Belchentunnel/A2. Planung und Bau einer dritten Röhre

ShortId
00.463
Id
20000463
Updated
10.04.2024 18:27
Language
de
Title
Belchentunnel/A2. Planung und Bau einer dritten Röhre
AdditionalIndexing
48;freie Schlagwörter: Belchentunnel;Strassentunnel;Nationalstrassenbau;Basel-Land;Kunstbauwerk;Solothurn (Kanton)
1
  • L06K070503010401, Nationalstrassenbau
  • L07K18020202010102, Strassentunnel
  • L05K1802020201, Kunstbauwerk
  • L05K0301010115, Solothurn (Kanton)
  • L06K030101010301, Basel-Land
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Grossraum Basel als internationaler Wirtschaftsstandort mit einer Million Einwohner ist durch den Jura vom schweizerischen Mittelland getrennt. Neben den drei Eisenbahnlinien nach Delémont-Biel, Olten und Zürich stehen zwei Nationalstrassen (A2 und A3) für den Verkehr durch den Jura zur Verfügung. Von diesen fünf Hauptverkehrsachsen bestehen bei der Nationalstrasse A2 die grössten Kapazitätsengpässe und die grössten Wachstumsraten. Diese ergeben sich einerseits durch die erhöhte Mobilität innerhalb des Landes. Anderseits wird die A2 als Teil der im europäischen Kontext bedeutenden Transitachse durch die Alpen wegen der gestaffelten Erhöhung der Gewichtslimite für den Schwerverkehr im anbrechenden Jahrzehnt einer starken Belastungszunahme ausgesetzt sein. Damit ist die Anbindung der Wirtschaftsregion Basel an die übrige Schweiz gefährdet.</p><p>Für die Zeit zwischen September 2001 und Juni 2003 ist eine Sanierung des Belchentunnels geplant. Diese erfolgt in zwei Phasen von je neun Monaten mit einer dreimonatigen Pause in jeweils einer der beiden heute bestehenden Tunnelröhren. Dies bedeutet, dass zwischen September 2001 und Juni 2003 während insgesamt 18 Monaten (!) nur eine Röhre befahrbar sein wird, was trotz der geplanten Begleitmassnahmen (Verkehrsinformationen, erhöhte Polizeipräsenz) zu kilometerlangen Staus führen wird.</p><p>Der durchschnittliche Tagesverkehr durch den Belchentunnel hat mit der Eröffnung des Bötzbergtunnels im Jahre 1996 nur vorübergehend abgenommen und ist seither, gemäss Verkehrsstatistik des Tiefbauamtes des Kantons Basel-Landschaft, wieder auf durchschnittlich über 40 000 Fahrzeuge pro Tag mit Spitzen von bis zu 49 000 Fahrzeugen in den Sommermonaten angestiegen. Es ist bereits heute abzusehen, dass der Individualverkehr durch den Belchentunnel in den nächsten Jahren weiter stark zunehmen wird.</p><p>Die geologischen Verhältnisse im Bereich der beiden bestehenden Belchentunnelröhren sind dermassen schwierig (Anhydrit), dass auch nach der Sanierung von 2001 bis 2003 weitere Sanierungen nötig sein werden. Fachleute schätzen, dass die übernächste Sanierung etwa 2015 bis 2020 stattfinden wird und dann bei nur zwei Tunnelröhren ein Verkehrskollaps bevorsteht. Daher ist heute unbedingt mit der Planung einer dritten Röhre zu beginnen.</p><p>Der Bau einer dritten Tunnelröhre am Belchen wird neben der erhöhten Kapazität auch im Bereich der Verkehrssicherheit wichtige Fortschritte mit sich bringen. Insbesondere die Zulassung von Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von über 28 Tonnen ist mit einem erhöhten Risiko verbunden. Die Sicherheit in Tunneln, deren Bedeutung in der letzten Zeit vermehrt in den Vordergrund getreten ist, wird mit der Aufteilung des Verkehrs auf drei Röhren signifikant verbessert. Da der Treibstoffzollzuschlag in den letzten Jahren stets mehr Mittel eingebracht hat als über dessen Zweckbindung ausgegeben wurde, ist die Finanzierung dieses Projekts gesichert und wird das Budget der öffentlichen Hand nicht belasten.</p>
  • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 21bis des Geschäftsverkehrsgesetzes reiche ich folgende Parlamentarische Initiative in der Form der allgemeinen Anregung ein:</p><p>Die Planung einer dritten Tunnelröhre des Belchentunnels der A2 ist unverzüglich an die Hand zu nehmen, damit der Bau dieser Röhre vor der übernächsten Sanierung der beiden bestehenden Röhren (etwa 2015 bis 2020) fertig gestellt werden kann.</p>
