Internationales Zentrum für Landwirtschaft und Biowissenschaften. Beitritt der Schweiz

ShortId
98.3338
Id
19983338
Updated
25.06.2025 02:23
Language
de
Title
Internationales Zentrum für Landwirtschaft und Biowissenschaften. Beitritt der Schweiz
AdditionalIndexing
Agrarforschung;Biotechnologie;Beitritt zu einer internationalen Organisation
1
  • L05K1401030201, Agrarforschung
  • L05K0706010501, Biotechnologie
  • L05K1002010301, Beitritt zu einer internationalen Organisation
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das internationale Zentrum für Landwirtschaft und Biowissenschaften (CABI) ist eine gemeinnützige zwischenstaatliche Organisation mit dem Auftrag, durch die Erarbeitung, Verbreitung und Umsetzung wissenschaftlicher Kenntnisse eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und dadurch die Lebensbedingungen zu verbessern, wobei besonders Gewicht auf die Land- und die Waldwirtschaft, die Gesundheit des Menschen und den Umgang mit den natürlichen Ressourcen gelegt wird. Dabei wird den Bedürfnissen der Entwicklungsländer eine besondere Beachtung zuteil.</p><p>Der Sitz des CABI ist in Grossbritannien, und seine dezentrale Struktur umfasst Zentren in Kenia, Malaysia, Pakistan, in der Schweiz, in der Republik Trinidad und Tobago, im Vereinigten Königreich und in den USA.</p><p>Das CABI hat 1948 in Feldmeilen (ZH) eine europäische Forschungsanstalt für biologische Überwachung eröffnet, die 1958 nach Delémont verlegt wurde. 1997 wurde sein Auftrag erweitert, aus der Forschungsanstalt wurde das CABI-Zentrum für Biowissenschaften.</p><p>Das Zentrum in Delémont befasst sich haupsächlich mit der biologischen Überwachung von Insekten, Krankheiten und Unkraut in den gemässigten Zonen der Welt, arbeitet aber auch an Programmen zur Schädlingsbekämpfung in den tropischen und subtropischen Zonen. Das Zentrum arbeitet regelmässig mit den eidgenössischen landwirtschaftlichen Forschungsanstalten, den schweizerischen Universitäten, der ETHZ und mit den Industriebetrieben zusammen, die im Pflanzenschutz tätig sind, wie auch mit deutschen und osteuropäischen Wissenschaftlern. In der Entwicklungszusammenarbeit arbeitet es mit der GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit), der DEZA und Intercooperation in Bern zusammen. Seine Dienstleistungen sind sehr gefragt: Mit den damit verbundenen Einnahmen können drei Viertel der Betriebskosten des Zentrums gedeckt werden.</p><p>Ursprünglich wurde das CABI 1913 für die Anforderungen der tropischen Landwirtschaft in den britischen Kolonien gegründet. Nach deren Unabhängigkeit ist daraus eine zwischenstaatliche Organisation entstanden, der die Mitgliedstaaten des Commonwealth und inzwischen auch zahlreiche andere Länder angehören.</p><p>1998 feiert das CABI seine 50-jährige Niederlassung in der Schweiz. Es ist höchste Zeit, dass die Schweiz dieser internationalen Organisation beitritt, deren Nutzen sowohl für die Schädlingsbekämpfung in den gemässigten und den tropischen Zonen als auch für die Entwicklungszusammenarbeit erwiesen ist. Ein Beitritt der Schweiz wäre der beste Beweis dafür, dass unser Land die Qualität und den Nutzen der Aktivitäten des CABI anerkennt und es zu würdigen weiss, dass die Organisation Delémont als Standort für ihr einziges Zentrum auf dem europäischen Festland auserwählt hat. Die DEZA, welche auf die Dienstleistungen des CABI angewiesen ist und an dieses bereits einen freiwilligen Beitrag entrichtet, könnte den statutarischen Beitrag (ungefähr 100 000 Franken) in sein gegenwärtiges Budget für die multilaterale Zusammenarbeit aufnehmen und, im Einvernehmen mit dem BAG und dem BUWAL, die Schweiz in den Organen des CABI vertreten, wie sie das bereits in der beratenden Gruppe für internationale Agrarforschung (CGIAR) tut.</p><p>Da es sich um einen Beitritt zu einer zwischenstaatlichen Organisation handelt, verlangt unsere Verfassung einen Entscheid der eidgenössischen Räte.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen.
