Stundentakt auf der Linie Zürich-Stuttgart (via Zürich-Flughafen-Winterthur-Schaffhausen)
- ShortId
-
99.3359
- Id
-
19993359
- Updated
-
10.04.2024 09:29
- Language
-
de
- Title
-
Stundentakt auf der Linie Zürich-Stuttgart (via Zürich-Flughafen-Winterthur-Schaffhausen)
- AdditionalIndexing
-
Hochgeschwindigkeitsverkehr;Deutschland;Fahrplan;Italien;internationaler Verkehr;Zürich (Kanton);Schienennetz
- 1
-
- L04K18030207, Schienennetz
- L04K18010209, Hochgeschwindigkeitsverkehr
- L04K18010105, internationaler Verkehr
- L04K18010207, Fahrplan
- L04K03010105, Deutschland
- L05K0301010123, Zürich (Kanton)
- L04K03010503, Italien
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Nach dem neuen Fahrplanwechsel vom 30. Mai 1999 bestehen zwischen Zürich und Stuttgart lediglich fünf direkte Zugspaare. Die relativ kleinen Passagierzahlen zwischen Zürich und der deutschen Nachbarstadt Stuttgart auf der Schiene lassen sich zu einem guten Teil auf die relativ schlechten Bahnverbindungen zurückführen (zu geringe Zahl an Fahrmöglichkeiten, relativ lange Fahrzeiten). Mit der Verdichtung des Fahrplanes auf einen regelmässigen Stundentakt liesse sich wenigstens einer der Mängel der Bahnverbindung beheben.</p><p>Seit langem fordert das Bundesland Baden-Württemberg, dass die Züge Stuttgart-Zürich via Zürich-Flughafen geführt werden. Für die Verbindung Stuttgart-Zürich ist es zudem von entscheidender Bedeutung, dass die bestehende, umsteigefreie Verbindung Stuttgart-Zürich-Mailand nicht in Zürich unterbrochen wird. Es muss eine Lösung gefunden werden, bei der die Neigezüge (sowohl diejenigen der Deutsche Bahn AG als auch diejenigen der Cisalpino AG) jeweils als durchgehende Züge geführt werden.</p><p>An einer Pressekonferenz vom 29. Mai 1997 forderte auf Schaffhauser Seite die Wers-Projektgruppe "Direkter Flughafenanschluss" einen direkten Bahnanschluss von Schaffhausen an den Flughafen. Als konkretes Ziel wird die Schaffung einer umsteigefreien Bahnverbindung im Stundentakt zwischen Schaffhausen und Zürich Flughafen gefordert.</p><p>Zweckmässigerweise ist die Schaffhauser Forderung nach einem Stundentakt zwischen Schaffhausen und Zürich Flughafen mit dem längst vorhandenen Begehren nach der Führung der IC-Züge zwischen Stuttgart und Zürich über Winterthur-Zürich Flughafen zu kombinieren. Die Verdichtung auf den Stundentakt ist nötig, um die Passagierzahlen markant erhöhen zu können. Je früher die Projektierung und Planung für eine solche Verbindung begonnen wird, desto rascher kann diese vom Bedarf her ausgewiesene Verbindung eingerichtet werden.</p>
- <p>Der Personenfernverkehr gehört zum unternehmerischen Bereich der SBB AG, für den der Bundesrat nicht zuständig ist. Gerade mit der Bahnreform wird hier von der SBB AG ein positives Ergebnis und eine Unternehmensführung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen erwartet.</p><p>Die SBB AG äussert sich zum Anliegen des Postulates wie folgt:</p><p>"Eine von der Deutsche Bahn AG und den SBB im Jahre 1998 eingesetzte Arbeitsgruppe erarbeitet derzeit Szenarien für eine betriebswirtschaftlich verantwortbare und die Bedürfnisse des Verkehrsmarktes berücksichtigende Angebotsgestaltung auf der Achse Zürich-Stuttgart. Im Rahmen dieser Untersuchungen stehen ab Fahrplan 2005 drei Varianten zur Diskussion:</p><p>- integraler 2-Stunden-Takt, in der Schweiz taktintegriert via Bülach;</p><p>- integraler 2-Stunden-Takt, in der Schweiz überlagert via Winterthur-Zürich-Flughafen;</p><p>- Weiterführung des Angebotes 1999/2000.</p><p>Dabei gilt es zu beachten, dass im grenzüberschreitenden Verkehr Zürich-Stuttgart die Passagierzahlen seit Jahren praktisch konstant bei etwa 1000 Reisenden liegen (durchschnittliche Passagierzahl pro Tag in beiden Richtungen). Die derzeit angebotenen fünf direkten Zugspaare (zehn Züge) und vier Verbindungen mit Umsteigen in Singen (Richtung Zürich-Stuttgart, Gegenrichtung drei Umsteigeverbindungen) entsprechen diesem Verkehrsaufkommen. Aus heutiger Sicht dürfte das erreichbare Kundenpotential auch längerfristig und bei verbessertem Angebot nicht ausreichen, um einen Stundentakt wirtschaftlich führen zu können. Hierfür wäre eine Zunahme der Passagierzahlen um rund 200 Prozent notwendig. Auf schweizerischem Gebiet liesse sich eine wirtschaftliche Führung des Angebotes am ehesten durch eine Einbindung in den Taktverkehr Zürich-Schaffhausen via Bülach erreichen, auf deutscher Seite ist das Angebot in jedem Fall defizitär."</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, zusammen mit den Kantonen Zürich und Schaffhausen, den Bahnverwaltungen von SBB AG und Deutsche Bahn AG, mit Cisalpino AG und mit dem Bundesland Baden-Württemberg dahingehend zu verhandeln, dass auf der internationalen Bahnlinie Zürich-Stuttgart via Zürich-Flughafen-Winterthur-Schaffhausen baldmöglichst der integrale Stundentakt eingeführt werden kann.</p><p>Die umsteigefreie und direkte internationale Bahnverbindung Stuttgart-Zürich-Mailand soll beibehalten werden.</p>
