Eidg. Akademie der musischen Künste

ShortId
98.3473
Id
19983473
Updated
25.06.2025 02:22
Language
de
Title
Eidg. Akademie der musischen Künste
AdditionalIndexing
Bühnenkünste;Musik;schöne Künste;Hochschulwesen
1
  • L04K13020501, Hochschulwesen
  • L04K01060401, schöne Künste
  • L04K01060407, Musik
  • L04K01060402, Bühnenkünste
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Im Hinblick auf Ausstrahlung und Erfolg des schweizerischen Kunstschaffens in den Bereichen Musik, Tanz und Theater wäre es von Vorteil, eine eidgenössische Musik- und Kunstakademie auf Hochschulebene zu schaffen. Beispiele in unseren Nachbarländern, zu denken etwa an Österreich, belegen eindrücklich, dass die Konzentration der Kräfte notwendig ist, um an der Spitze mithalten zu können. Heute stehen diesem Vorhaben freilich rechtliche Probleme entgegen. Die berufliche Ausbildung liegt in diesen Bereichen in der Verantwortung der Kantone. Dem Beispiel der ETH folgend, sollte die Schaffung einer eidgenössischen Musikhochschule in Zusammenarbeit mit den Kantonen gleichwohl geprüft werden. Dies vor allem aus folgenden Gründen:</p><p>- Öffentliche Gelder sind optimaler einzusetzen. Anstatt unzählige kleinere Konservatorien zu unterstützen, sollen Bund und Kantone eine professionelle eidgenössische Musikakademie schaffen. Dadurch wird das Ausbildungsniveau gehoben und die Schweiz kann im internationalen Vergleich besser mithalten, was zurzeit nicht gegeben ist. Im Bereich Sport werden die gleichen Argumente von Bundesrat Ogi angeführt. Was für die Muskeln uns teuer ist, sollte uns für den Geist billig sein.</p><p>- Die eidgenössische Akademie soll folgende Sparten umfassen:</p><p>Instrumente, Gesang, Oper, Schauspiel, klassisches Ballett, Tanz.</p><p>- Es ist zu prüfen, ob die bestehende Schauspielakademie Zürich in das Konzept integriert werden kann.</p><p>- Durch eine eidgenössische Akademie können die Voraussetzungen geschaffen werden, hochqualifizierte Lehrkräfte zu verpflichten, die nicht mit Rücksicht auf die Studentenzahl verpflichtet und honoriert werden, wie es das Reglement für Fachhochschulen vorsieht. Diese Bestimmung steht einer Bestausbildung entgegen und führt dazu, dass wenig qualifizierte Studenten ausgebildet werden, die teils sogar von vornherein zukünftige Sozialfälle zu werden drohen und dies mit Unterstützung öffentlicher Gelder, was auch im Sinne von Sparmassnahmen unbedingt vermieden werden muss.</p><p>- Die Kantone und Gemeinden können durch eine eidgenössische Akademie finanziell entlastet werden.</p><p>- Durch entsprechend strenge Aufnahmebedingungen kann der Nachfrage besser entsprochen werden. Zurzeit werden an den bestehenden Konservatorien zu viele Studenten ausgebildet (s. Sozialfälle). Diesem Missstand kann mit einer unabhängigen Spitzeninstitution begegnet werden, ganz im Sinne einer ETH Zürich und einer Eidgenössischen Sportschule Magglingen.</p><p>- Die bestehenden Konservatorien in Fachhochschulen umzuwandeln genügt nicht. Vielmehr bedarf es einer grundlegenden Umstrukturierung sowohl in personeller wie fachlicher Hinsicht, um die bestehenden Missverhältnisse zu eliminieren.</p><p>- Durch eine qualifizierte Ausbildung muss es möglich sein, unseren jungen Talenten bessere Aufnahmebedingungen an unseren Institutionen zu schaffen (Orchester, Oper, Schauspiel).</p><p>- In den letzten zehn Jahren hat es ein einziger Schweizer am renommierten Genfer Gesangswettbewerb geschafft, einen dritten Rang zu belegen, was beweist, dass unsere Leute im internationalen Vergleich oft nicht mithalten können. Gleiches gilt für die Sparten Ballett und Musical.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Der Bundesrat wird ersucht, die Schaffung einer eidgenössischen Akademie der musischen Künste zu prüfen.</p>
