Förderung der beruflichen Weiterbildung

ShortId
97.3330
Id
19973330
Updated
25.06.2025 02:17
Language
de
Title
Förderung der beruflichen Weiterbildung
AdditionalIndexing
Public Relations;Weiterbildung;berufliche Bildung
1
  • L03K130202, berufliche Bildung
  • L04K13030203, Weiterbildung
  • L04K12010203, Public Relations
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die besten Präventionsmittel gegen drohende Arbeitslosigkeit sind bekanntlich Berufsausbildung und berufliche Weiterbildung. In einer Zeit mit sehr rasch eintretenden Veränderungen im beruflichen Leben wird die berufliche Weiterbildung, welche die Anpassung an neue Techniken, Produkte oder veränderte Bedingungen zum Ziel hat, immer wichtiger. Gut ausgebildete und gezielt weitergebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind erwiesenermassen weniger von Arbeitslosigkeit bedroht.</p><p>Die Qualität des Wirtschaftsstandortes Schweiz hängt hauptsächlich vom Niveau der beruflichen Aus- und Weiterbildung ab. In einem Land ohne Bodenschätze ist das Bildungsniveau der Bevölkerung von zentraler Bedeutung für die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft in einem globalisierten Markt.</p><p>Noch immer gibt es in der Schweiz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Berufslehre keine oder nur in geringem Masse Weiterbildung haben geniessen können.</p><p>Dieser Zustand ist nicht nur aus der Optik der Arbeitnehmerschaft unbefriedigend, er ist für den Erhalt der Konkurrenzfähigkeit unserer Wirtschaft gefährlich.</p><p>Mit gezielten Aktivitäten können Anreize geschaffen werden, die berufliche Weiterbildung zu verbessern bzw. intensiver zu betreiben. Das vorhandene Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten ist sehr breit. Es gilt, die Unternehmen zu bewegen, das Weiterbildungsniveau ihrer Mitarbeiterschaft deutlich zu erhöhen.</p><p>Ein Mittel, wie diese Zielsetzung gefördert werden könnte, könnte die Einführung des WQ (WQ = Weiterbildungsquotient, in Anlehnung an IQ = Intelligenzquotient) sein. Diese zu schaffende Masseinheit für die Quantität der Weiterbildung eines Unternehmens und der einzelnen Mitarbeiter könnte mithelfen, der Weiterbildung einen höheren Stellenwert zu geben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden nach der Formel "Anzahl der im letzten Jahr absolvierten Weiterbildungsstunden mal 100, geteilt durch im letzten Jahr geleistete Arbeitsstunden" einen individuellen WQ erhalten, der sich im Laufe der Zeit verändert, je nach Intensität der absolvierten Weiterbildung. Dieser WQ würde auch für Firmen gelten; dieselbe Formel kann angewandt werden.</p><p>In einem informellen Gespräch zwischen Spitzenvertretern des SKV und des SAV ist die Wünschbarkeit der Einführung der Institution WQ klar zum Ausdruck gekommen, die Unterstützung durch das Biga aber als unerlässlich bezeichnet worden. In einem Pilotversuch könnten die erwähnten Sozialpartner, unterstützt durch den Bund, Erfahrungen sammeln, welche auch anderen Branchen sehr nützlich sein können und sehr positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Schweiz haben würden.</p>
  • <p>Der Bundesrat stimmt mit dem Motionär überein, dass Personen mit einer guten beruflichen Grundausbildung und Weiterbildung von Arbeitslosigkeit vergleichsweise wenig bedroht sind, dass die Bildung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung für die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft ist und dass die Weiterbildung nicht aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in genügendem Ausmass erfolgt. Er ist daher bereit, eine vom SKV und vom SAV gemeinsam vorgesehene Kampagne zu unterstützen. Hingegen kann er sich nicht zu einer finanziellen Beteiligung verpflichten, da dafür keine gesetzliche Grundlage besteht.</p><p>Der bundesrätliche Bericht vom 11. September 1996 über die Berufsbildung sieht eine Reihe von Massnahmen vor, welche die Weiterbildungsbereitschaft erhöhen sollen. Zu diesen gehört u. a. die Schaffung eines Instruments zur Einstufung und zum Nachweis von Qualifikationen, die im beruflichen und ausserberuflichen Bereich erworben wurden. Die Idee der Einführung eines WQ kann in die Arbeiten an diesem Instrument mit einbezogen werden.</p><p>Der Bundesrat kann sich nicht auf ein finanzielles Engagement für die Kampagne der erwähnten Sozialpartner festlegen, ist aber bereit zu prüfen, in welcher Weise er diese unterstützen kann.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
  • <p>Der Bundesrat wird eingeladen, eine vom Schweizerischen Kaufmännischen Verband (SKV) und vom Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) gemeinsam vorgesehene Kampagne zur Förderung der beruflichen Weiterbildung zu unterstützen.</p>
