Stärkung des Sportstandortes Schweiz
- ShortId
-
98.3266
- Id
-
19983266
- Updated
-
25.06.2025 02:19
- Language
-
de
- Title
-
Stärkung des Sportstandortes Schweiz
- AdditionalIndexing
-
Marketing;Sport;Werbung
- 1
-
- L04K01010102, Sport
- L05K0701010308, Marketing
- L05K0701010302, Werbung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Ist Lausanne nicht in der ganzen Welt als olympische Hauptstadt bekannt? Und spielt Zürich etwa nicht als Verwaltungsszentrale verschiedener Sportdisziplinen eine massgebende Rolle? Namentlich der Sitz der FIFA, deren neuer Präsident der Walliser Sepp Blatter ist, befindet sich hier. Diese hochkarätige Präsenz lässt unsere Grenzen schwinden und trägt in erheblichem Masse dazu bei, das Image der Schweiz in der Welt zu verbessern.</p><p>Wir tragen eine Verantwortung gegenüber diesen internationalen Sportverbänden und -vereinigungen.</p><p>Sport treibt man aber auch, er ist ein Schauspiel, ein Fest und auch ein Beitrag zum Frieden und zur Toleranz zwischen den Völkern.</p><p>Man darf nicht vergessen, dass die Olympischen Spiele von Nagano (olympischer Waffenstillstand) mit dazu beitrugen, dass die USA im Februar 1998 zögerten, im Irak einzugreifen. Dadurch hatte der UNO-Generalsekretär genügend Zeit, nach Bagdad zu reisen und mit Saddam Hussein einen Vertrag auszuhandeln und zu unterzeichnen. Sport ist ein völkerverbindendes und friedensförderndes Instrument. Und im Dienste des Friedens zu stehen, das ist die ureigenste Berufung der Schweiz.</p><p>Es liegt auch im Interesse der Schweiz, wenn sie von dieser Präsenz profitiert, um ihre internationalen Beziehungen und ihr Image zu verbessern.</p><p>Die in der Schweiz niedergelassenen internationalen Verbände, Vereinigungen und Organisationen sind mit praktischen Problemen im Zusammenhang mit Logistik, Recht, Verwaltung, Steuerrecht, operativer Autonomie und Repräsentation konfrontiert. Die Schweiz muss mit den internationalen Organisationen dauerhafte Kontakte knüpfen und sie wo immer nötig unterstützen, falls sie dies wünschen.</p><p>In Anbetracht der Tatsache, dass:</p><p>- ein vordringlicher Bedarf besteht, den Bedürfnissen und Forderungen der in der Schweiz ansässigen internationalen Organisationen künftig besser gerecht zu werden;</p><p>- es für unser Land von Nutzen ist, aus dem Sportmanagement ein Instrument zur Förderung unseres Images zu machen;</p><p>- die Gefahr besteht, dass einige Sportvereinigungen eines Tages unser Land verlassen, um zu gastfreundlicheren Ufern aufzubrechen.</p>
- <p>1. In der Motion und deren Begründung werden Themen unterschiedlicher Art angesprochen. Der Bundesrat unterstützt die Stärkung der Schweiz im nationalen und internationalen Sport. Für einzelne der erwähnten Anliegen kann ein Bundesamt für Sport die gemeinsamen Probleme wahrnehmen und auch Ansprechpartner sein, ist aber von der Zuständigkeit her nicht direkt involviert; dies betrifft insbesondere die Schaffung von Rahmenbedingungen für internationale Sportverbände in der Schweiz. So hat das für den Sport zuständige Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) an einer Zusammenkunft vom 19. Mai 1998 mit Delegationen des Internationalen Olympischen Comités und den in der Schweiz domizilierten internationalen Sportverbänden die Frage der Rahmenbedingungen für einen Sitz in der Schweiz thematisiert. Gegenwärtig werden die sich daraus ergebenden Konsequenzen analysiert und mit den zuständigen Instanzen konkretisiert. Was das Internationale Olympische Komitee (IOK) anbetrifft, hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 16.9.98 entschieden, die Rahmenbedingungen für das IOK zu verbessern. Der Beschluss regelt unter anderem die Befreiung des IOK und des Olympischen Museeums von der Zahlung der Mehrwertsteuer. Mit diesem Beschluss hat der Bundesrat der besonderen Stellung des IOK und der Tatsache, dass diese Institution seit 1915 Sitz in der Schweiz hat, Rechnung getragen.</p><p></p><p>2. Verschiedene frühere parlamentarische Vorstösse unterstützen die Realisierung eines Bundesamts für Sport:- 93.3637Motion Wyss Paul (NR) vom 16. Dezember 1993Bundesamt für SportDie Motion wurde am 18. März 1994 als Postulat angenommen.</p><p></p><p>- 93.3687Motion Schoch (SR) vom 17. Dezember 1993Führungs- und Verwaltungsstrukturen für den SportDie Motion wurde am 7. März 1994 als Postulat angenommen.- 95.3593Motion Büttiker (SR) vom 20. Dezember 1995Bundesamt für SportDie Motion wurde am 21. Juni 1996 als Postulat überwiesen.Eine Verstärkung der bereits heute durch die Eidgenössische Sportschule Magglingen wahrgenommenen Funktionen eines schweizerischen Kompetenzzentrums wird derzeit überprüft. Um diese Prüfung sorgfältig wahrnehmen und insbesondere die sportpolitische Dimension der Schaffung eines Bundesamts für Sport ausleuchten zu können, erscheint dem Bundesrat die Form eines Postulats als geeigneter.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
