Weltkonferenz von Kairo. Einhaltung der Verpflichtungen

ShortId
98.3499
Id
19983499
Updated
25.06.2025 02:23
Language
de
Title
Weltkonferenz von Kairo. Einhaltung der Verpflichtungen
AdditionalIndexing
Gesundheitszustand;Entwicklungszusammenarbeit;internationales Treffen;Familienplanung;Sexualerziehung;Bevölkerungsentwicklung
1
  • L03K010704, Bevölkerungsentwicklung
  • L03K100104, Entwicklungszusammenarbeit
  • L04K01050523, Gesundheitszustand
  • L04K13020106, Sexualerziehung
  • L03K010302, Familienplanung
  • L04K10020107, internationales Treffen
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Für die Gesundheit der Bevölkerung - namentlich für die Gesundheit der Frauen und Mädchen - ist es absolut zentral, dass Informationen und geeignete Gesundheitsdienste für die Bereiche Sexualität und Fortpflanzung vorhanden sind. Mit anderen Worten sind in den Entwicklungsländern - gleich wie in unserem Land - Sexualerziehung und Familienplanung ausserordentlich wichtig. Wir wissen, dass die menschliche Entwicklung der Schlüssel für die Entwicklung eines Landes ist und dass die Gesundheit, die Erziehung und eine grössere Autonomie der Individuen dazu beitragen. Wir sind auch davon überzeugt, dass sich die Situation der Frauen in jedem Land verbessert, wenn sie Zugang haben zu Informationen über die Gesundheit und dadurch die Möglichkeit erhalten, über die Grösse der Familie zu entscheiden oder, namentlich im Falle der Jugendlichen, sich gegen ungewollte Schwangerschaften oder gegen sexuell übertragbare Krankheiten zu schützen.</p><p>Bekanntlich sind in zahlreichen Ländern die Schulausbildung sowohl in Primar- wie auch in Sekundarschulen und die gesundheitliche Grundversorgung ungenügend. Diese Mängel wirken sich so dramatisch aus, dass beispielsweise jedes Jahr mehr als 580 000 Frauen an den Folgen einer Schwangerschaft oder einer Geburt sterben.</p><p>Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit ist auf diesem Gebiet bei weitem nicht die aktivste.</p><p>Deshalb sind wir der Auffassung, dass die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit bei der Setzung ihrer Schwerpunkte dieser Frage besser Rechnung tragen und den positiven Einfluss nicht unterschätzen sollte, den eine schweizerische Unterstützung von Massnahmen hätte, die ihre Partner eingeleitet haben.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Wie die Länder der internationalen Staatengemeinschaft hat sich auch die Schweiz anlässlich der Weltkonferenz über Bevölkerung und Entwicklung 1994 in Kairo dazu verpflichtet, im Bereich der Bevölkerung ihre Unterstützung zu erhöhen. Mit der Umsetzung dieser Absicht scheint es nun aber zu hapern.</p><p>Wir ersuchen den Bundesrat, in diesem Bereich, insbesondere im Rahmen seiner Entwicklungszusammenarbeit, eine aktivere Politik zu verfolgen.</p>
  • Weltkonferenz von Kairo. Einhaltung der Verpflichtungen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Für die Gesundheit der Bevölkerung - namentlich für die Gesundheit der Frauen und Mädchen - ist es absolut zentral, dass Informationen und geeignete Gesundheitsdienste für die Bereiche Sexualität und Fortpflanzung vorhanden sind. Mit anderen Worten sind in den Entwicklungsländern - gleich wie in unserem Land - Sexualerziehung und Familienplanung ausserordentlich wichtig. Wir wissen, dass die menschliche Entwicklung der Schlüssel für die Entwicklung eines Landes ist und dass die Gesundheit, die Erziehung und eine grössere Autonomie der Individuen dazu beitragen. Wir sind auch davon überzeugt, dass sich die Situation der Frauen in jedem Land verbessert, wenn sie Zugang haben zu Informationen über die Gesundheit und dadurch die Möglichkeit erhalten, über die Grösse der Familie zu entscheiden oder, namentlich im Falle der Jugendlichen, sich gegen ungewollte Schwangerschaften oder gegen sexuell übertragbare Krankheiten zu schützen.</p><p>Bekanntlich sind in zahlreichen Ländern die Schulausbildung sowohl in Primar- wie auch in Sekundarschulen und die gesundheitliche Grundversorgung ungenügend. Diese Mängel wirken sich so dramatisch aus, dass beispielsweise jedes Jahr mehr als 580 000 Frauen an den Folgen einer Schwangerschaft oder einer Geburt sterben.</p><p>Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit ist auf diesem Gebiet bei weitem nicht die aktivste.</p><p>Deshalb sind wir der Auffassung, dass die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit bei der Setzung ihrer Schwerpunkte dieser Frage besser Rechnung tragen und den positiven Einfluss nicht unterschätzen sollte, den eine schweizerische Unterstützung von Massnahmen hätte, die ihre Partner eingeleitet haben.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Wie die Länder der internationalen Staatengemeinschaft hat sich auch die Schweiz anlässlich der Weltkonferenz über Bevölkerung und Entwicklung 1994 in Kairo dazu verpflichtet, im Bereich der Bevölkerung ihre Unterstützung zu erhöhen. Mit der Umsetzung dieser Absicht scheint es nun aber zu hapern.</p><p>Wir ersuchen den Bundesrat, in diesem Bereich, insbesondere im Rahmen seiner Entwicklungszusammenarbeit, eine aktivere Politik zu verfolgen.</p>
    • Weltkonferenz von Kairo. Einhaltung der Verpflichtungen

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