Bundesaufträge. Fragwürdige Statistik
- ShortId
-
99.1174
- Id
-
19991174
- Updated
-
24.06.2025 22:32
- Language
-
de
- Title
-
Bundesaufträge. Fragwürdige Statistik
- AdditionalIndexing
-
Submissionswesen;Jura (Kanton);Statistik
- 1
-
- L04K07010305, Submissionswesen
- L05K0301010109, Jura (Kanton)
- L03K020218, Statistik
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>1. Recherchen ergaben, dass die Beschaffungsstatistik des Bundes im Rechnungsjahr 1998 bezüglich der Auftragsvergaben an den Kanton Jura tatsächlich falsche Werte ausweist. Der Fehler ist bei der Datenaufbereitung zum Erstellen der Statistik entstanden.</p><p>Bei einer Beschaffungsstelle wurde irrtümlicherweise ein technisch bedingtes rechnerisches Zwischentotal über den Betrag von 344 Millionen Franken als getätigte Beschaffung an den Kanton Jura gekennzeichnet und an das EFD weitergeleitet. Dieser Fehler wirkte sich weiter auf die nachgelagerte Verarbeitung und Auswertung aus.</p><p>Die bereinigten Werte der an den Kanton Jura vergebenen Güteraufträge des Bundes im Rechnungsjahr 1998 in den verschiedenen Wirtschaftsgruppen betragen: Nahrungsmittel: 62 451 Franken; Textilien: 358 206 Franken; Bekleidung: 3 965 294 Franken; Papier/Kartonage: 1220 Franken; Druck/Grafik: 141 688 Franken; Leder/Kautschuk: 3446 Franken; Chemie: 78 458 Franken; Metalle: 1 655 755 Franken; Maschinen/Apparate: 297 098 Franken; Fahrzeuge: 230 575 Franken; Elektronik: 436 322 Franken; Sportgeräte: 0 Franken; Holz und Kork: 6 465 942 Franken; Bürobedarf: 308 Franken; Brennstoffe: 424 731 Franken; Steine/Erde: 181 954 Franken; Software EDV: 2421 Franken; Miete Maschinen: 0 Franken; Wäscherei: 70 515 Franken; Verkehr: 24 092 Franken; Entwicklungsaufträge: 0 Franken; Land-/Forstwirtschaft: 303 170 Franken; Bergbau: 133 Franken; Kantone: 856 956 Franken; keiner Warengruppe zuteilbar: 680 888 Franken; Total: 16 241 623 Franken.</p><p>2. Die Verantwortung für die Richtigkeit der vergebenen Auftragswerte zur Erstellung der Beschaffungsstatistik liegt bei den Beschaffungsstellen. Der Bundesrat wird jedoch dafür besorgt sein, dass bei der Auswertung der Ergebnisse durch das EFD zusätzliche Kontrollmassnahmen eingebaut werden.</p><p>3. Seitens der übrigen Kantone wurde keine Kritik an der Beschaffungsstatistik für das Jahr 1998 geäussert.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die vom Bundesamt für Statistik in der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" (August 1999) publizierte Beschaffungsstatistik des Bundes 1998 enthält fragwürdige Angaben. So soll z. B. der Kanton Jura 17-mal mehr Bundesaufträge als 1997 erhalten haben, was der Realität in keiner Weise entspricht. Die Regierung des Kantons Jura hat vor kurzem auf die Frage eines Parlamentariers erklärt, dass das Bundesamt für Statistik bis heute noch keine zufriedenstellende Erklärung für die überraschenden Angaben abgegeben habe.</p><p>Aus diesen Gründen wende ich mich mit folgenden Fragen an den Bundesrat:</p><p>1. Teilt er die von der Regierung des Kantons Jura geäusserte Kritik?</p><p>2. Wenn ja, gedenkt er Massnahmen zu ergreifen, damit die betreffenden Angaben der Realität entsprechen?</p><p>3. Haben ihm auch andere Kantone ihre Kritik über die Beschaffungsstatistik des Bundes mitgeteilt?</p>
- Bundesaufträge. Fragwürdige Statistik
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>1. Recherchen ergaben, dass die Beschaffungsstatistik des Bundes im Rechnungsjahr 1998 bezüglich der Auftragsvergaben an den Kanton Jura tatsächlich falsche Werte ausweist. Der Fehler ist bei der Datenaufbereitung zum Erstellen der Statistik entstanden.</p><p>Bei einer Beschaffungsstelle wurde irrtümlicherweise ein technisch bedingtes rechnerisches Zwischentotal über den Betrag von 344 Millionen Franken als getätigte Beschaffung an den Kanton Jura gekennzeichnet und an das EFD weitergeleitet. Dieser Fehler wirkte sich weiter auf die nachgelagerte Verarbeitung und Auswertung aus.</p><p>Die bereinigten Werte der an den Kanton Jura vergebenen Güteraufträge des Bundes im Rechnungsjahr 1998 in den verschiedenen Wirtschaftsgruppen betragen: Nahrungsmittel: 62 451 Franken; Textilien: 358 206 Franken; Bekleidung: 3 965 294 Franken; Papier/Kartonage: 1220 Franken; Druck/Grafik: 141 688 Franken; Leder/Kautschuk: 3446 Franken; Chemie: 78 458 Franken; Metalle: 1 655 755 Franken; Maschinen/Apparate: 297 098 Franken; Fahrzeuge: 230 575 Franken; Elektronik: 436 322 Franken; Sportgeräte: 0 Franken; Holz und Kork: 6 465 942 Franken; Bürobedarf: 308 Franken; Brennstoffe: 424 731 Franken; Steine/Erde: 181 954 Franken; Software EDV: 2421 Franken; Miete Maschinen: 0 Franken; Wäscherei: 70 515 Franken; Verkehr: 24 092 Franken; Entwicklungsaufträge: 0 Franken; Land-/Forstwirtschaft: 303 170 Franken; Bergbau: 133 Franken; Kantone: 856 956 Franken; keiner Warengruppe zuteilbar: 680 888 Franken; Total: 16 241 623 Franken.</p><p>2. Die Verantwortung für die Richtigkeit der vergebenen Auftragswerte zur Erstellung der Beschaffungsstatistik liegt bei den Beschaffungsstellen. Der Bundesrat wird jedoch dafür besorgt sein, dass bei der Auswertung der Ergebnisse durch das EFD zusätzliche Kontrollmassnahmen eingebaut werden.</p><p>3. Seitens der übrigen Kantone wurde keine Kritik an der Beschaffungsstatistik für das Jahr 1998 geäussert.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die vom Bundesamt für Statistik in der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" (August 1999) publizierte Beschaffungsstatistik des Bundes 1998 enthält fragwürdige Angaben. So soll z. B. der Kanton Jura 17-mal mehr Bundesaufträge als 1997 erhalten haben, was der Realität in keiner Weise entspricht. Die Regierung des Kantons Jura hat vor kurzem auf die Frage eines Parlamentariers erklärt, dass das Bundesamt für Statistik bis heute noch keine zufriedenstellende Erklärung für die überraschenden Angaben abgegeben habe.</p><p>Aus diesen Gründen wende ich mich mit folgenden Fragen an den Bundesrat:</p><p>1. Teilt er die von der Regierung des Kantons Jura geäusserte Kritik?</p><p>2. Wenn ja, gedenkt er Massnahmen zu ergreifen, damit die betreffenden Angaben der Realität entsprechen?</p><p>3. Haben ihm auch andere Kantone ihre Kritik über die Beschaffungsstatistik des Bundes mitgeteilt?</p>
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