Hirzeltunnel
- ShortId
-
99.3374
- Id
-
19993374
- Updated
-
25.06.2025 02:23
- Language
-
de
- Title
-
Hirzeltunnel
- AdditionalIndexing
-
Strassennetz;Nationalstrassenbau;Zürich (Kanton);Kunstbauwerk
- 1
-
- L06K070503010401, Nationalstrassenbau
- L04K18030102, Strassennetz
- L05K1802020201, Kunstbauwerk
- L05K0301010123, Zürich (Kanton)
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Verbindung zwischen den Nationalstrassen A3 und A4a (Wädenswil und Sihlbrugg), die heute über den engen Hirzelpass führt, stellt eine eigentliche Lücke im Nationalstrassennetz dar, die insbesondere unter Berücksichtigung der Zunahme des übergeordneten nationalen und internationalen Verkehrs geschlossen werden muss.</p><p>Heutige Verkehrssituation:</p><p>- Die stark frequentierte Hirzelstrasse mit einem durchschnittlichen Verkehr von 14 100 Motorfahrzeugen, wovon 1700 Lastwagen, die an einem durchschnittlichen Tag von 14 200 Motorfahrzeugen, wovon 1300 Lastwagen, befahren wird, führt mitten durch eine Moorlandschaft und ein Gebiet, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung als schutzwürdig erklärt wird.</p><p>- Der Ausbaustandard der passähnlichen Strasse ist bereits heute ungenügend und kann trotz Frequenzzunahme aus technischen Gründen (Rutschgebiet) nicht wesentlich verbessert werden.</p><p>- Die Überwindung einer Höhendifferenz von über 150 Metern mit einer schmalen, kurvenreichen Strasse, um von einer Nationalstrasse zur anderen zu gelangen, ist wirtschaftlich und ökologisch, insbesondere auch unter dem Aspekt des hohen Lastwagenanteiles, unsinnig.</p><p>Erwartete Verkehrssituation:</p><p>- Trotz der Realisierung der A4 im Knonauer Amt ist nicht mit einer merklichen Frequenzabnahme zu rechnen. Vielmehr ist eine Zunahme des internationalen Schwer- und Tourismusverkehrs aus dem süddeutschen Raum und Österreich Richtung Zentralschweiz, Gotthard, Berner Oberland und umgekehrt zu erwarten (bilaterales Verkehrsabkommen).</p><p>- Die Zunahme von Fahrzeugen mit einer Fahrzeugbreite von 2,5 Metern (Euronorm) wird sich noch verstärken.</p><p>Für die Aufnahme eines zweispurigen Hirzeltunnels ins Nationalstrassennetz sprechen folgende Überlegungen:</p><p>- Es besteht eine Lücke zwischen den Nationalstrassen A3 und A4a, die angesichts des heutigen und des erwarteten Verkehrsaufkommens geschlossen werden muss.</p><p>- Nur mit der Realisierung des Hirzeltunnels kann die Moorlandschaft auf dem Hirzel geschützt und die stark frequentierte Sihlstrasse entlastet werden. Diese führt durch die Naturlandschaft Sihlwald, die im Zuge der künftigen Evaluation zu einem naturparkähnlichen Gebiet aufgewertet werden soll.</p>
- <p>Der Bundesrat hat wiederholt die Meinung vertreten, dass er im Nationalstrassenbereich zuerst die Fertigstellung des beschlossenen Netzes sehe, dann die Substanzerhaltung, die Ausnützung der Möglichkeiten der Telematik und erst an vierter Stelle einen allfälligen Weiterausbau. An dieser Prioritätenordnung gedenkt der Bundesrat festzuhalten. Er spricht sich deshalb gegen Vorstösse aus, die einzelfallweise als Sofortmassnahme Umklassierungen oder Erweiterungen verlangen.</p><p>Demgegenüber steht die politische Forderung, im Hinblick auf die lange Planungs- und Realisierungsdauer von späteren Werken, die konzeptionelle und planerische Arbeit so voranzutreiben, dass nicht nach der Fertigstellung des beschlossenen Werkes (etwa im Jahr 2015) zuerst eine lange Verzögerung, bedingt durch die erst dann anlaufenden Planungsarbeiten, entsteht. Vielmehr sollen die konzeptionellen Vorarbeiten jetzt an die Hand genommen werden. Der Bundesrat erachtet dieses Vorgehen einer rollenden Planung als zweckmässig und ist dementsprechend bereit, die erforderlichen Aufträge zu erteilen.