Wiederaufbau in Bosnien. Remontierung der Nutzviehverbände
- ShortId
-
97.3406
- Id
-
19973406
- Updated
-
25.06.2025 02:15
- Language
-
de
- Title
-
Wiederaufbau in Bosnien. Remontierung der Nutzviehverbände
- AdditionalIndexing
-
Viehbestand;Kriegsschaden;landwirtschaftliches Nutztier;Naturalhilfe;Bosnien-Herzegowina
- 1
-
- L04K03010202, Bosnien-Herzegowina
- L04K10010412, Naturalhilfe
- L05K1401010304, landwirtschaftliches Nutztier
- L04K14010801, Viehbestand
- L04K04010206, Kriegsschaden
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Durch den Bürgerkrieg ist der Bestand an Nutzvieh auf dem Gebiet von Bosnien und Herzegowina stark dezimiert worden. Die Entwicklung des Viehbestandes in Bosnien lässt sich am Beispiel des Una-Sana-Kantons aufzeigen. Vor dem Bürgerkrieg war die Viehzucht in diesem Kanton relativ gut entwickelt. Als Folge der langen militärischen Blockade des Una-Sana-Kantons, während der sich die Bevölkerung aus eigenen Reserven ernähren musste, sank der Viehbestand drastisch. Heute leben beispielsweise nur noch ein Drittel der Rinder (21 200 anstatt 65 000) und ein Fünftel der Schafe (26 400 anstatt 117 000) in diesem Gebiet. Diese Angaben weisen auf die sehr schwierige aktuelle Situation im Bereich der Viehzucht hin, welche die minimalen Bedürfnisse der Bevölkerung nicht mehr zu befriedigen vermag. Da es in Bosnien kaum Möglichkeiten für die Durchführung geeigneter züchterischer Massnahmen gegeben hat, ist zudem die Qualität des Viehbestandes drastisch gesunken.</p><p>Bis heute ist es der Föderation gelungen, insgesamt 40 Prozent der Nahrungsmittelproduktion aus eigener Kraft zu erzeugen. Von der landwirtschaftlichen Kapazität her könnten in Bosnien jedoch bedeutend mehr Nahrungsmittel produziert und dem Markt zugeführt werden. Die Ernährungssicherung sollte heute wie auch in Zukunft in Bosnien und Herzegowina eine hohe Priorität haben, nicht zuletzt deshalb, damit die beträchtlichen finanziellen Mittel, die heute für den Import von Lebensmitteln aufgewendet werden müssen, für andere Bereiche des Wiederaufbaus zur Verfügung stehen.</p><p>Die Regierungen der bosnischen Kantone sind daher sehr an der raschen Remontierung des Nutzviehbestandes interessiert. Jene des Una-Sana-Kantons beispielsweise sieht vor, in erster Linie 10 000 trächtige Rinder und 100 000 Schafe zu beschaffen, womit der heutige Zustand der Viehhaltung deutlich verbessert würde. Die importierten trächtigen Rinder würden zur Deckung der Grundbedürfnisse der Kleinbetriebe mit dem Verteiler "ein Stück pro Haushalt/Betrieb" zugeteilt. Aus diesen Kleinbetrieben muss pro Betrieb mindestens ein Arbeitsplatz ausserhalb bereitgestellt werden, was problematisch ist, da erst ein geringer Teil der Industrieanlagen wieder in Betrieb genommen wurde. Daher soll gleichzeitig mit diesem "Sozialprogramm" ein "Minifarmenprogramm" installiert werden, damit die bereits vorhandenen Verarbeitungskapazitäten (Milchfabrik in Bihac) ausgenutzt und Arbeitsplätze geschaffen werden können.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, damit die Schweiz einen angemessenen Naturalbeitrag zum Wiederaufbau der im Zuge des Bürgerkrieges dezimierten Nutzviehbestände in Bosnien leisten kann.</p>
- Wiederaufbau in Bosnien. Remontierung der Nutzviehverbände
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Durch den Bürgerkrieg ist der Bestand an Nutzvieh auf dem Gebiet von Bosnien und Herzegowina stark dezimiert worden. Die Entwicklung des Viehbestandes in Bosnien lässt sich am Beispiel des Una-Sana-Kantons aufzeigen. Vor dem Bürgerkrieg war die Viehzucht in diesem Kanton relativ gut entwickelt. Als Folge der langen militärischen Blockade des Una-Sana-Kantons, während der sich die Bevölkerung aus eigenen Reserven ernähren musste, sank der Viehbestand drastisch. Heute leben beispielsweise nur noch ein Drittel der Rinder (21 200 anstatt 65 000) und ein Fünftel der Schafe (26 400 anstatt 117 000) in diesem Gebiet. Diese Angaben weisen auf die sehr schwierige aktuelle Situation im Bereich der Viehzucht hin, welche die minimalen Bedürfnisse der Bevölkerung nicht mehr zu befriedigen vermag. Da es in Bosnien kaum Möglichkeiten für die Durchführung geeigneter züchterischer Massnahmen gegeben hat, ist zudem die Qualität des Viehbestandes drastisch gesunken.</p><p>Bis heute ist es der Föderation gelungen, insgesamt 40 Prozent der Nahrungsmittelproduktion aus eigener Kraft zu erzeugen. Von der landwirtschaftlichen Kapazität her könnten in Bosnien jedoch bedeutend mehr Nahrungsmittel produziert und dem Markt zugeführt werden. Die Ernährungssicherung sollte heute wie auch in Zukunft in Bosnien und Herzegowina eine hohe Priorität haben, nicht zuletzt deshalb, damit die beträchtlichen finanziellen Mittel, die heute für den Import von Lebensmitteln aufgewendet werden müssen, für andere Bereiche des Wiederaufbaus zur Verfügung stehen.</p><p>Die Regierungen der bosnischen Kantone sind daher sehr an der raschen Remontierung des Nutzviehbestandes interessiert. Jene des Una-Sana-Kantons beispielsweise sieht vor, in erster Linie 10 000 trächtige Rinder und 100 000 Schafe zu beschaffen, womit der heutige Zustand der Viehhaltung deutlich verbessert würde. Die importierten trächtigen Rinder würden zur Deckung der Grundbedürfnisse der Kleinbetriebe mit dem Verteiler "ein Stück pro Haushalt/Betrieb" zugeteilt. Aus diesen Kleinbetrieben muss pro Betrieb mindestens ein Arbeitsplatz ausserhalb bereitgestellt werden, was problematisch ist, da erst ein geringer Teil der Industrieanlagen wieder in Betrieb genommen wurde. Daher soll gleichzeitig mit diesem "Sozialprogramm" ein "Minifarmenprogramm" installiert werden, damit die bereits vorhandenen Verarbeitungskapazitäten (Milchfabrik in Bihac) ausgenutzt und Arbeitsplätze geschaffen werden können.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, damit die Schweiz einen angemessenen Naturalbeitrag zum Wiederaufbau der im Zuge des Bürgerkrieges dezimierten Nutzviehbestände in Bosnien leisten kann.</p>
- Wiederaufbau in Bosnien. Remontierung der Nutzviehverbände
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