- Stundentakt auf der Linie Zürich-Stuttgart (via Zürich-Flughafen-Winterthur-Schaffhausen)
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Nach dem neuen Fahrplanwechsel vom 30. Mai 1999 bestehen zwischen Zürich und Stuttgart lediglich fünf direkte Zugspaare. Die relativ kleinen Passagierzahlen zwischen Zürich und der deutschen Nachbarstadt Stuttgart auf der Schiene lassen sich zu einem guten Teil auf die relativ schlechten Bahnverbindungen zurückführen (zu geringe Zahl an Fahrmöglichkeiten, relativ lange Fahrzeiten). Mit der Verdichtung des Fahrplanes auf einen regelmässigen Stundentakt liesse sich wenigstens einer der Mängel der Bahnverbindung beheben.</p><p>Seit langem fordert das Bundesland Baden-Württemberg, dass die Züge Stuttgart-Zürich via Zürich-Flughafen geführt werden. Für die Verbindung Stuttgart-Zürich ist es zudem von entscheidender Bedeutung, dass die bestehende, umsteigefreie Verbindung Stuttgart-Zürich-Mailand nicht in Zürich unterbrochen wird. Es muss eine Lösung gefunden werden, bei der die Neigezüge (sowohl diejenigen der Deutsche Bahn AG als auch diejenigen der Cisalpino AG) jeweils als durchgehende Züge geführt werden.</p><p>An einer Pressekonferenz vom 29. Mai 1997 forderte auf Schaffhauser Seite die Wers-Projektgruppe "Direkter Flughafenanschluss" einen direkten Bahnanschluss von Schaffhausen an den Flughafen. Als konkretes Ziel wird die Schaffung einer umsteigefreien Bahnverbindung im Stundentakt zwischen Schaffhausen und Zürich Flughafen gefordert.</p><p>Zweckmässigerweise ist die Schaffhauser Forderung nach einem Stundentakt zwischen Schaffhausen und Zürich Flughafen mit dem längst vorhandenen Begehren nach der Führung der IC-Züge zwischen Stuttgart und Zürich über Winterthur-Zürich Flughafen zu kombinieren. Die Verdichtung auf den Stundentakt ist nötig, um die Passagierzahlen markant erhöhen zu können. Je früher die Projektierung und Planung für eine solche Verbindung begonnen wird, desto rascher kann diese vom Bedarf her ausgewiesene Verbindung eingerichtet werden.</p>
- <p>Der Personenfernverkehr gehört zum unternehmerischen Bereich der SBB AG, für den der Bundesrat nicht zuständig ist. Gerade mit der Bahnreform wird hier von der SBB AG ein positives Ergebnis und eine Unternehmensführung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen erwartet.</p><p>Die SBB AG äussert sich zum Anliegen des Postulates wie folgt:</p><p>"Eine von der Deutsche Bahn AG und den SBB im Jahre 1998 eingesetzte Arbeitsgruppe erarbeitet derzeit Szenarien für eine betriebswirtschaftlich verantwortbare und die Bedürfnisse des Verkehrsmarktes berücksichtigende Angebotsgestaltung auf der Achse Zürich-Stuttgart. Im Rahmen dieser Untersuchungen stehen ab Fahrplan 2005 drei Varianten zur Diskussion:</p><p>- integraler 2-Stunden-Takt, in der Schweiz taktintegriert via Bülach;</p><p>- integraler 2-Stunden-Takt, in der Schweiz überlagert via Winterthur-Zürich-Flughafen;</p><p>- Weiterführung des Angebotes 1999/2000.</p><p>Dabei gilt es zu beachten, dass im grenzüberschreitenden Verkehr Zürich-Stuttgart die Passagierzahlen seit Jahren praktisch konstant bei etwa 1000 Reisenden liegen (durchschnittliche Passagierzahl pro Tag in beiden Richtungen). Die derzeit angebotenen fünf direkten Zugspaare (zehn Züge) und vier Verbindungen mit Umsteigen in Singen (Richtung Zürich-Stuttgart, Gegenrichtung drei Umsteigeverbindungen) entsprechen diesem Verkehrsaufkommen. Aus heutiger Sicht dürfte das erreichbare Kundenpotential auch längerfristig und bei verbessertem Angebot nicht ausreichen, um einen Stundentakt wirtschaftlich führen zu können. Hierfür wäre eine Zunahme der Passagierzahlen um rund 200 Prozent notwendig. Auf schweizerischem Gebiet liesse sich eine wirtschaftliche Führung des Angebotes am ehesten durch eine Einbindung in den Taktverkehr Zürich-Schaffhausen via Bülach erreichen, auf deutscher Seite ist das Angebot in jedem Fall defizitär."</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, zusammen mit den Kantonen Zürich und Schaffhausen, den Bahnverwaltungen von SBB AG und Deutsche Bahn AG, mit Cisalpino AG und mit dem Bundesland Baden-Württemberg dahingehend zu verhandeln, dass auf der internationalen Bahnlinie Zürich-Stuttgart via Zürich-Flughafen-Winterthur-Schaffhausen baldmöglichst der integrale Stundentakt eingeführt werden kann.</p><p>Die umsteigefreie und direkte internationale Bahnverbindung Stuttgart-Zürich-Mailand soll beibehalten werden.</p>
- Stundentakt auf der Linie Zürich-Stuttgart (via Zürich-Flughafen-Winterthur-Schaffhausen)
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