- <p>Die Schweiz ist innerhalb weniger Jahrzehnte ein Weltzentrum des Sportes geworden. Dies hat sie vor allem dem Umstand zu verdanken, dass hier das Internationale Olympische Komitee (IOK) mit Sitz in Lausanne und zahlreiche internationale Sportverbände niedergelassen sind. Die sportlichen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Auswirkungen dieser Tatsache waren Gegenstand einer Analyse der Universität Lausanne.</p><p>Daher wünsche ich, dass der Bund, in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Kantonen und Gemeinden, eine Strategie entwickelt, die der Erhaltung und Förderung des IOK und der internationalen Sportverbände in unserem Land dadurch entgegenkommt, dass ihnen namentlich administrative und steuerliche Erleichterungen zugestanden und sie von unnötigem Verwaltungsschikanen befreit werden.</p><p>Wir sollten auch nicht vergessen, dass gewisse Städte und Länder sowohl in politischer wie auch sportlicher Hinsicht eine beträchtliche Aktivität darin entwickeln, internationale Organisationen anzulocken. Wir sollten also nicht warten, bis gewisse internationale Sportverbände unser Land verlassen haben, bevor wir etwas dagegen unternehmen!</p><p>Ich ersuche den Bundesrat darum, dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) einen klaren Koordinations- und Förderungsauftrag zu erteilen und ihm alle erforderlichen personellen und materiellen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit der Sportstandort Schweiz national und international gestärkt werden kann. Dies soll dadurch geschehen, dass der Bund künftig besser auf die Bedürfnisse der in unserem Land beheimateten internationalen Sportorganisationen eingeht und sich vermehrt in ihren Dienst stellt, stets natürlich in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Kantonen und Gemeinden.</p><p>Zur Erreichung dieses Zieles ist raschestmöglich im Rahmen der laufenden Regierungs- und Verwaltungsreform ein Bundesamt für Sport zu schaffen, und zwar mittels einer internen Restrukturierung und unter Einhaltung des Globalbudgets des VBS. Die Eidgenössische Sportschule Magglingen sollte dieses nationale und internationale Kompetenzzentrum für Sport werden.</p>
- Stärkung des Sportstandortes Schweiz
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Ist Lausanne nicht in der ganzen Welt als olympische Hauptstadt bekannt? Und spielt Zürich etwa nicht als Verwaltungsszentrale verschiedener Sportdisziplinen eine massgebende Rolle? Namentlich der Sitz der FIFA, deren neuer Präsident der Walliser Sepp Blatter ist, befindet sich hier. Diese hochkarätige Präsenz lässt unsere Grenzen schwinden und trägt in erheblichem Masse dazu bei, das Image der Schweiz in der Welt zu verbessern.</p><p>Wir tragen eine Verantwortung gegenüber diesen internationalen Sportverbänden und -vereinigungen.</p><p>Sport treibt man aber auch, er ist ein Schauspiel, ein Fest und auch ein Beitrag zum Frieden und zur Toleranz zwischen den Völkern.</p><p>Man darf nicht vergessen, dass die Olympischen Spiele von Nagano (olympischer Waffenstillstand) mit dazu beitrugen, dass die USA im Februar 1998 zögerten, im Irak einzugreifen. Dadurch hatte der UNO-Generalsekretär genügend Zeit, nach Bagdad zu reisen und mit Saddam Hussein einen Vertrag auszuhandeln und zu unterzeichnen. Sport ist ein völkerverbindendes und friedensförderndes Instrument. Und im Dienste des Friedens zu stehen, das ist die ureigenste Berufung der Schweiz.</p><p>Es liegt auch im Interesse der Schweiz, wenn sie von dieser Präsenz profitiert, um ihre internationalen Beziehungen und ihr Image zu verbessern.</p><p>Die in der Schweiz niedergelassenen internationalen Verbände, Vereinigungen und Organisationen sind mit praktischen Problemen im Zusammenhang mit Logistik, Recht, Verwaltung, Steuerrecht, operativer Autonomie und Repräsentation konfrontiert. Die Schweiz muss mit den internationalen Organisationen dauerhafte Kontakte knüpfen und sie wo immer nötig unterstützen, falls sie dies wünschen.</p><p>In Anbetracht der Tatsache, dass:</p><p>- ein vordringlicher Bedarf besteht, den Bedürfnissen und Forderungen der in der Schweiz ansässigen internationalen Organisationen künftig besser gerecht zu werden;</p><p>- es für unser Land von Nutzen ist, aus dem Sportmanagement ein Instrument zur Förderung unseres Images zu machen;</p><p>- die Gefahr besteht, dass einige Sportvereinigungen eines Tages unser Land verlassen, um zu gastfreundlicheren Ufern aufzubrechen.</p>
