Delegierter des Bundesrates für Unternehmensansiedelung
- ShortId
-
97.3523
- Id
-
19973523
- Updated
-
10.04.2024 10:29
- Language
-
de
- Title
-
Delegierter des Bundesrates für Unternehmensansiedelung
- AdditionalIndexing
-
Wirtschaftsförderung;Schaffung neuer Bundesstellen;Standort des Betriebes;Industrieansiedlung
- 1
-
- L06K070507010401, Industrieansiedlung
- L05K0703040302, Standort des Betriebes
- L05K0704010112, Wirtschaftsförderung
- L07K08060103010403, Schaffung neuer Bundesstellen
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Seit einigen Jahren hat sich der Standortwettbewerb verschärft. In zahlreichen Ländern wird die Wirtschaftsförderung durch leistungsfähige Organisationen mit weitgehenden Kompetenzen und professionell agierende Persönlichkeiten wahrgenommen. Damit wird in diesen Staaten der vielfach entscheidenden zeitlichen Flexibilität Rechnung getragen. Die in unserem Land historisch gewachsenen Entscheidungsabläufe werden diesen Anforderungen oft nicht mehr gerecht. Zusammen mit anderen wettbewerbsfördernden Massnahmen sollte mit einem erfahrenen, hochkarätigen Delegierten für Unternehmensansiedlung (wie z. B. K. Dobler für den Kanton Neuenburg) ein weiterer Beitrag zur Förderung ausländischer Investitionen in der Schweiz geleistet werden.</p>
- <p>Am 6. Oktober 1995 haben die eidgenössischen Räte den Bundesbeschluss zur Förderung der Information über den Unternehmensstandort Schweiz verabschiedet (SR 951.972). Der Erlass sieht vor, dass die Standortpromotion soweit möglich über bereits bestehende Institutionen erfolgt und nur auf den wichtigsten Auslandmärkten zusätzliches Personal eingesetzt wird. Dies nicht zuletzt aus finanziellen Gründen.</p><p>In Umsetzung des Bundesbeschlusses hat das Biga ein Konzept für eine Standortpromotion Schweiz entwickelt, das auf allgemeine Akzeptanz gestossen ist. Das Konzept beinhaltet u. a. eine klare regionale Schwerpunktbildung (mit Priorität auf Europa und Nordamerika), den Einsatz von spezialisierten Beauftragten auf diesen Märkten sowie die Nutzung von Synergien durch Einbezug verschiedenster Partner. Es gilt, die beschränkten Mittel (2,4 Millionen Franken pro Jahr) möglichst effizient und marktnah einzusetzen.</p><p>Seit rund einem Jahr ist "Standort: Schweiz" operationell tätig. Für die Bearbeitung der beiden Hauptmärkte Europa (mit Schwerpunkt Deutschland) und USA wurden Aufträge an zwei hochqualifizierte Persönlichkeiten mit internationaler Managementerfahrung vergeben. Diese beiden Personen arbeiten professionell auf privatwirtschaftlicher Basis mit eigenem Sekretariat, haben aber direkten Zugang zu den eidgenössischen und kantonalen Stellen. Ausserdem wurde ein grösserer PR-Auftrag im Wettbewerbsverfahren an eine Agentur vergeben.</p><p>Nebst der Erarbeitung von Werbe- und Kommunikationsmitteln konnten im ersten Jahr eine ganze Reihe von Veranstaltungen (Messeauftritte, Seminarien, Workshops) durchgeführt werden; zahlreiche konkrete Kontakte wurden geknüpft, weiterentwickelt und rasch an die zuständigen kantonalen Stellen vermittelt. Bereits konnten erste Erfolge (Ansiedlungen von kleineren Unternehmen) verbucht werden.</p><p>Mit der gegenwärtigen Lösung wird den Anliegen des Postulanten weitgehend entsprochen. Dass nicht ein Delegierter eingesetzt wird, sondern zwei Beauftragte, die auf den beiden wichtigsten Märkten operieren, hat den Vorteil, dass die Marktbearbeitung noch spezifischer und die Projektberatung und -begleitung noch besser und direkter erfolgen können. Es bleibt zu prüfen, ob der Einsatz eines dritten Beauftragten für Ostasien sinnvoll und im Rahmen der Budgetvorgaben tragbar ist.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, die Einsetzung eines Delegierten des Bundesrates für Unternehmensansiedlung zu prüfen. Dieser hätte insbesondere folgende Aufgaben wahrzunehmen:</p><p>- Sicherstellung eines internationalen Marketings und der Akquisition von Unternehmen und supranationalen Organisationen in Absprache mit den Kantonen;</p><p>- Beratung und Begleitung der anzusiedelnden Unternehmen;</p><p>- Koordination und Unterstützung der Kantone bei Ansiedlungsprojekten;</p><p>- Beratung des Bundesrates und der Kantone bei Grossansiedlungen.</p><p>Der Delegierte ist dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement zu unterstellen. Der Stelleninhaber sollte über internationale Managererfahrungen verfügen und ist obligationenrechtlich anzustellen. Die Arbeiten sollen auf jene Bereiche konzentriert werden, in denen unser Land über besonders gute Rahmenbedingungen verfügt. Die zusätzlichen Aufwendungen sind durch anderweitige Einsparungen zu kompensieren.</p>
