NEAT. Zimmerberg-Basistunnel

ShortId
99.410
Id
19990410
Updated
14.11.2025 06:50
Language
de
Title
NEAT. Zimmerberg-Basistunnel
AdditionalIndexing
freie Schlagwörter: Zimmerberg;Schienennetz;Kunstbauwerk;NEAT
1
  • L05K1802020201, Kunstbauwerk
  • L05K1803020701, NEAT
  • L04K18030207, Schienennetz
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der 800 Millionen Franken teure Zimmerbergtunnel bildet im Konzept der redimensionierten, respektive etappierten NEAT einen wichtigen Baustein und sollte, wie es der Bundesrat in einer Antwort auf eine Interpellation festgehalten hat, "im Zeitpunkt der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels betriebsbereit sein". In der ersten Phase soll dabei der Gotthard-Basistunnel realisiert werden und in der zweiten Phase der Zimmerbergtunnel Teil NEAT (2006 bis 2013). Dieses am 20.03.1998 durch die eidgenössischen Räte verabschiedete Vorgehen würde bedeuten, dass der Zimmerbergtunnel Teil NEAT unabhängig vom Zimmerbergtunnel Teil Bahn 2000 realisiert würde. Wenn nun der Zimmerbergtunnel Teil NEAT ab Nidelbad direkt im Anschluss an den Teil für die Bahn 2000 (zweite Doppelspur Zürich-Thalwil) realisiert würde, müsste die bereits in Betrieb stehende, über 2000 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine nicht in Thalwil demontiert und zum geplanten Baubeginn des Zimmerbergtunnels im Jahre 2006 in Nidelbad/Thalwil wieder montiert werden. Vielmehr könnte diese direkt weiter nach Litti bei Baar gesteuert werden. Dies brächte folgende Vorteile mit sich:</p><p>Erhebliche Senkung der Baukosten</p><p>Es liegt auf der Hand, dass die Montage und Demontage der gigantischen Tunnelbohrmaschine massive Kosten verursacht. Beim Zimmerbergtunnel ist dabei die Situation so, dass die Tunnelbohrmaschine nach Fertigstellung des Tunnels zwischen Zürich und Thalwil (Zimmerbergtunnel Teil Bahn 2000) praktisch bereits am Ausgangspunkt des Baus des Zimmerbergtunnels Teil NEAT, nämlich bei der Abzweigung Nidelbad, steht. Falls sie nicht demontiert werden muss, sondern ohne Verzug Richtung Litti bei Baar (Zimmerbergtunnel Teil NEAT) weiter bohrt, können die Zügelkosten in der Höhe von 50 bis 90 Millionen Franken eingespart werden.</p><p>Frühere Inbetriebnahme</p><p>Zusätzlich zu den betriebswirtschaftlichen Aspekten ergäbe sich bei einer vorzeitigen Inbetriebnahme des Zimmerbergtunnels auch ein grosser volkswirtschaftlicher Nutzen. Der Zimmerbergtunnel Teil NEAT würde bereits 2006/07 - nicht wie vorgesehen im Jahre 2013 - für eine attraktive Verbindung Innerschweiz-Zürich zur Verfügung stehen. Davon würden nicht nur die Innerschweizer Kantone profitieren.</p><p>Günstigere Umweltauswirkungen</p><p>Im weiteren reduziert sich durch den direkt anschliessenden Einsatz der Tunnelbohrmaschine in Richtung Zug auch die für den Installationsplatz benötigte Fläche im landschaftlich heiklen Gebiet Litti gegenüber einem späteren Bau von etwa 15 auf 3 ha. Dies ist möglich, weil die für den Zimmerbergtunnel Teil Bahn 2000 bestehende Infrastruktur auf der Allmend Brunau bei Zürich auch für den Bau des Zimmerbergtunnels Teil NEAT verwendet werden kann. Dieses Vorgehen führt zu geringeren Umweltbelastungen als die Variante eines Vortriebs mit grossem Installationsplatz in Litti. Sowohl die geringeren beanspruchten Flächen als auch die Möglichkeit des Abtransports des Abbruchmaterials per Bahn sprechen demnach für diese Variante.