Vorbereitung der Rückkehr von Kriegsflüchtlingen und Befähigung zum Wiederaufbau
- ShortId
-
99.3291
- Id
-
19993291
- Updated
-
14.11.2025 07:15
- Language
-
de
- Title
-
Vorbereitung der Rückkehr von Kriegsflüchtlingen und Befähigung zum Wiederaufbau
- AdditionalIndexing
-
Ausbildung am Arbeitsplatz;Flüchtling;Kosovo;Kriegsopfer;Rückkehrbeihilfe;Weiterbildung;Flüchtlingshilfe im Ausland;Berufspraktikum
- 1
-
- L03K040104, Kriegsopfer
- L04K01080101, Flüchtling
- L05K0108030603, Rückkehrbeihilfe
- L06K030102040101, Kosovo
- L04K13020202, Berufspraktikum
- L04K10010701, Flüchtlingshilfe im Ausland
- L04K13020201, Ausbildung am Arbeitsplatz
- L04K13030203, Weiterbildung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Bundesrat und die politischen Parteien sind sich einig, dass der Wiederaufbau der kriegsversehrten Region oberste Priorität bei der Bewältigung der Kriegsfolgen auf dem Balkan hat und dass alles darangesetzt werden muss - nicht zuletzt im eigenen Interesse -, eine Stabilisierung der politischen Lage herbeizuführen.</p><p>Das setzt voraus, dass den Vertriebenen so rasch als möglich eine Perspektive eröffnet wird, die ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Eigenständigkeit wieder zu erlangen. Wer über längere Zeit keinen Anreiz zu selbständigem Handeln erhält, läuft Gefahr, die Fähigkeit zu selbständigem, auf materielle Unabhängigkeit gerichtetem Handeln zu verlieren.</p><p>Die Beschäftigungsprogramme sollen den Flüchtlingen die Möglichkeit geben, ihren Aufenthalt in der Schweiz zu nutzen, um ihre Fähigkeiten zur Teilnahme am Wiederaufbau zu stärken. Wenn der Wiederaufbau so weit fortgeschritten ist, dass eine sichere Rückkehr möglich ist, sollen die erworbenen Fähigkeiten gezielt zum Einsatz kommen. Im Rahmen des Wiederaufbauprogramms ist vorzusehen, dass Kurse und Ausbildungsprogramme auch vor Ort beendet werden können. Wo das nicht möglich ist, sollen sie in der Schweiz abgeschlossen werden.</p>
- <p>Eine erweiterte Lenkungsgruppe des Sicherheitsausschusses koordiniert die Arbeiten der Departemente im Zusammenhang mit dem Konflikt in Kosovo. Zu den vorgesehenen Massnahmen gehören auch Beschäftigungs- und Ausbildungsprogramme, die den Geflüchteten aus jener Gegend die Rückkehr in ihre Heimat erleichtern sollen. Der Bundesrat wir dem Parlament zu diesem Zweck Mittel beantragen, für das laufende Jahr als Nachtragskredit und für das nächste Jahr mit dem Budget 2000. Die Programme werden insbesondere auch zeitlich auf die mit namhaften finanziellen Mitteln unterstützte Rückkehr- und Wiedereingliederungshilfe des Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF) abgestimmt. Das Schwergewicht der Ausbildungsprogramme wird deshalb voraussichtlich im Zeitraum Herbst 1999 bis Spätwinter 2000 liegen. Aufgrund der fortschreitenden Rückführungen ist es gar nicht möglich, Ausbildungsprogramme im vorgeschlagenen Umfang zu initiieren.</p><p>Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie zurzeit Ausbildungsprogramme vorbereitet, die noch in diesem Jahr anlaufen sollen; es stehen dafür insgesamt 5 Millionen Franken zur Verfügung.</p><p>Dem BFF stehen für Beschäftigungsprogramme und für ausbildungsorientierte Rückkehrprojekte für dieses und nächstes Jahr 16,5 Millionen Franken zur Verfügung. Die Wiederaufbauhilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit in Kosovo enthält ebenfalls eine gewisse Ausbildungskomponente, die allerdings nicht in Franken beziffert werden kann.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament kurzfristig einen Kredit von 36 Millionen Franken für Beschäftigungsprogramme zur Stärkung der Rückkehrfähigkeit und zur Befähigung der Kriegsflüchtlinge zur Teilnahme am Wiederaufbau zu beantragen, u. a. mit:</p><p>- handwerklichen Kursen (für Schreiner, Maurer, Techniker);</p><p>- Angeboten zur Schulung von Krankenschwestern und Pflegern sowie Sozialarbeiterinnen und -arbeitern;</p><p>- Spezialkursen für pädagogisch Tätige;</p><p>- Weiterbildungskursen im kaufmännischen Bereich;</p><p>- Angeboten zur landwirtschaftlichen Weiterbildung;</p><p>- Kursen zur Vorbereitung auf Hilfseinsätze;</p><p>- speziellen Ausbildungs- und Lehrangeboten für Jugendliche.</p><p>Die Beschäftigungsprogramme sind in Zusammenarbeit mit den Kantonen, den kosovo-albanischen Gemeinschaften und den Hilfswerken zu entwickeln.</p>