  • Belchentunnel/A2. Planung und Bau einer dritten Röhre
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Grossraum Basel als internationaler Wirtschaftsstandort mit einer Million Einwohner ist durch den Jura vom schweizerischen Mittelland getrennt. Neben den drei Eisenbahnlinien nach Delémont-Biel, Olten und Zürich stehen zwei Nationalstrassen (A2 und A3) für den Verkehr durch den Jura zur Verfügung. Von diesen fünf Hauptverkehrsachsen bestehen bei der Nationalstrasse A2 die grössten Kapazitätsengpässe und die grössten Wachstumsraten. Diese ergeben sich einerseits durch die erhöhte Mobilität innerhalb des Landes. Anderseits wird die A2 als Teil der im europäischen Kontext bedeutenden Transitachse durch die Alpen wegen der gestaffelten Erhöhung der Gewichtslimite für den Schwerverkehr im anbrechenden Jahrzehnt einer starken Belastungszunahme ausgesetzt sein. Damit ist die Anbindung der Wirtschaftsregion Basel an die übrige Schweiz gefährdet.</p><p>Für die Zeit zwischen September 2001 und Juni 2003 ist eine Sanierung des Belchentunnels geplant. Diese erfolgt in zwei Phasen von je neun Monaten mit einer dreimonatigen Pause in jeweils einer der beiden heute bestehenden Tunnelröhren. Dies bedeutet, dass zwischen September 2001 und Juni 2003 während insgesamt 18 Monaten (!) nur eine Röhre befahrbar sein wird, was trotz der geplanten Begleitmassnahmen (Verkehrsinformationen, erhöhte Polizeipräsenz) zu kilometerlangen Staus führen wird.</p><p>Der durchschnittliche Tagesverkehr durch den Belchentunnel hat mit der Eröffnung des Bötzbergtunnels im Jahre 1996 nur vorübergehend abgenommen und ist seither, gemäss Verkehrsstatistik des Tiefbauamtes des Kantons Basel-Landschaft, wieder auf durchschnittlich über 40 000 Fahrzeuge pro Tag mit Spitzen von bis zu 49 000 Fahrzeugen in den Sommermonaten angestiegen. Es ist bereits heute abzusehen, dass der Individualverkehr durch den Belchentunnel in den nächsten Jahren weiter stark zunehmen wird.</p><p>Die geologischen Verhältnisse im Bereich der beiden bestehenden Belchentunnelröhren sind dermassen schwierig (Anhydrit), dass auch nach der Sanierung von 2001 bis 2003 weitere Sanierungen nötig sein werden. Fachleute schätzen, dass die übernächste Sanierung etwa 2015 bis 2020 stattfinden wird und dann bei nur zwei Tunnelröhren ein Verkehrskollaps bevorsteht. Daher ist heute unbedingt mit der Planung einer dritten Röhre zu beginnen.</p><p>Der Bau einer dritten Tunnelröhre am Belchen wird neben der erhöhten Kapazität auch im Bereich der Verkehrssicherheit wichtige Fortschritte mit sich bringen. Insbesondere die Zulassung von Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von über 28 Tonnen ist mit einem erhöhten Risiko verbunden. Die Sicherheit in Tunneln, deren Bedeutung in der letzten Zeit vermehrt in den Vordergrund getreten ist, wird mit der Aufteilung des Verkehrs auf drei Röhren signifikant verbessert. Da der Treibstoffzollzuschlag in den letzten Jahren stets mehr Mittel eingebracht hat als über dessen Zweckbindung ausgegeben wurde, ist die Finanzierung dieses Projekts gesichert und wird das Budget der öffentlichen Hand nicht belasten.</p>
    • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 21bis des Geschäftsverkehrsgesetzes reiche ich folgende Parlamentarische Initiative in der Form der allgemeinen Anregung ein:</p><p>Die Planung einer dritten Tunnelröhre des Belchentunnels der A2 ist unverzüglich an die Hand zu nehmen, damit der Bau dieser Röhre vor der übernächsten Sanierung der beiden bestehenden Röhren (etwa 2015 bis 2020) fertig gestellt werden kann.</p>
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