</p><p>Reduktion der Bauzeit</p><p>Durch den vorzeitigen Bau des Zimmerbergtunnels Teil NEAT reduziert sich die Bauzeit, wie ein entsprechendes Vorprojekt der SBB ergeben hat, von sechs auf vier Jahre. Das Hauptproblem des Vorschlages stellt aber unbestritten die Finanzierung dar, da bei einer vorzeitigen Realisierung des Projekts Zimmerbergtunnel Teil NEAT rund 615 Millionen Franken etwa sieben Jahre früher als bei der NEAT-Gesamtfinanzierung vorgesehen zur Verfügung stehen müssen. Eine Lösung der Finanzierungsfrage müsste innerhalb des Fonds für Eisenbahnprojekte gesucht werden. Da die Plangenehmigungsverfahren einige Zeit beanspruchen werden, sollte der Vorschlag so schnell wie möglich vom Parlament behandelt werden.</p>
  • <p>Gegenwärtig wird für die Bahn 2000 der erste Teil des Zimmerbergtunnels (zweite Doppelspurstrecke zwischen Zürich und Thalwil) gebaut. Der neue Tunnel kann - ein planmässiges Fortschreiten der Arbeiten vorausgesetzt - im Jahre 2003 in Betrieb genommen werden. Wenn unmittelbar nach Abschluss dieser Arbeiten die seit September 1998 in Betrieb stehende, über 2000 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine ohne Verzug von der Abzweigung Nidelbad (kurz vor Thalwil) Richtung Litti/Baar (Zimmerbergtunnel Teil NEAT) im Bohreinsatz belassen wird, können die Baukosten für das Gesamtbauwerk massiv, d.h. um zwischen 50 bis 90 Millionen Franken, gesenkt werden. Vor diesem Hintergrund wird vorgeschlagen, das NEAT-Bauprogramm wie folgt zu ändern:</p><p>Vorverlegung des Baubeginns des Zimmerbergtunnels Teil NEAT unmittelbar nach Fertigstellung der zweiten Doppelspurstrecke zwischen Zürich und Thalwil (Zimmerbergtunnel Teil Bahn 2000). Für die Finanzierung ist eine Lösung innerhalb des Fonds für Eisenbahnprojekte zu suchen.</p>
  • NEAT. Zimmerberg-Basistunnel
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der 800 Millionen Franken teure Zimmerbergtunnel bildet im Konzept der redimensionierten, respektive etappierten NEAT einen wichtigen Baustein und sollte, wie es der Bundesrat in einer Antwort auf eine Interpellation festgehalten hat, "im Zeitpunkt der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels betriebsbereit sein". In der ersten Phase soll dabei der Gotthard-Basistunnel realisiert werden und in der zweiten Phase der Zimmerbergtunnel Teil NEAT (2006 bis 2013). Dieses am 20.03.1998 durch die eidgenössischen Räte verabschiedete Vorgehen würde bedeuten, dass der Zimmerbergtunnel Teil NEAT unabhängig vom Zimmerbergtunnel Teil Bahn 2000 realisiert würde. Wenn nun der Zimmerbergtunnel Teil NEAT ab Nidelbad direkt im Anschluss an den Teil für die Bahn 2000 (zweite Doppelspur Zürich-Thalwil) realisiert würde, müsste die bereits in Betrieb stehende, über 2000 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine nicht in Thalwil demontiert und zum geplanten Baubeginn des Zimmerbergtunnels im Jahre 2006 in Nidelbad/Thalwil wieder montiert werden. Vielmehr könnte diese direkt weiter nach Litti bei Baar gesteuert werden. Dies brächte folgende Vorteile mit sich:</p><p>Erhebliche Senkung der Baukosten</p><p>Es liegt auf der Hand, dass die Montage und Demontage der gigantischen Tunnelbohrmaschine massive Kosten verursacht. Beim Zimmerbergtunnel ist dabei die Situation so, dass die Tunnelbohrmaschine nach Fertigstellung des Tunnels zwischen Zürich und Thalwil (Zimmerbergtunnel Teil Bahn 2000) praktisch bereits am Ausgangspunkt des Baus des Zimmerbergtunnels Teil NEAT, nämlich bei der Abzweigung Nidelbad, steht. Falls sie nicht demontiert werden muss, sondern ohne Verzug Richtung Litti bei Baar (Zimmerbergtunnel Teil NEAT) weiter bohrt, können die Zügelkosten in der Höhe von 50 bis 90 Millionen Franken eingespart werden.