Runder Tisch zum Gesundheitswesen

ShortId
00.319
Id
20000319
Updated
10.04.2024 18:33
Language
de
Title
Runder Tisch zum Gesundheitswesen
AdditionalIndexing
2841;Konferenz;Gesundheitswesen;Kosten des Gesundheitswesens
1
  • L04K01050501, Kosten des Gesundheitswesens
  • L04K01050511, Gesundheitswesen
  • L05K1201010301, Konferenz
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p>Die Schweiz hat europaweit das teuerste Gesundheitssystem. Dies ist umso besorgniserregender, als die Gesundheitskosten ständig zunehmen und unweigerlich Prämienanstiege nach sich ziehen.</p><p>Die Schweizerinnen und Schweizer sind auf diesem Gebiet völlig verunsichert über die künftige Entwicklung und haben den Eindruck, dass sie vor noch nicht allzu langer Zeit hinters Licht geführt worden seien.</p><p>So hat das Volk im Jahre 1994 das neue Krankenversicherungsgesetz (KVG) mit einer Mehrheit von 51 Prozent knapp angenommen in der berechtigten Meinung, dass es damit zur Eindämmung der Gesundheitskosten und demzufolge zu einer Stabilisierung der Krankenversicherungsprämien beitrage. Schon vor dieser Abstimmung, an der die Krankenversicherung obligatorisch wurde, war praktisch die ganze Bevölkerung versichert und der Versicherungsmarkt offen.</p><p>Als dieses Gesetz 1996 in Kraft trat, wurde den Versicherten schon sehr bald klar, dass sie nur geködert worden waren. Zum einen, weil der Versicherungsmarkt, auf dem fortan angeblich ein gesunder Wettbewerb zwischen den Versicherungsgesellschaften herrschen sollte, zu einem geschlossenen Markt geworden ist, der die Versicherten nach wie vor quasi in einem Geiselverhältnis hält, zum andern, weil die Prämien bereits dreimal erhöht und weitere Anstiege angekündigt worden sind.</p><p>Viele Haushalte des Mittelstandes geraten somit in finanzielle Schwierigkeiten. Dies trotz der Beiträge, die der Bund leistet, um Familien mit bescheidenem Einkommen zu unterstützen und ihnen zu helfen, die schwere Prämienbelastung zu tragen.</p><p>Ausserdem decken die bereits vor der Revision zahlreichen Akteure im Gesundheitswesen eine Vielzahl oft widersprüchlicher Interessen ab.</p>
  • <p>Der Grosse Rat des Kantons Wallis ersucht die Bundesversammlung, gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung, sämtliche am Gesundheitswesen unseres Landes Beteiligten an einem "runden Tisch" zu einer "Bestandesaufnahme des Gesundheitswesens Schweiz" zu versammeln. Dieser Dialog sollte zum Auftakt zu einer Lösung des Kostenbewältigungsproblems im Gesundheitswesen werden.</p>
  • Runder Tisch zum Gesundheitswesen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Schweiz hat europaweit das teuerste Gesundheitssystem. Dies ist umso besorgniserregender, als die Gesundheitskosten ständig zunehmen und unweigerlich Prämienanstiege nach sich ziehen.</p><p>Die Schweizerinnen und Schweizer sind auf diesem Gebiet völlig verunsichert über die künftige Entwicklung und haben den Eindruck, dass sie vor noch nicht allzu langer Zeit hinters Licht geführt worden seien.</p><p>So hat das Volk im Jahre 1994 das neue Krankenversicherungsgesetz (KVG) mit einer Mehrheit von 51 Prozent knapp angenommen in der berechtigten Meinung, dass es damit zur Eindämmung der Gesundheitskosten und demzufolge zu einer Stabilisierung der Krankenversicherungsprämien beitrage. Schon vor dieser Abstimmung, an der die Krankenversicherung obligatorisch wurde, war praktisch die ganze Bevölkerung versichert und der Versicherungsmarkt offen.</p><p>Als dieses Gesetz 1996 in Kraft trat, wurde den Versicherten schon sehr bald klar, dass sie nur geködert worden waren. Zum einen, weil der Versicherungsmarkt, auf dem fortan angeblich ein gesunder Wettbewerb zwischen den Versicherungsgesellschaften herrschen sollte, zu einem geschlossenen Markt geworden ist, der die Versicherten nach wie vor quasi in einem Geiselverhältnis hält, zum andern, weil die Prämien bereits dreimal erhöht und weitere Anstiege angekündigt worden sind.</p><p>Viele Haushalte des Mittelstandes geraten somit in finanzielle Schwierigkeiten. Dies trotz der Beiträge, die der Bund leistet, um Familien mit bescheidenem Einkommen zu unterstützen und ihnen zu helfen, die schwere Prämienbelastung zu tragen.</p><p>Ausserdem decken die bereits vor der Revision zahlreichen Akteure im Gesundheitswesen eine Vielzahl oft widersprüchlicher Interessen ab.</p>
    • <p>Der Grosse Rat des Kantons Wallis ersucht die Bundesversammlung, gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung, sämtliche am Gesundheitswesen unseres Landes Beteiligten an einem "runden Tisch" zu einer "Bestandesaufnahme des Gesundheitswesens Schweiz" zu versammeln. Dieser Dialog sollte zum Auftakt zu einer Lösung des Kostenbewältigungsproblems im Gesundheitswesen werden.</p>
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