  • <p>1. Der Bundesrat ist gebeten, den eidgenössischen Räten eine Botschaft zu überweisen, in der er den Beitritt der Schweiz zum Centre for Agriculture and Biosciences International, CABI (Internationales Zentrum für Landwirtschaft und Biowissenschaften), vorschlägt. Es handelt sich um eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Grossbritannien, die in Delsberg ein Zentrum für angewandte Forschung betreibt.</p><p>2. Die mit diesem Beitritt verbundenen Beiträge müssen von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des EDA im Rahmen des bestehenden Budgets übernommen werden und dürfen dem Bund keine zusätzlichen Kosten verursachen.</p>
  • Internationales Zentrum für Landwirtschaft und Biowissenschaften. Beitritt der Schweiz
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das internationale Zentrum für Landwirtschaft und Biowissenschaften (CABI) ist eine gemeinnützige zwischenstaatliche Organisation mit dem Auftrag, durch die Erarbeitung, Verbreitung und Umsetzung wissenschaftlicher Kenntnisse eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und dadurch die Lebensbedingungen zu verbessern, wobei besonders Gewicht auf die Land- und die Waldwirtschaft, die Gesundheit des Menschen und den Umgang mit den natürlichen Ressourcen gelegt wird. Dabei wird den Bedürfnissen der Entwicklungsländer eine besondere Beachtung zuteil.</p><p>Der Sitz des CABI ist in Grossbritannien, und seine dezentrale Struktur umfasst Zentren in Kenia, Malaysia, Pakistan, in der Schweiz, in der Republik Trinidad und Tobago, im Vereinigten Königreich und in den USA.</p><p>Das CABI hat 1948 in Feldmeilen (ZH) eine europäische Forschungsanstalt für biologische Überwachung eröffnet, die 1958 nach Delémont verlegt wurde. 1997 wurde sein Auftrag erweitert, aus der Forschungsanstalt wurde das CABI-Zentrum für Biowissenschaften.</p><p>Das Zentrum in Delémont befasst sich haupsächlich mit der biologischen Überwachung von Insekten, Krankheiten und Unkraut in den gemässigten Zonen der Welt, arbeitet aber auch an Programmen zur Schädlingsbekämpfung in den tropischen und subtropischen Zonen. Das Zentrum arbeitet regelmässig mit den eidgenössischen landwirtschaftlichen Forschungsanstalten, den schweizerischen Universitäten, der ETHZ und mit den Industriebetrieben zusammen, die im Pflanzenschutz tätig sind, wie auch mit deutschen und osteuropäischen Wissenschaftlern. In der Entwicklungszusammenarbeit arbeitet es mit der GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit), der DEZA und Intercooperation in Bern zusammen. Seine Dienstleistungen sind sehr gefragt: Mit den damit verbundenen Einnahmen können drei Viertel der Betriebskosten des Zentrums gedeckt werden.</p><p>Ursprünglich wurde das CABI 1913 für die Anforderungen der tropischen Landwirtschaft in den britischen Kolonien gegründet. Nach deren Unabhängigkeit ist daraus eine zwischenstaatliche Organisation entstanden, der die Mitgliedstaaten des Commonwealth und inzwischen auch zahlreiche andere Länder angehören.</p><p>1998 feiert das CABI seine 50-jährige Niederlassung in der Schweiz. Es ist höchste Zeit, dass die Schweiz dieser internationalen Organisation beitritt, deren Nutzen sowohl für die Schädlingsbekämpfung in den gemässigten und den tropischen Zonen als auch für die Entwicklungszusammenarbeit erwiesen ist. Ein Beitritt der Schweiz wäre der beste Beweis dafür, dass unser Land die Qualität und den Nutzen der Aktivitäten des CABI anerkennt und es zu würdigen weiss, dass die Organisation Delémont als Standort für ihr einziges Zentrum auf dem europäischen Festland auserwählt hat. Die DEZA, welche auf die Dienstleistungen des CABI angewiesen ist und an dieses bereits einen freiwilligen Beitrag entrichtet, könnte den statutarischen Beitrag (ungefähr 100 000 Franken) in sein gegenwärtiges Budget für die multilaterale Zusammenarbeit aufnehmen und, im Einvernehmen mit dem BAG und dem BUWAL, die Schweiz in den Organen des CABI vertreten, wie sie das bereits in der beratenden Gruppe für internationale Agrarforschung (CGIAR) tut.</p><p>Da es sich um einen Beitritt zu einer zwischenstaatlichen Organisation handelt, verlangt unsere Verfassung einen Entscheid der eidgenössischen Räte.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen.
    • <p>1. Der Bundesrat ist gebeten, den eidgenössischen Räten eine Botschaft zu überweisen, in der er den Beitritt der Schweiz zum Centre for Agriculture and Biosciences International, CABI (Internationales Zentrum für Landwirtschaft und Biowissenschaften), vorschlägt. Es handelt sich um eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Grossbritannien, die in Delsberg ein Zentrum für angewandte Forschung betreibt.</p><p>2. Die mit diesem Beitritt verbundenen Beiträge müssen von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des EDA im Rahmen des bestehenden Budgets übernommen werden und dürfen dem Bund keine zusätzlichen Kosten verursachen.</p>
    • Internationales Zentrum für Landwirtschaft und Biowissenschaften. Beitritt der Schweiz

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