Koordination bei der Lawinenbekämpfung

ShortId
99.3401
Id
19993401
Updated
10.04.2024 09:38
Language
de
Title
Koordination bei der Lawinenbekämpfung
AdditionalIndexing
Lawinenverbauung;Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft;Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft;Koordination;Katastrophe;Naturgefahren
1
  • L05K1602020201, Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft
  • L05K0601030202, Naturgefahren
  • L04K06020206, Katastrophe
  • L04K08020314, Koordination
  • L05K0804070501, Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft
  • L06K060103020201, Lawinenverbauung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.</p>
  • <p>Die Eidgenössische Forstdirektion (Buwal) plant keine neue Organisation zur Sicherstellung des Vollzuges der Waldgesetzgebung im Bereich der Abwehr von Naturgefahren. Für die Gewährleistung des Vollzugs- und Koordinationsauftrages auf Bundesebene gelangt ein Minimum an personellen Ressourcen zum Einsatz. So verfügt der für den Schutzwald und Naturgefahren zuständige Fachbereich derzeit über 2,9 Stellen. Unter diesen Voraussetzungen vom Aufbau einer neuen Parallelorganisation zum SLF zu sprechen ist nicht richtig. Die Eidgenössische Forstdirektion ist verantwortlich dafür, dass der Vollzug der Bundesgesetzgebung über den Wald auch bei der Abwehr von Naturgefahren sach- und zeitgerecht, kostenwirksam und nach Prioritäten geordnet erfolgt. Im Verbund mit den kantonalen Forstdiensten und in Absprache mit verschiedenen Ämtern sowie mit geeigneten Forschungsinstitutionen und mit privaten Ingenieurbüros wird gemeinsam ein gesamtschweizerisch vergleichbares Sicherheitsniveau bei der Abwehr von Naturgefahren anvisiert.</p><p>Das SLF betreibt Schnee- und Lawinenforschung im weitesten Sinne. Dabei erarbeitet das SLF Grundlagen, Methoden und Produkte, insbesondere auch für ein integrales Naturgefahrenmanagement. Zudem versieht das SLF den Lawinenwarndienst der Schweiz und informiert die Öffentlichkeit über die Lawinengefahr.</p><p>Die Ergebnisse der vom Buwal und vom SLF erstellten Analyse über die Lawinenereignisse 1999 haben gezeigt, dass Schwachstellen in der Abwehr der Lawinengefahr nicht durch die Bildung neuer Organisationen, sondern durch die Verbesserung der bestehenden Organisationen des Bundes und der Kantone behoben werden können.</p><p>Der vergangene Lawinenwinter hat zudem gezeigt, dass sich die Zusammenarbeit zwischen dem SLF und dem Fachbereich Schutzwald und Naturgefahren bei der Eidgenössischen Forstdirektion bewährt und sich die beiden Fachstellen gegenseitig ergänzen.</p>
  • <p>Im Bereich der Lawinenwarnung und -prävention spielt das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos (SLF), welches 75 Personen beschäftigt, eine wichtige Rolle. Dieses Institut ist in diesem Bereich ein anerkanntes und fachlich ausgewiesenes Zentrum. Die Kantone können sich zudem auf eigene Fachleute stützen.</p><p>Trotz dieser bewährten Strukturen soll die Eidgenössische Forstdirektion eine neue Organisation planen, was im Bereich Naturgefahren zu Doppelspurigkeit führen könnte.</p><p>Was meint der Bundesrat dazu?</p>
  • Koordination bei der Lawinenbekämpfung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.</p>
    • <p>Die Eidgenössische Forstdirektion (Buwal) plant keine neue Organisation zur Sicherstellung des Vollzuges der Waldgesetzgebung im Bereich der Abwehr von Naturgefahren. Für die Gewährleistung des Vollzugs- und Koordinationsauftrages auf Bundesebene gelangt ein Minimum an personellen Ressourcen zum Einsatz. So verfügt der für den Schutzwald und Naturgefahren zuständige Fachbereich derzeit über 2,9 Stellen. Unter diesen Voraussetzungen vom Aufbau einer neuen Parallelorganisation zum SLF zu sprechen ist nicht richtig. Die Eidgenössische Forstdirektion ist verantwortlich dafür, dass der Vollzug der Bundesgesetzgebung über den Wald auch bei der Abwehr von Naturgefahren sach- und zeitgerecht, kostenwirksam und nach Prioritäten geordnet erfolgt. Im Verbund mit den kantonalen Forstdiensten und in Absprache mit verschiedenen Ämtern sowie mit geeigneten Forschungsinstitutionen und mit privaten Ingenieurbüros wird gemeinsam ein gesamtschweizerisch vergleichbares Sicherheitsniveau bei der Abwehr von Naturgefahren anvisiert.</p><p>Das SLF betreibt Schnee- und Lawinenforschung im weitesten Sinne. Dabei erarbeitet das SLF Grundlagen, Methoden und Produkte, insbesondere auch für ein integrales Naturgefahrenmanagement. Zudem versieht das SLF den Lawinenwarndienst der Schweiz und informiert die Öffentlichkeit über die Lawinengefahr.</p><p>Die Ergebnisse der vom Buwal und vom SLF erstellten Analyse über die Lawinenereignisse 1999 haben gezeigt, dass Schwachstellen in der Abwehr der Lawinengefahr nicht durch die Bildung neuer Organisationen, sondern durch die Verbesserung der bestehenden Organisationen des Bundes und der Kantone behoben werden können.</p><p>Der vergangene Lawinenwinter hat zudem gezeigt, dass sich die Zusammenarbeit zwischen dem SLF und dem Fachbereich Schutzwald und Naturgefahren bei der Eidgenössischen Forstdirektion bewährt und sich die beiden Fachstellen gegenseitig ergänzen.</p>
    • <p>Im Bereich der Lawinenwarnung und -prävention spielt das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos (SLF), welches 75 Personen beschäftigt, eine wichtige Rolle. Dieses Institut ist in diesem Bereich ein anerkanntes und fachlich ausgewiesenes Zentrum. Die Kantone können sich zudem auf eigene Fachleute stützen.</p><p>Trotz dieser bewährten Strukturen soll die Eidgenössische Forstdirektion eine neue Organisation planen, was im Bereich Naturgefahren zu Doppelspurigkeit führen könnte.</p><p>Was meint der Bundesrat dazu?</p>
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