</p><p>Er hat aber in seiner Stellungnahme zur Motion KVF-S (99.3456) klargestellt, dass er die Überprüfung nicht isoliert für den Strassenbereich sieht, sondern als verkehrspolitisches Ganzes, insbesondere unter Einbezug der Verlagerungsziele und der für den Schienenverkehr getätigten grossen Investitionen.</p><p>Dass bei diesen Arbeiten auch die Situation am Hirzel geprüft wird, ist gegeben. In diesem Sinne ist der Bundesrat bereit, das Anliegen entgegenzunehmen, obwohl auch inhaltliche Vorbehalte gegen den Vorstoss bestehen. Die Idee des Hirzeltunnels ist nämlich nicht neu und wurde mehrfach überprüft. Im Ergebnis schnitt regelmässig die Variante Knonauer Amt/Westumfahrung Zürich/Uetlibergtunnel/A3 gesamthaft besser ab, weshalb der Hirzel nicht weiterverfolgt wurde. Der Bundesrat erwartet, dass das Schliessen der bestehenden Lücken in diesem Gebiet eine deutlich stärkere Entlastung des übrigen Strassennetzes bringen wird, als dies der Motionär darlegt. Der Uetlibergtunnel ist im Bau, einen Bau sowohl des Uetlibergtunnels als auch eines Hirzeltunnels lehnt der Bundesrat nach wie vor ab.</p><p>Aus diesen Gründen beantragt der Bundesrat, diese Motion, die bezüglich der Gestaltung der Strasse (Tunnel, Spurenzahl) ohnehin im delegierten Kompetenzbereich liegt, in ein Postulat umzuwandeln.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament Antrag zu stellen, die im Richtplan des Kantons Zürich aufgeführte Strassenverbindung zwischen A3 Anschluss Wädenswil und A4a Sihlbrugg mit Hilfe eines zweispurigen Strassentunnels ins Nationalstrassennetz aufzunehmen.</p>
- Hirzeltunnel
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Verbindung zwischen den Nationalstrassen A3 und A4a (Wädenswil und Sihlbrugg), die heute über den engen Hirzelpass führt, stellt eine eigentliche Lücke im Nationalstrassennetz dar, die insbesondere unter Berücksichtigung der Zunahme des übergeordneten nationalen und internationalen Verkehrs geschlossen werden muss.</p><p>Heutige Verkehrssituation:</p><p>- Die stark frequentierte Hirzelstrasse mit einem durchschnittlichen Verkehr von 14 100 Motorfahrzeugen, wovon 1700 Lastwagen, die an einem durchschnittlichen Tag von 14 200 Motorfahrzeugen, wovon 1300 Lastwagen, befahren wird, führt mitten durch eine Moorlandschaft und ein Gebiet, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung als schutzwürdig erklärt wird.</p><p>- Der Ausbaustandard der passähnlichen Strasse ist bereits heute ungenügend und kann trotz Frequenzzunahme aus technischen Gründen (Rutschgebiet) nicht wesentlich verbessert werden.</p><p>- Die Überwindung einer Höhendifferenz von über 150 Metern mit einer schmalen, kurvenreichen Strasse, um von einer Nationalstrasse zur anderen zu gelangen, ist wirtschaftlich und ökologisch, insbesondere auch unter dem Aspekt des hohen Lastwagenanteiles, unsinnig.</p><p>Erwartete Verkehrssituation:</p><p>- Trotz der Realisierung der A4 im Knonauer Amt ist nicht mit einer merklichen Frequenzabnahme zu rechnen. Vielmehr ist eine Zunahme des internationalen Schwer- und Tourismusverkehrs aus dem süddeutschen Raum und Österreich Richtung Zentralschweiz, Gotthard, Berner Oberland und umgekehrt zu erwarten (bilaterales Verkehrsabkommen).