Schulung von Flüchtlingskindern. Unterstützung der Kantone

ShortId
99.3294
Id
19993294
Updated
10.04.2024 14:19
Language
de
Title
Schulung von Flüchtlingskindern. Unterstützung der Kantone
AdditionalIndexing
Flüchtling;Einschulung;Kosovo;Schüler/in;Lehrkraft
1
  • L04K01080101, Flüchtling
  • L06K030102040101, Kosovo
  • L04K13030110, Einschulung
  • L05K1301020102, Lehrkraft
  • L05K1301020103, Schüler/in
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Aufnahme von Kindern in Schulklassen, in denen in einer Sprache gesprochen und unterrichtet wird, die sie nicht kennen, ist eine Herausforderung für die Lehrkräfte. Das Problem ist bekannt, und es wird ihm in den Kantonen viel Aufmerksamkeit gewidmet und mit professionellen Massnahmen begegnet. Mit der Aufnahme einer erheblichen Zahl von Kindern, die aus einem Kriegsgebiet kommen, können zusätzliche Probleme auftauchen - quantitativer und qualitativer Art.</p><p>Es ist deshalb wichtig, dass den Schulen in diesen Fragen und bei der Lösung der Probleme Unterstützung geboten wird. Dem Beizug von Leuten, die aus dem Kulturkreis der Flüchtlinge stammen, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Unter Umständen kann es auch nötig werden, Transportmöglichkeiten zu schaffen, wenn eine Schule mit der Aufnahme von Flüchtlingskindern in bezug auf ihren Zusammenhalt objektiv überfordert ist.</p>
  • <p>Die sozialdemokratische Fraktion verlangt, dass der Bund im Flüchtlingsbereich zusammen mit anderen Interessierten mobile regionale pädagogische Teams zur Unterstützung der Schulbehörden auf die Beine stellt.</p><p>Ein Gespräch der Vorsteherinnen von EDI und EJPD mit einer Delegation der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren vom 16. September 1999 hat klar ergeben, dass die mit dem vorliegenden Postulat anvisierte pädagogische Unterstützung der zuständigen kantonalen Behörden so nicht nötig und auch nicht erwünscht ist. Die Kantone wollen die sich im Zusammenhang mit den Flüchtlingen stellenden eigentlichen Schulfragen grundsätzlich selber lösen. Dies gilt insbesondere für den inhaltlich-pädagogischen Bereich. Der Bund soll sich ihres Erachtens demgegenüber auf die Betreuung und auf die Rückkehrhilfe konzentrieren und dort möglichst breite Unterstützung leisten.</p><p>Das Postulat ist deshalb im Einvernehmen mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren abzulehnen.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
  • <p>Der Bundesrat wird ersucht, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, den Asylkoordinationsstellen und den Hilfswerken mobile regionale pädagogische Teams auf die Beine zu stellen, welche die Schulbehörden bei der Bewältigung der Zusatzaufgaben unterstützen, die im Zusammenhang mit der Aufnahme einer erheblichen Zahl zusätzlicher Kinder von Flüchtlingsfamilien aus Kosovo entstehen. Lehrkräfte und weitere Personen mit pädagogischen Fähigkeiten aus dem Kulturkreis der Flüchtlinge sind zur Mitarbeit heranzuziehen.</p>
  • Schulung von Flüchtlingskindern. Unterstützung der Kantone
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Aufnahme von Kindern in Schulklassen, in denen in einer Sprache gesprochen und unterrichtet wird, die sie nicht kennen, ist eine Herausforderung für die Lehrkräfte. Das Problem ist bekannt, und es wird ihm in den Kantonen viel Aufmerksamkeit gewidmet und mit professionellen Massnahmen begegnet. Mit der Aufnahme einer erheblichen Zahl von Kindern, die aus einem Kriegsgebiet kommen, können zusätzliche Probleme auftauchen - quantitativer und qualitativer Art.</p><p>Es ist deshalb wichtig, dass den Schulen in diesen Fragen und bei der Lösung der Probleme Unterstützung geboten wird. Dem Beizug von Leuten, die aus dem Kulturkreis der Flüchtlinge stammen, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Unter Umständen kann es auch nötig werden, Transportmöglichkeiten zu schaffen, wenn eine Schule mit der Aufnahme von Flüchtlingskindern in bezug auf ihren Zusammenhalt objektiv überfordert ist.</p>
    • <p>Die sozialdemokratische Fraktion verlangt, dass der Bund im Flüchtlingsbereich zusammen mit anderen Interessierten mobile regionale pädagogische Teams zur Unterstützung der Schulbehörden auf die Beine stellt.</p><p>Ein Gespräch der Vorsteherinnen von EDI und EJPD mit einer Delegation der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren vom 16. September 1999 hat klar ergeben, dass die mit dem vorliegenden Postulat anvisierte pädagogische Unterstützung der zuständigen kantonalen Behörden so nicht nötig und auch nicht erwünscht ist. Die Kantone wollen die sich im Zusammenhang mit den Flüchtlingen stellenden eigentlichen Schulfragen grundsätzlich selber lösen. Dies gilt insbesondere für den inhaltlich-pädagogischen Bereich. Der Bund soll sich ihres Erachtens demgegenüber auf die Betreuung und auf die Rückkehrhilfe konzentrieren und dort möglichst breite Unterstützung leisten.</p><p>Das Postulat ist deshalb im Einvernehmen mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren abzulehnen.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
    • <p>Der Bundesrat wird ersucht, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, den Asylkoordinationsstellen und den Hilfswerken mobile regionale pädagogische Teams auf die Beine zu stellen, welche die Schulbehörden bei der Bewältigung der Zusatzaufgaben unterstützen, die im Zusammenhang mit der Aufnahme einer erheblichen Zahl zusätzlicher Kinder von Flüchtlingsfamilien aus Kosovo entstehen. Lehrkräfte und weitere Personen mit pädagogischen Fähigkeiten aus dem Kulturkreis der Flüchtlinge sind zur Mitarbeit heranzuziehen.</p>
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