Stop-Aids Kampagne für heterosexuelle Männer

ShortId
97.3285
Id
19973285
Updated
25.06.2025 02:12
Language
de
Title
Stop-Aids Kampagne für heterosexuelle Männer
AdditionalIndexing
AIDS;Prävention;Public Relations;Mann
1
  • L04K01050101, AIDS
  • L04K12010203, Public Relations
  • L05K0107010302, Mann
  • L05K0105050702, Prävention
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Stop-Aids-Kampagne als "Vehikel" für Sensibilisierungsbotschaften im HIV-/Aidsbereich gibt es in der Schweiz seit mehr als zehn Jahren. Die regelmässige Evaluation dieser Kampagne zeigt, dass diese Art der Prävention wirksam ist.</p><p>Ziel der HIV-/Aidsprävention ist es ja, Neuansteckungen zu vermeiden. Dies bedeutet, dass einerseits eine dementsprechende Sensibilisierung stattfinden muss und andererseits Information über mögliche Ansteckungswege verbreitet und, wo nötig, auch eine Verhaltensänderung angestrebt werden sollte.</p><p>Die Neuansteckungen mit dem HIV-Virus sind im allgemeinen rückläufig. Zu beobachten ist jedoch, dass die Neuinfektionen bei heterosexuellen Männern und Frauen prozentual zugenommen haben. Knapp die Hälfte der Neuansteckungen erfolgt zurzeit bei heterosexuellen Männern und Frauen.</p><p>Eine Kampagne für Männer ist deshalb angebracht, weil es oft Situationen gibt, wo sich Frauen nicht aktiv schützen können, z. B. dort, wo Männer ihre sexuellen Gelegenheitskontakte verschweigen.</p><p>Die Zürcher Aids-Hilfe hat Anfang 1997 eine Aids-Präventionskampagne für die Zielgruppe "heterosexuelle Männer" durchgeführt, und zwar mit einem Plakataushang, auf welchem die Botschaft "Weltmeister im Seitensprung - Lebensgefährtin nicht gefährden" zu lesen war. Diese Kampagne war die erste in der Schweiz, welche sich direkt an heterosexuelle Männer richtete und sie auch ganz konkret ansprach. Die Aktion blieb auf den Kanton Zürich beschränkt und fand ein sehr gutes Echo bei Fachleuten und beim Publikum.</p><p>Die Aids-Hilfe Schweiz befürwortete diese Aktion im Kanton Zürich und würde es sehr begrüssen, wenn eine ähnliche Aktion auf gesamtschweizerischer Ebene stattfinden könnte. Dies wäre im Rahmen der Stop-Aids-Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit gut möglich und sinnvoll.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Der Bundesrat wird gebeten, im Rahmen der gesamtschweizerischen Stop-Aids-Kampagne eine Kampagne speziell für die Zielgruppe der heterosexuellen Männer durchzuführen.</p>
  • Stop-Aids Kampagne für heterosexuelle Männer
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Stop-Aids-Kampagne als "Vehikel" für Sensibilisierungsbotschaften im HIV-/Aidsbereich gibt es in der Schweiz seit mehr als zehn Jahren. Die regelmässige Evaluation dieser Kampagne zeigt, dass diese Art der Prävention wirksam ist.</p><p>Ziel der HIV-/Aidsprävention ist es ja, Neuansteckungen zu vermeiden. Dies bedeutet, dass einerseits eine dementsprechende Sensibilisierung stattfinden muss und andererseits Information über mögliche Ansteckungswege verbreitet und, wo nötig, auch eine Verhaltensänderung angestrebt werden sollte.</p><p>Die Neuansteckungen mit dem HIV-Virus sind im allgemeinen rückläufig. Zu beobachten ist jedoch, dass die Neuinfektionen bei heterosexuellen Männern und Frauen prozentual zugenommen haben. Knapp die Hälfte der Neuansteckungen erfolgt zurzeit bei heterosexuellen Männern und Frauen.</p><p>Eine Kampagne für Männer ist deshalb angebracht, weil es oft Situationen gibt, wo sich Frauen nicht aktiv schützen können, z. B. dort, wo Männer ihre sexuellen Gelegenheitskontakte verschweigen.</p><p>Die Zürcher Aids-Hilfe hat Anfang 1997 eine Aids-Präventionskampagne für die Zielgruppe "heterosexuelle Männer" durchgeführt, und zwar mit einem Plakataushang, auf welchem die Botschaft "Weltmeister im Seitensprung - Lebensgefährtin nicht gefährden" zu lesen war. Diese Kampagne war die erste in der Schweiz, welche sich direkt an heterosexuelle Männer richtete und sie auch ganz konkret ansprach. Die Aktion blieb auf den Kanton Zürich beschränkt und fand ein sehr gutes Echo bei Fachleuten und beim Publikum.</p><p>Die Aids-Hilfe Schweiz befürwortete diese Aktion im Kanton Zürich und würde es sehr begrüssen, wenn eine ähnliche Aktion auf gesamtschweizerischer Ebene stattfinden könnte. Dies wäre im Rahmen der Stop-Aids-Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit gut möglich und sinnvoll.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Der Bundesrat wird gebeten, im Rahmen der gesamtschweizerischen Stop-Aids-Kampagne eine Kampagne speziell für die Zielgruppe der heterosexuellen Männer durchzuführen.</p>
    • Stop-Aids Kampagne für heterosexuelle Männer

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