- Delegierter des Bundesrates für Unternehmensansiedelung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Seit einigen Jahren hat sich der Standortwettbewerb verschärft. In zahlreichen Ländern wird die Wirtschaftsförderung durch leistungsfähige Organisationen mit weitgehenden Kompetenzen und professionell agierende Persönlichkeiten wahrgenommen. Damit wird in diesen Staaten der vielfach entscheidenden zeitlichen Flexibilität Rechnung getragen. Die in unserem Land historisch gewachsenen Entscheidungsabläufe werden diesen Anforderungen oft nicht mehr gerecht. Zusammen mit anderen wettbewerbsfördernden Massnahmen sollte mit einem erfahrenen, hochkarätigen Delegierten für Unternehmensansiedlung (wie z. B. K. Dobler für den Kanton Neuenburg) ein weiterer Beitrag zur Förderung ausländischer Investitionen in der Schweiz geleistet werden.</p>
- <p>Am 6. Oktober 1995 haben die eidgenössischen Räte den Bundesbeschluss zur Förderung der Information über den Unternehmensstandort Schweiz verabschiedet (SR 951.972). Der Erlass sieht vor, dass die Standortpromotion soweit möglich über bereits bestehende Institutionen erfolgt und nur auf den wichtigsten Auslandmärkten zusätzliches Personal eingesetzt wird. Dies nicht zuletzt aus finanziellen Gründen.</p><p>In Umsetzung des Bundesbeschlusses hat das Biga ein Konzept für eine Standortpromotion Schweiz entwickelt, das auf allgemeine Akzeptanz gestossen ist. Das Konzept beinhaltet u. a. eine klare regionale Schwerpunktbildung (mit Priorität auf Europa und Nordamerika), den Einsatz von spezialisierten Beauftragten auf diesen Märkten sowie die Nutzung von Synergien durch Einbezug verschiedenster Partner. Es gilt, die beschränkten Mittel (2,4 Millionen Franken pro Jahr) möglichst effizient und marktnah einzusetzen.</p><p>Seit rund einem Jahr ist "Standort: Schweiz" operationell tätig. Für die Bearbeitung der beiden Hauptmärkte Europa (mit Schwerpunkt Deutschland) und USA wurden Aufträge an zwei hochqualifizierte Persönlichkeiten mit internationaler Managementerfahrung vergeben. Diese beiden Personen arbeiten professionell auf privatwirtschaftlicher Basis mit eigenem Sekretariat, haben aber direkten Zugang zu den eidgenössischen und kantonalen Stellen. Ausserdem wurde ein grösserer PR-Auftrag im Wettbewerbsverfahren an eine Agentur vergeben.</p><p>Nebst der Erarbeitung von Werbe- und Kommunikationsmitteln konnten im ersten Jahr eine ganze Reihe von Veranstaltungen (Messeauftritte, Seminarien, Workshops) durchgeführt werden; zahlreiche konkrete Kontakte wurden geknüpft, weiterentwickelt und rasch an die zuständigen kantonalen Stellen vermittelt. Bereits konnten erste Erfolge (Ansiedlungen von kleineren Unternehmen) verbucht werden.</p><p>Mit der gegenwärtigen Lösung wird den Anliegen des Postulanten weitgehend entsprochen. Dass nicht ein Delegierter eingesetzt wird, sondern zwei Beauftragte, die auf den beiden wichtigsten Märkten operieren, hat den Vorteil, dass die Marktbearbeitung noch spezifischer und die Projektberatung und -begleitung noch besser und direkter erfolgen können. Es bleibt zu prüfen, ob der Einsatz eines dritten Beauftragten für Ostasien sinnvoll und im Rahmen der Budgetvorgaben tragbar ist.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, die Einsetzung eines Delegierten des Bundesrates für Unternehmensansiedlung zu prüfen. Dieser hätte insbesondere folgende Aufgaben wahrzunehmen:</p><p>- Sicherstellung eines internationalen Marketings und der Akquisition von Unternehmen und supranationalen Organisationen in Absprache mit den Kantonen;</p><p>- Beratung und Begleitung der anzusiedelnden Unternehmen;</p><p>- Koordination und Unterstützung der Kantone bei Ansiedlungsprojekten;</p><p>- Beratung des Bundesrates und der Kantone bei Grossansiedlungen.</p><p>Der Delegierte ist dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement zu unterstellen. Der Stelleninhaber sollte über internationale Managererfahrungen verfügen und ist obligationenrechtlich anzustellen. Die Arbeiten sollen auf jene Bereiche konzentriert werden, in denen unser Land über besonders gute Rahmenbedingungen verfügt. Die zusätzlichen Aufwendungen sind durch anderweitige Einsparungen zu kompensieren.</p>
- Delegierter des Bundesrates für Unternehmensansiedelung
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