Verhalten der Schweiz im International Monetary Fonds (IMF)
- ShortId
-
98.1047
- Id
-
19981047
- Updated
-
24.06.2025 23:32
- Language
-
de
- Title
-
Verhalten der Schweiz im International Monetary Fonds (IMF)
- AdditionalIndexing
-
Ausgabenbewilligung;wirtschaftliche Zusammenarbeit;IWF
- 1
-
- L05K1101010104, IWF
- L04K11020201, Ausgabenbewilligung
- L04K10010215, wirtschaftliche Zusammenarbeit
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Dank der Tatsache, dass die Schweiz einen Vertreter im 24köpfigen Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) stellt, kann unser Land die Politik dieser global tätigen Währungs- und Finanzinstitution aktiv mitgestalten. Diese für die Schweiz optimale Vertretung ist nur mit Unterstützung der Länder der schweizerischen Stimmrechtsgruppe möglich. Um diese Unterstützung auf Dauer zu erhalten, setzt sich die Schweiz für die Anliegen der Partnerländer Aserbaidschan, Kirgistan, Polen, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan ein und übernimmt eine entsprechende Mittlerrolle innerhalb des IWF.</p><p>Allerdings kann diesbezüglich keine Rede davon sein, dass die Schweiz je "grosszügige Geldverteilungen" an ihre Partnerländer befürwortet hätte. Wie bei allen anderen dem Exekutivrat vorliegenden Kreditanträgen tritt sie vielmehr für finanzielle und technische Unterstützung im Rahmen der üblichen Zugriffsmöglichkeiten ein, wie sie für jedes Mitgliedland des IWF im Verhältnis zu seiner jeweiligen Quote (Kapitalanteil) möglich sind. Diese Kredite werden in verschiedenen Tranchen ausbezahlt, welche immer mit konkreten wirtschaftspolitischen Programmen und strikten makroökonomischen Vorgaben verbunden sind. Setzt ein Land diese Programme nicht in die Tat um oder verfehlt es die gesetzten Vorgaben, so wird die Auszahlung des Kredites vollständig oder teilweise aufgeschoben oder gestrichen. Nach Abschluss des jeweiligen Programms sind die Kredite, je nach Fazilität, innerhalb von maximal zehn Jahren zurückzubezahlen.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die Schweiz ist als Mitglied des International Monetary Fund (IMF) in eine Staatengruppe eingebunden. Da sie den Vorsitz innehat, muss sie die Interessen dieser Gruppierung vertreten.</p><p>Sind die Aussagen westlicher Industrieländer richtig, wonach die Schweiz - eigentlich im Gegensatz zu ihrem haushälterischen Gebaren - im IMF grosszügige Geldverteilungen befürworten muss, um die Anliegen der Staatengruppe zu vertreten?</p>
- Verhalten der Schweiz im International Monetary Fonds (IMF)
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Dank der Tatsache, dass die Schweiz einen Vertreter im 24köpfigen Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) stellt, kann unser Land die Politik dieser global tätigen Währungs- und Finanzinstitution aktiv mitgestalten. Diese für die Schweiz optimale Vertretung ist nur mit Unterstützung der Länder der schweizerischen Stimmrechtsgruppe möglich. Um diese Unterstützung auf Dauer zu erhalten, setzt sich die Schweiz für die Anliegen der Partnerländer Aserbaidschan, Kirgistan, Polen, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan ein und übernimmt eine entsprechende Mittlerrolle innerhalb des IWF.</p><p>Allerdings kann diesbezüglich keine Rede davon sein, dass die Schweiz je "grosszügige Geldverteilungen" an ihre Partnerländer befürwortet hätte. Wie bei allen anderen dem Exekutivrat vorliegenden Kreditanträgen tritt sie vielmehr für finanzielle und technische Unterstützung im Rahmen der üblichen Zugriffsmöglichkeiten ein, wie sie für jedes Mitgliedland des IWF im Verhältnis zu seiner jeweiligen Quote (Kapitalanteil) möglich sind. Diese Kredite werden in verschiedenen Tranchen ausbezahlt, welche immer mit konkreten wirtschaftspolitischen Programmen und strikten makroökonomischen Vorgaben verbunden sind. Setzt ein Land diese Programme nicht in die Tat um oder verfehlt es die gesetzten Vorgaben, so wird die Auszahlung des Kredites vollständig oder teilweise aufgeschoben oder gestrichen. Nach Abschluss des jeweiligen Programms sind die Kredite, je nach Fazilität, innerhalb von maximal zehn Jahren zurückzubezahlen.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die Schweiz ist als Mitglied des International Monetary Fund (IMF) in eine Staatengruppe eingebunden. Da sie den Vorsitz innehat, muss sie die Interessen dieser Gruppierung vertreten.</p><p>Sind die Aussagen westlicher Industrieländer richtig, wonach die Schweiz - eigentlich im Gegensatz zu ihrem haushälterischen Gebaren - im IMF grosszügige Geldverteilungen befürworten muss, um die Anliegen der Staatengruppe zu vertreten?</p>
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