</p><p>Frühere Inbetriebnahme</p><p>Zusätzlich zu den betriebswirtschaftlichen Aspekten ergäbe sich bei einer vorzeitigen Inbetriebnahme des Zimmerbergtunnels auch ein grosser volkswirtschaftlicher Nutzen. Der Zimmerbergtunnel Teil NEAT würde bereits 2006/07 - nicht wie vorgesehen im Jahre 2013 - für eine attraktive Verbindung Innerschweiz-Zürich zur Verfügung stehen. Davon würden nicht nur die Innerschweizer Kantone profitieren.</p><p>Günstigere Umweltauswirkungen</p><p>Im weiteren reduziert sich durch den direkt anschliessenden Einsatz der Tunnelbohrmaschine in Richtung Zug auch die für den Installationsplatz benötigte Fläche im landschaftlich heiklen Gebiet Litti gegenüber einem späteren Bau von etwa 15 auf 3 ha. Dies ist möglich, weil die für den Zimmerbergtunnel Teil Bahn 2000 bestehende Infrastruktur auf der Allmend Brunau bei Zürich auch für den Bau des Zimmerbergtunnels Teil NEAT verwendet werden kann. Dieses Vorgehen führt zu geringeren Umweltbelastungen als die Variante eines Vortriebs mit grossem Installationsplatz in Litti. Sowohl die geringeren beanspruchten Flächen als auch die Möglichkeit des Abtransports des Abbruchmaterials per Bahn sprechen demnach für diese Variante.</p><p>Reduktion der Bauzeit</p><p>Durch den vorzeitigen Bau des Zimmerbergtunnels Teil NEAT reduziert sich die Bauzeit, wie ein entsprechendes Vorprojekt der SBB ergeben hat, von sechs auf vier Jahre. Das Hauptproblem des Vorschlages stellt aber unbestritten die Finanzierung dar, da bei einer vorzeitigen Realisierung des Projekts Zimmerbergtunnel Teil NEAT rund 615 Millionen Franken etwa sieben Jahre früher als bei der NEAT-Gesamtfinanzierung vorgesehen zur Verfügung stehen müssen. Eine Lösung der Finanzierungsfrage müsste innerhalb des Fonds für Eisenbahnprojekte gesucht werden. Da die Plangenehmigungsverfahren einige Zeit beanspruchen werden, sollte der Vorschlag so schnell wie möglich vom Parlament behandelt werden.</p>
    • <p>Gegenwärtig wird für die Bahn 2000 der erste Teil des Zimmerbergtunnels (zweite Doppelspurstrecke zwischen Zürich und Thalwil) gebaut. Der neue Tunnel kann - ein planmässiges Fortschreiten der Arbeiten vorausgesetzt - im Jahre 2003 in Betrieb genommen werden. Wenn unmittelbar nach Abschluss dieser Arbeiten die seit September 1998 in Betrieb stehende, über 2000 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine ohne Verzug von der Abzweigung Nidelbad (kurz vor Thalwil) Richtung Litti/Baar (Zimmerbergtunnel Teil NEAT) im Bohreinsatz belassen wird, können die Baukosten für das Gesamtbauwerk massiv, d.h. um zwischen 50 bis 90 Millionen Franken, gesenkt werden. Vor diesem Hintergrund wird vorgeschlagen, das NEAT-Bauprogramm wie folgt zu ändern:</p><p>Vorverlegung des Baubeginns des Zimmerbergtunnels Teil NEAT unmittelbar nach Fertigstellung der zweiten Doppelspurstrecke zwischen Zürich und Thalwil (Zimmerbergtunnel Teil Bahn 2000). Für die Finanzierung ist eine Lösung innerhalb des Fonds für Eisenbahnprojekte zu suchen.</p>
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