Präsenz der "Dritten Schweiz" in der Bundesverwaltung
- ShortId
-
99.3497
- Id
-
19993497
- Updated
-
25.06.2025 02:22
- Language
-
de
- Title
-
Präsenz der "Dritten Schweiz" in der Bundesverwaltung
- AdditionalIndexing
-
Offizier;italienisch-sprachige Schweiz;Einstellung;Bundespersonal;Führungskraft
- 1
-
- L06K010601020301, italienisch-sprachige Schweiz
- L05K0702010204, Einstellung
- L05K0806010301, Bundespersonal
- L05K0702020204, Führungskraft
- L05K0402030301, Offizier
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Obwohl schon seit mehreren Jahrzehnten darüber diskutiert wird, ist die Frage nach einer Vertretung von Beamtinnen und Beamten aus dem Tessin und dem italienischsprachigen Teil Graubündens in der Bundesverwaltung und der Armee bei weitem nicht gelöst. Diverse Massnahmen wurden in Aussicht gestellt, trotzdem hat sich die Situation nicht in erhofftem Mass geändert. Die Tatsache, dass die "Dritte Schweiz" in Kaderpositionen gegenwärtig so schlecht vertreten ist, kann nicht länger toleriert werden. Nachdem Bundesanwältin Carla Del Ponte für ein neues Amt freigestellt und Divisionär Peter Regli vom Dienst suspendiert wurden, ist die italienische Schweiz, abgesehen vom Vizekanzler, nur noch mit einem Direktor eines Bundesamtes vertreten (nämlich Dr. Carlo Malaguerra, Direktor des Bundesamtes für Statistik). In der Armee gibt es keinen einzigen Offizier im Generalsrang aus dem Tessin.</p><p>Das Problem erscheint noch viel dringlicher, wenn man bedenkt, dass die italienische Schweiz geografisch stark isoliert ist und aus sprachbedingten Gründen Schwierigkeiten hat, sich Gehör zu verschaffen. Das Prinzip, nach dem die italienische Schweiz überall dort vertreten sein muss, wo wichtige Entscheide in Bezug auf den Staat getroffen werden, wird heute in einer Weise missachtet, die nicht länger toleriert werden kann. Die italienische Schweiz, die trotz dem neuen Verfassungsartikel nicht im Bundesrat vertreten ist, fordert daher mit Nachdruck, dass eine neue Personalpolitik und effizientere Massnahmen, eventuell auch Zwangsmassnahmen, geprüft werden, um dies endlich zu ändern. Diese Situation, bei der die Prinzipien des Zusammenlebens, auf denen unser Staat basiert, missachtet werden, kann nicht länger geduldet werden.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Ich ersuche den Bundesrat, strengere und wirksamere Massnahmen zu prüfen, mit denen eine gerechte Vertretung von Beamtinnen und Beamten aus der italienischen Schweiz in Kaderpositionen der Bundesverwaltung und der Armee gewährleistet werden kann.</p>
- Präsenz der "Dritten Schweiz" in der Bundesverwaltung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Obwohl schon seit mehreren Jahrzehnten darüber diskutiert wird, ist die Frage nach einer Vertretung von Beamtinnen und Beamten aus dem Tessin und dem italienischsprachigen Teil Graubündens in der Bundesverwaltung und der Armee bei weitem nicht gelöst. Diverse Massnahmen wurden in Aussicht gestellt, trotzdem hat sich die Situation nicht in erhofftem Mass geändert. Die Tatsache, dass die "Dritte Schweiz" in Kaderpositionen gegenwärtig so schlecht vertreten ist, kann nicht länger toleriert werden. Nachdem Bundesanwältin Carla Del Ponte für ein neues Amt freigestellt und Divisionär Peter Regli vom Dienst suspendiert wurden, ist die italienische Schweiz, abgesehen vom Vizekanzler, nur noch mit einem Direktor eines Bundesamtes vertreten (nämlich Dr. Carlo Malaguerra, Direktor des Bundesamtes für Statistik). In der Armee gibt es keinen einzigen Offizier im Generalsrang aus dem Tessin.</p><p>Das Problem erscheint noch viel dringlicher, wenn man bedenkt, dass die italienische Schweiz geografisch stark isoliert ist und aus sprachbedingten Gründen Schwierigkeiten hat, sich Gehör zu verschaffen. Das Prinzip, nach dem die italienische Schweiz überall dort vertreten sein muss, wo wichtige Entscheide in Bezug auf den Staat getroffen werden, wird heute in einer Weise missachtet, die nicht länger toleriert werden kann. Die italienische Schweiz, die trotz dem neuen Verfassungsartikel nicht im Bundesrat vertreten ist, fordert daher mit Nachdruck, dass eine neue Personalpolitik und effizientere Massnahmen, eventuell auch Zwangsmassnahmen, geprüft werden, um dies endlich zu ändern. Diese Situation, bei der die Prinzipien des Zusammenlebens, auf denen unser Staat basiert, missachtet werden, kann nicht länger geduldet werden.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Ich ersuche den Bundesrat, strengere und wirksamere Massnahmen zu prüfen, mit denen eine gerechte Vertretung von Beamtinnen und Beamten aus der italienischen Schweiz in Kaderpositionen der Bundesverwaltung und der Armee gewährleistet werden kann.</p>
- Präsenz der "Dritten Schweiz" in der Bundesverwaltung
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