Werbeagentur "Ruder Finn". Diener zweier Herren?
- ShortId
-
98.1065
- Id
-
19981065
- Updated
-
24.06.2025 23:17
- Language
-
de
- Title
-
Werbeagentur "Ruder Finn". Diener zweier Herren?
- AdditionalIndexing
-
Interessen der Schweiz im Ausland;Judentum;Public Relations;Zweiter Weltkrieg;USA
- 1
-
- L04K03050305, USA
- L04K12010203, Public Relations
- L05K0201010409, Zweiter Weltkrieg
- L03K100106, Interessen der Schweiz im Ausland
- L04K01060208, Judentum
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>1. Aufgrund der Tatsache, dass in einer Mitteilung der Jewish Agency die Absicht angekündigt wird, dass neue Sammelklagen gegen die Schweizer Banken eingereicht werden sollen, und dass eine Angestellte der PR-Agentur Ruder & Finn als Kontaktperson genannt wird, entsteht unweigerlich der Eindruck, dass die Agentur sich in einem Interessenkonflikt zwischen den beiden Kunden befindet.</p><p>2. Deshalb hat das EDA am 28. April 1998 über unseren Botschafter in Washington die Auflösung des Vertrages mit sofortiger Wirkung veranlasst.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Bekanntlich hat die Eidgenossenschaft die Public-Relations-Agentur Ruder & Finn in den USA beauftragt, die Öffentlichkeitsinteressen unseres Staates im Zusammenhang mit der Problematik "Aufarbeitung Zweiter Weltkrieg auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten" wahrzunehmen.</p><p>Laut Pressemitteilung in der "NZZ" vom 28. April 1998 erliess Avraham Burg, Vorsitzender der Jewish Agency in Israel und Co-Vorsitzender der World Jewish Restitution Organization (WJRO), folgende Ankündigung:</p><p>Die WJRO werde überall in aller Welt, wo es Holocaust-Überlebende gibt oder wo Schweizer Banken Filialen unterhalten, Sammelklagen gegen die Schweizer Banken einreichen.</p><p>Im letzten Satz der Pressemitteilung wird für Rückfragen eine Mitarbeiterin der Agentur Ruder & Finn in Israel genannt.</p><p>Daraus ergeben sich folgende Fragen:</p><p>1. Hält der Bundesrat ein derartiges Doppelmandat für opportun?</p><p>2. Wenn nein, welches ist die Reaktion des Bundesrates?</p>
- Werbeagentur "Ruder Finn". Diener zweier Herren?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>1. Aufgrund der Tatsache, dass in einer Mitteilung der Jewish Agency die Absicht angekündigt wird, dass neue Sammelklagen gegen die Schweizer Banken eingereicht werden sollen, und dass eine Angestellte der PR-Agentur Ruder & Finn als Kontaktperson genannt wird, entsteht unweigerlich der Eindruck, dass die Agentur sich in einem Interessenkonflikt zwischen den beiden Kunden befindet.</p><p>2. Deshalb hat das EDA am 28. April 1998 über unseren Botschafter in Washington die Auflösung des Vertrages mit sofortiger Wirkung veranlasst.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Bekanntlich hat die Eidgenossenschaft die Public-Relations-Agentur Ruder & Finn in den USA beauftragt, die Öffentlichkeitsinteressen unseres Staates im Zusammenhang mit der Problematik "Aufarbeitung Zweiter Weltkrieg auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten" wahrzunehmen.</p><p>Laut Pressemitteilung in der "NZZ" vom 28. April 1998 erliess Avraham Burg, Vorsitzender der Jewish Agency in Israel und Co-Vorsitzender der World Jewish Restitution Organization (WJRO), folgende Ankündigung:</p><p>Die WJRO werde überall in aller Welt, wo es Holocaust-Überlebende gibt oder wo Schweizer Banken Filialen unterhalten, Sammelklagen gegen die Schweizer Banken einreichen.</p><p>Im letzten Satz der Pressemitteilung wird für Rückfragen eine Mitarbeiterin der Agentur Ruder & Finn in Israel genannt.</p><p>Daraus ergeben sich folgende Fragen:</p><p>1. Hält der Bundesrat ein derartiges Doppelmandat für opportun?</p><p>2. Wenn nein, welches ist die Reaktion des Bundesrates?</p>
- Werbeagentur "Ruder Finn". Diener zweier Herren?
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