- <p>1. In der Motion und deren Begründung werden Themen unterschiedlicher Art angesprochen. Der Bundesrat unterstützt die Stärkung der Schweiz im nationalen und internationalen Sport. Für einzelne der erwähnten Anliegen kann ein Bundesamt für Sport die gemeinsamen Probleme wahrnehmen und auch Ansprechpartner sein, ist aber von der Zuständigkeit her nicht direkt involviert; dies betrifft insbesondere die Schaffung von Rahmenbedingungen für internationale Sportverbände in der Schweiz. So hat das für den Sport zuständige Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) an einer Zusammenkunft vom 19. Mai 1998 mit Delegationen des Internationalen Olympischen Comités und den in der Schweiz domizilierten internationalen Sportverbänden die Frage der Rahmenbedingungen für einen Sitz in der Schweiz thematisiert. Gegenwärtig werden die sich daraus ergebenden Konsequenzen analysiert und mit den zuständigen Instanzen konkretisiert. Was das Internationale Olympische Komitee (IOK) anbetrifft, hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 16.9.98 entschieden, die Rahmenbedingungen für das IOK zu verbessern. Der Beschluss regelt unter anderem die Befreiung des IOK und des Olympischen Museeums von der Zahlung der Mehrwertsteuer. Mit diesem Beschluss hat der Bundesrat der besonderen Stellung des IOK und der Tatsache, dass diese Institution seit 1915 Sitz in der Schweiz hat, Rechnung getragen.</p><p></p><p>2. Verschiedene frühere parlamentarische Vorstösse unterstützen die Realisierung eines Bundesamts für Sport:- 93.3637Motion Wyss Paul (NR) vom 16. Dezember 1993Bundesamt für SportDie Motion wurde am 18. März 1994 als Postulat angenommen.</p><p></p><p>- 93.3687Motion Schoch (SR) vom 17. Dezember 1993Führungs- und Verwaltungsstrukturen für den SportDie Motion wurde am 7. März 1994 als Postulat angenommen.- 95.3593Motion Büttiker (SR) vom 20. Dezember 1995Bundesamt für SportDie Motion wurde am 21. Juni 1996 als Postulat überwiesen.Eine Verstärkung der bereits heute durch die Eidgenössische Sportschule Magglingen wahrgenommenen Funktionen eines schweizerischen Kompetenzzentrums wird derzeit überprüft. Um diese Prüfung sorgfältig wahrnehmen und insbesondere die sportpolitische Dimension der Schaffung eines Bundesamts für Sport ausleuchten zu können, erscheint dem Bundesrat die Form eines Postulats als geeigneter.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
- <p>Die Schweiz ist innerhalb weniger Jahrzehnte ein Weltzentrum des Sportes geworden. Dies hat sie vor allem dem Umstand zu verdanken, dass hier das Internationale Olympische Komitee (IOK) mit Sitz in Lausanne und zahlreiche internationale Sportverbände niedergelassen sind. Die sportlichen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Auswirkungen dieser Tatsache waren Gegenstand einer Analyse der Universität Lausanne.</p><p>Daher wünsche ich, dass der Bund, in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Kantonen und Gemeinden, eine Strategie entwickelt, die der Erhaltung und Förderung des IOK und der internationalen Sportverbände in unserem Land dadurch entgegenkommt, dass ihnen namentlich administrative und steuerliche Erleichterungen zugestanden und sie von unnötigem Verwaltungsschikanen befreit werden.</p><p>Wir sollten auch nicht vergessen, dass gewisse Städte und Länder sowohl in politischer wie auch sportlicher Hinsicht eine beträchtliche Aktivität darin entwickeln, internationale Organisationen anzulocken. Wir sollten also nicht warten, bis gewisse internationale Sportverbände unser Land verlassen haben, bevor wir etwas dagegen unternehmen!</p><p>Ich ersuche den Bundesrat darum, dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) einen klaren Koordinations- und Förderungsauftrag zu erteilen und ihm alle erforderlichen personellen und materiellen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit der Sportstandort Schweiz national und international gestärkt werden kann. Dies soll dadurch geschehen, dass der Bund künftig besser auf die Bedürfnisse der in unserem Land beheimateten internationalen Sportorganisationen eingeht und sich vermehrt in ihren Dienst stellt, stets natürlich in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Kantonen und Gemeinden.</p><p>Zur Erreichung dieses Zieles ist raschestmöglich im Rahmen der laufenden Regierungs- und Verwaltungsreform ein Bundesamt für Sport zu schaffen, und zwar mittels einer internen Restrukturierung und unter Einhaltung des Globalbudgets des VBS. Die Eidgenössische Sportschule Magglingen sollte dieses nationale und internationale Kompetenzzentrum für Sport werden.</p>
- Stärkung des Sportstandortes Schweiz
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