  • Förderung der beruflichen Weiterbildung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die besten Präventionsmittel gegen drohende Arbeitslosigkeit sind bekanntlich Berufsausbildung und berufliche Weiterbildung. In einer Zeit mit sehr rasch eintretenden Veränderungen im beruflichen Leben wird die berufliche Weiterbildung, welche die Anpassung an neue Techniken, Produkte oder veränderte Bedingungen zum Ziel hat, immer wichtiger. Gut ausgebildete und gezielt weitergebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind erwiesenermassen weniger von Arbeitslosigkeit bedroht.</p><p>Die Qualität des Wirtschaftsstandortes Schweiz hängt hauptsächlich vom Niveau der beruflichen Aus- und Weiterbildung ab. In einem Land ohne Bodenschätze ist das Bildungsniveau der Bevölkerung von zentraler Bedeutung für die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft in einem globalisierten Markt.</p><p>Noch immer gibt es in der Schweiz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Berufslehre keine oder nur in geringem Masse Weiterbildung haben geniessen können.</p><p>Dieser Zustand ist nicht nur aus der Optik der Arbeitnehmerschaft unbefriedigend, er ist für den Erhalt der Konkurrenzfähigkeit unserer Wirtschaft gefährlich.</p><p>Mit gezielten Aktivitäten können Anreize geschaffen werden, die berufliche Weiterbildung zu verbessern bzw. intensiver zu betreiben. Das vorhandene Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten ist sehr breit. Es gilt, die Unternehmen zu bewegen, das Weiterbildungsniveau ihrer Mitarbeiterschaft deutlich zu erhöhen.</p><p>Ein Mittel, wie diese Zielsetzung gefördert werden könnte, könnte die Einführung des WQ (WQ = Weiterbildungsquotient, in Anlehnung an IQ = Intelligenzquotient) sein. Diese zu schaffende Masseinheit für die Quantität der Weiterbildung eines Unternehmens und der einzelnen Mitarbeiter könnte mithelfen, der Weiterbildung einen höheren Stellenwert zu geben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden nach der Formel "Anzahl der im letzten Jahr absolvierten Weiterbildungsstunden mal 100, geteilt durch im letzten Jahr geleistete Arbeitsstunden" einen individuellen WQ erhalten, der sich im Laufe der Zeit verändert, je nach Intensität der absolvierten Weiterbildung. Dieser WQ würde auch für Firmen gelten; dieselbe Formel kann angewandt werden.</p><p>In einem informellen Gespräch zwischen Spitzenvertretern des SKV und des SAV ist die Wünschbarkeit der Einführung der Institution WQ klar zum Ausdruck gekommen, die Unterstützung durch das Biga aber als unerlässlich bezeichnet worden. In einem Pilotversuch könnten die erwähnten Sozialpartner, unterstützt durch den Bund, Erfahrungen sammeln, welche auch anderen Branchen sehr nützlich sein können und sehr positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Schweiz haben würden.</p>
    • <p>Der Bundesrat stimmt mit dem Motionär überein, dass Personen mit einer guten beruflichen Grundausbildung und Weiterbildung von Arbeitslosigkeit vergleichsweise wenig bedroht sind, dass die Bildung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung für die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft ist und dass die Weiterbildung nicht aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in genügendem Ausmass erfolgt. Er ist daher bereit, eine vom SKV und vom SAV gemeinsam vorgesehene Kampagne zu unterstützen. Hingegen kann er sich nicht zu einer finanziellen Beteiligung verpflichten, da dafür keine gesetzliche Grundlage besteht.</p><p>Der bundesrätliche Bericht vom 11. September 1996 über die Berufsbildung sieht eine Reihe von Massnahmen vor, welche die Weiterbildungsbereitschaft erhöhen sollen. Zu diesen gehört u. a. die Schaffung eines Instruments zur Einstufung und zum Nachweis von Qualifikationen, die im beruflichen und ausserberuflichen Bereich erworben wurden. Die Idee der Einführung eines WQ kann in die Arbeiten an diesem Instrument mit einbezogen werden.</p><p>Der Bundesrat kann sich nicht auf ein finanzielles Engagement für die Kampagne der erwähnten Sozialpartner festlegen, ist aber bereit zu prüfen, in welcher Weise er diese unterstützen kann.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
    • <p>Der Bundesrat wird eingeladen, eine vom Schweizerischen Kaufmännischen Verband (SKV) und vom Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) gemeinsam vorgesehene Kampagne zur Förderung der beruflichen Weiterbildung zu unterstützen.</p>
    • Förderung der beruflichen Weiterbildung

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