</p><p>- Die Zunahme von Fahrzeugen mit einer Fahrzeugbreite von 2,5 Metern (Euronorm) wird sich noch verstärken.</p><p>Für die Aufnahme eines zweispurigen Hirzeltunnels ins Nationalstrassennetz sprechen folgende Überlegungen:</p><p>- Es besteht eine Lücke zwischen den Nationalstrassen A3 und A4a, die angesichts des heutigen und des erwarteten Verkehrsaufkommens geschlossen werden muss.</p><p>- Nur mit der Realisierung des Hirzeltunnels kann die Moorlandschaft auf dem Hirzel geschützt und die stark frequentierte Sihlstrasse entlastet werden. Diese führt durch die Naturlandschaft Sihlwald, die im Zuge der künftigen Evaluation zu einem naturparkähnlichen Gebiet aufgewertet werden soll.</p>
- <p>Der Bundesrat hat wiederholt die Meinung vertreten, dass er im Nationalstrassenbereich zuerst die Fertigstellung des beschlossenen Netzes sehe, dann die Substanzerhaltung, die Ausnützung der Möglichkeiten der Telematik und erst an vierter Stelle einen allfälligen Weiterausbau. An dieser Prioritätenordnung gedenkt der Bundesrat festzuhalten. Er spricht sich deshalb gegen Vorstösse aus, die einzelfallweise als Sofortmassnahme Umklassierungen oder Erweiterungen verlangen.</p><p>Demgegenüber steht die politische Forderung, im Hinblick auf die lange Planungs- und Realisierungsdauer von späteren Werken, die konzeptionelle und planerische Arbeit so voranzutreiben, dass nicht nach der Fertigstellung des beschlossenen Werkes (etwa im Jahr 2015) zuerst eine lange Verzögerung, bedingt durch die erst dann anlaufenden Planungsarbeiten, entsteht. Vielmehr sollen die konzeptionellen Vorarbeiten jetzt an die Hand genommen werden. Der Bundesrat erachtet dieses Vorgehen einer rollenden Planung als zweckmässig und ist dementsprechend bereit, die erforderlichen Aufträge zu erteilen.</p><p>Er hat aber in seiner Stellungnahme zur Motion KVF-S (99.3456) klargestellt, dass er die Überprüfung nicht isoliert für den Strassenbereich sieht, sondern als verkehrspolitisches Ganzes, insbesondere unter Einbezug der Verlagerungsziele und der für den Schienenverkehr getätigten grossen Investitionen.</p><p>Dass bei diesen Arbeiten auch die Situation am Hirzel geprüft wird, ist gegeben. In diesem Sinne ist der Bundesrat bereit, das Anliegen entgegenzunehmen, obwohl auch inhaltliche Vorbehalte gegen den Vorstoss bestehen. Die Idee des Hirzeltunnels ist nämlich nicht neu und wurde mehrfach überprüft. Im Ergebnis schnitt regelmässig die Variante Knonauer Amt/Westumfahrung Zürich/Uetlibergtunnel/A3 gesamthaft besser ab, weshalb der Hirzel nicht weiterverfolgt wurde. Der Bundesrat erwartet, dass das Schliessen der bestehenden Lücken in diesem Gebiet eine deutlich stärkere Entlastung des übrigen Strassennetzes bringen wird, als dies der Motionär darlegt. Der Uetlibergtunnel ist im Bau, einen Bau sowohl des Uetlibergtunnels als auch eines Hirzeltunnels lehnt der Bundesrat nach wie vor ab.</p><p>Aus diesen Gründen beantragt der Bundesrat, diese Motion, die bezüglich der Gestaltung der Strasse (Tunnel, Spurenzahl) ohnehin im delegierten Kompetenzbereich liegt, in ein Postulat umzuwandeln.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament Antrag zu stellen, die im Richtplan des Kantons Zürich aufgeführte Strassenverbindung zwischen A3 Anschluss Wädenswil und A4a Sihlbrugg mit Hilfe eines zweispurigen Strassentunnels ins Nationalstrassennetz aufzunehmen.</p>
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