen und Informatikbereich sowie in den kaufmännischen Berufen. Gerade diese Berufsfelder sind wichtig und sollten mehr Lehrstellen anbieten, weil sie eine Grundausbildung für vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten darstellen.</p><p>1. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat kurzfristig zur Verbesserung des Angebots an Lehrstellen im kommenden Frühjahr/Sommer zu ergreifen?</p><p>2. Ist er bereit, an Firmen in jenen Bereichen einen Lehrstellenappell zu richten, in denen sich ein Lehrstellenmangel abzeichnet? Müsste nicht auch an die zwei Drittel der Firmen appelliert werden, die bisher keine Lehrstellen anbieten und doch vom Ausbildungsaufwand der anderen profitieren?</p><p>3. Ist er bereit, bei allen Bundesämtern, Bundesanstalten und -betrieben darauf hinzuwirken, dass eine bestimmte Anzahl Lehrstellen (Faustregel: 6 Lehrstellen pro 100 ausgebildete Beschäftigte) bereitgestellt werden und dass solche schon auf Spätsommer 1997 angeboten werden?</p><p>4. Wäre der Bundesrat bereit, den Lehrbetrieben und Berufsschulen kurzfristig die Einführungskurse für Lehrlinge und Lehrtöchter zu finanzieren und dadurch den Lehrbetrieben in den Engpassbranchen Kosten abzunehmen?</p><p>5. Was kann der Bundesrat tun, um die Lehrbetriebe von Gebühren (Schulgebühren, Bewilligungsgebühren für Lehrbetriebe, Gebühren für Prüfungsanmeldungen) zu entlasten?</p><p>6. Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um schwächeren Schulabgängern den Einstieg in eine Berufslehre zu ermöglichen?</p>
  • Lehrstellen. Massnahmen im Frühjahr/Sommer 1997
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In einzelnen Kantonen und in den Städten zeichnet sich auf den Sommer 1997 ein noch grösserer Mangel an Lehrstellen ab als in den letzten Jahren. Viele Schulabgänger und Schulabgängerinnen bewerben sich viele Dutzend mal erfolglos; und viele Jugendliche werden in Zwischenlösungen (10. Schuljahr usw.) oder in ungelernte Jobs abgedrängt. Aufgrund der schweizerischen Arbeitskräfteerhebung und der Berufsbildungsstatistiken absolvieren rund 10 Prozent der Jugendlichen keine Berufsbildung oder nachobligatorische Schulung mehr und rund 15 Prozent haben keinen Berufsabschluss, was wir für dramatisch halten.</p><p>Im Kanton Bern z.B. fehlt es vor allem an Lehrstellen mit höherer Qualifikation, z.B. im technischen und Informatikbereich sowie in den kaufmännischen Berufen. Gerade diese Berufsfelder sind wichtig und sollten mehr Lehrstellen anbieten, weil sie eine Grundausbildung für vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten darstellen.</p><p>1. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat kurzfristig zur Verbesserung des Angebots an Lehrstellen im kommenden Frühjahr/Sommer zu ergreifen?</p><p>2. Ist er bereit, an Firmen in jenen Bereichen einen Lehrstellenappell zu richten, in denen sich ein Lehrstellenmangel abzeichnet? Müsste nicht auch an die zwei Drittel der Firmen appelliert werden, die bisher keine Lehrstellen anbieten und doch vom Ausbildungsaufwand der anderen profitieren?</p><p>3. Ist er bereit, bei allen Bundesämtern, Bundesanstalten und -betrieben darauf hinzuwirken, dass eine bestimmte Anzahl Lehrstellen (Faustregel: 6 Lehrstellen pro 100 ausgebildete Beschäftigte) bereitgestellt werden und dass solche schon auf Spätsommer 1997 angeboten werden?</p><p>4. Wäre der Bundesrat bereit, den Lehrbetrieben und Berufsschulen kurzfristig die Einführungskurse für Lehrlinge und Lehrtöchter zu finanzieren und dadurch den Lehrbetrieben in den Engpassbranchen Kosten abzunehmen?</p><p>5. Was kann der Bundesrat tun, um die Lehrbetriebe von Gebühren (Schulgebühren, Bewilligungsgebühren für Lehrbetriebe, Gebühren für Prüfungsanmeldungen) zu entlasten?</p><p>6. Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um schwächeren Schulabgängern den Einstieg in eine Berufslehre zu ermöglichen?</p>
    • Lehrstellen. Massnahmen im Frühjahr/Sommer 1997

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