  • Eidg. Akademie der musischen Künste
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Im Hinblick auf Ausstrahlung und Erfolg des schweizerischen Kunstschaffens in den Bereichen Musik, Tanz und Theater wäre es von Vorteil, eine eidgenössische Musik- und Kunstakademie auf Hochschulebene zu schaffen. Beispiele in unseren Nachbarländern, zu denken etwa an Österreich, belegen eindrücklich, dass die Konzentration der Kräfte notwendig ist, um an der Spitze mithalten zu können. Heute stehen diesem Vorhaben freilich rechtliche Probleme entgegen. Die berufliche Ausbildung liegt in diesen Bereichen in der Verantwortung der Kantone. Dem Beispiel der ETH folgend, sollte die Schaffung einer eidgenössischen Musikhochschule in Zusammenarbeit mit den Kantonen gleichwohl geprüft werden. Dies vor allem aus folgenden Gründen:</p><p>- Öffentliche Gelder sind optimaler einzusetzen. Anstatt unzählige kleinere Konservatorien zu unterstützen, sollen Bund und Kantone eine professionelle eidgenössische Musikakademie schaffen. Dadurch wird das Ausbildungsniveau gehoben und die Schweiz kann im internationalen Vergleich besser mithalten, was zurzeit nicht gegeben ist. Im Bereich Sport werden die gleichen Argumente von Bundesrat Ogi angeführt. Was für die Muskeln uns teuer ist, sollte uns für den Geist billig sein.</p><p>- Die eidgenössische Akademie soll folgende Sparten umfassen:</p><p>Instrumente, Gesang, Oper, Schauspiel, klassisches Ballett, Tanz.</p><p>- Es ist zu prüfen, ob die bestehende Schauspielakademie Zürich in das Konzept integriert werden kann.</p><p>- Durch eine eidgenössische Akademie können die Voraussetzungen geschaffen werden, hochqualifizierte Lehrkräfte zu verpflichten, die nicht mit Rücksicht auf die Studentenzahl verpflichtet und honoriert werden, wie es das Reglement für Fachhochschulen vorsieht. Diese Bestimmung steht einer Bestausbildung entgegen und führt dazu, dass wenig qualifizierte Studenten ausgebildet werden, die teils sogar von vornherein zukünftige Sozialfälle zu werden drohen und dies mit Unterstützung öffentlicher Gelder, was auch im Sinne von Sparmassnahmen unbedingt vermieden werden muss.</p><p>- Die Kantone und Gemeinden können durch eine eidgenössische Akademie finanziell entlastet werden.</p><p>- Durch entsprechend strenge Aufnahmebedingungen kann der Nachfrage besser entsprochen werden. Zurzeit werden an den bestehenden Konservatorien zu viele Studenten ausgebildet (s. Sozialfälle). Diesem Missstand kann mit einer unabhängigen Spitzeninstitution begegnet werden, ganz im Sinne einer ETH Zürich und einer Eidgenössischen Sportschule Magglingen.</p><p>- Die bestehenden Konservatorien in Fachhochschulen umzuwandeln genügt nicht. Vielmehr bedarf es einer grundlegenden Umstrukturierung sowohl in personeller wie fachlicher Hinsicht, um die bestehenden Missverhältnisse zu eliminieren.</p><p>- Durch eine qualifizierte Ausbildung muss es möglich sein, unseren jungen Talenten bessere Aufnahmebedingungen an unseren Institutionen zu schaffen (Orchester, Oper, Schauspiel).</p><p>- In den letzten zehn Jahren hat es ein einziger Schweizer am renommierten Genfer Gesangswettbewerb geschafft, einen dritten Rang zu belegen, was beweist, dass unsere Leute im internationalen Vergleich oft nicht mithalten können. Gleiches gilt für die Sparten Ballett und Musical.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Der Bundesrat wird ersucht, die Schaffung einer eidgenössischen Akademie der musischen Künste zu prüfen.</p>
    • Eidg. Akademie der musischen Künste

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