- Vorbereitung der Rückkehr von Kriegsflüchtlingen und Befähigung zum Wiederaufbau
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Der Bundesrat und die politischen Parteien sind sich einig, dass der Wiederaufbau der kriegsversehrten Region oberste Priorität bei der Bewältigung der Kriegsfolgen auf dem Balkan hat und dass alles darangesetzt werden muss - nicht zuletzt im eigenen Interesse -, eine Stabilisierung der politischen Lage herbeizuführen.</p><p>Das setzt voraus, dass den Vertriebenen so rasch als möglich eine Perspektive eröffnet wird, die ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Eigenständigkeit wieder zu erlangen. Wer über längere Zeit keinen Anreiz zu selbständigem Handeln erhält, läuft Gefahr, die Fähigkeit zu selbständigem, auf materielle Unabhängigkeit gerichtetem Handeln zu verlieren.</p><p>Die Beschäftigungsprogramme sollen den Flüchtlingen die Möglichkeit geben, ihren Aufenthalt in der Schweiz zu nutzen, um ihre Fähigkeiten zur Teilnahme am Wiederaufbau zu stärken. Wenn der Wiederaufbau so weit fortgeschritten ist, dass eine sichere Rückkehr möglich ist, sollen die erworbenen Fähigkeiten gezielt zum Einsatz kommen. Im Rahmen des Wiederaufbauprogramms ist vorzusehen, dass Kurse und Ausbildungsprogramme auch vor Ort beendet werden können. Wo das nicht möglich ist, sollen sie in der Schweiz abgeschlossen werden.</p>
- <p>Eine erweiterte Lenkungsgruppe des Sicherheitsausschusses koordiniert die Arbeiten der Departemente im Zusammenhang mit dem Konflikt in Kosovo. Zu den vorgesehenen Massnahmen gehören auch Beschäftigungs- und Ausbildungsprogramme, die den Geflüchteten aus jener Gegend die Rückkehr in ihre Heimat erleichtern sollen. Der Bundesrat wir dem Parlament zu diesem Zweck Mittel beantragen, für das laufende Jahr als Nachtragskredit und für das nächste Jahr mit dem Budget 2000. Die Programme werden insbesondere auch zeitlich auf die mit namhaften finanziellen Mitteln unterstützte Rückkehr- und Wiedereingliederungshilfe des Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF) abgestimmt. Das Schwergewicht der Ausbildungsprogramme wird deshalb voraussichtlich im Zeitraum Herbst 1999 bis Spätwinter 2000 liegen. Aufgrund der fortschreitenden Rückführungen ist es gar nicht möglich, Ausbildungsprogramme im vorgeschlagenen Umfang zu initiieren.</p><p>Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie zurzeit Ausbildungsprogramme vorbereitet, die noch in diesem Jahr anlaufen sollen; es stehen dafür insgesamt 5 Millionen Franken zur Verfügung.</p><p>Dem BFF stehen für Beschäftigungsprogramme und für ausbildungsorientierte Rückkehrprojekte für dieses und nächstes Jahr 16,5 Millionen Franken zur Verfügung. Die Wiederaufbauhilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit in Kosovo enthält ebenfalls eine gewisse Ausbildungskomponente, die allerdings nicht in Franken beziffert werden kann.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament kurzfristig einen Kredit von 36 Millionen Franken für Beschäftigungsprogramme zur Stärkung der Rückkehrfähigkeit und zur Befähigung der Kriegsflüchtlinge zur Teilnahme am Wiederaufbau zu beantragen, u. a. mit:</p><p>- handwerklichen Kursen (für Schreiner, Maurer, Techniker);</p><p>- Angeboten zur Schulung von Krankenschwestern und Pflegern sowie Sozialarbeiterinnen und -arbeitern;</p><p>- Spezialkursen für pädagogisch Tätige;</p><p>- Weiterbildungskursen im kaufmännischen Bereich;</p><p>- Angeboten zur landwirtschaftlichen Weiterbildung;</p><p>- Kursen zur Vorbereitung auf Hilfseinsätze;</p><p>- speziellen Ausbildungs- und Lehrangeboten für Jugendliche.</p><p>Die Beschäftigungsprogramme sind in Zusammenarbeit mit den Kantonen, den kosovo-albanischen Gemeinschaften und den Hilfswerken zu entwickeln.</p>
- Vorbereitung der Rückkehr von Kriegsflüchtlingen und Befähigung zum Wiederaufbau
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