Gender-Mainstreaming als neue Strategie zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern
- ShortId
-
00.466
- Id
-
20000466
- Updated
-
14.11.2025 08:09
- Language
-
de
- Title
-
Gender-Mainstreaming als neue Strategie zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern
- AdditionalIndexing
-
12;Gleichstellung von Mann und Frau;Frauenförderung;Gesetz
- 1
-
- L04K05020305, Gleichstellung von Mann und Frau
- L05K0503010102, Gesetz
- L04K01010401, Frauenförderung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Wie die jährlichen Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen, ist die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft, unter anderem in der Erwerbsarbeit, in der Bildung, in der Politik, in der Familie usw., noch nicht erreicht. Der Weg zur Gleichstellung ist daher noch lang.</p><p>Gender-Mainstreaming ist eine neuere Strategie, welche die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern voranbringen soll. Weltweit wurde sie anlässlich der vierten UNO-Weltfrauenkonferenz in Beijing empfohlen. Unter anderen setzen auch die OECD und der Europarat auf diese Strategie.</p><p>Unter Gender-Mainstreaming versteht man die Einbindung der Chancengleichheit in sämtliche politischen Konzepte und Massnahmen. </p><p>Der Europarat definierte 1998 Gender-Mainstreaming folgendermassen: "Gender-Mainstreaming besteht in der Reorganisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung der Entscheidungsprozesse mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung beteiligten Akteurinnen und Akteure den Blickwinkel der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Ebenen einnehmen." (Europarat, 1998).</p><p>Gender-Mainstreaming ergänzt damit die Massnahmen und Projekte zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und zur Beseitigung struktureller Ungleichheiten für Frauen (spezielle Frauenförderungs- und Gleichstellungsmassnahmen). Gender-Mainstreaming ersetzt die bisherigen spezifischen Gleichstellungs- und Frauenförderungsmassnahmen keinesfalls, sondern verstärkt diese. Gender-Mainstreaming braucht eine spezifische Gleichstellungspolitik als Basis. Dies gilt es insbesondere bei der Planung und Verteilung von Ressourcen zu berücksichtigen.</p><p>Im Aktionsplan der Schweiz zur Gleichstellung von Frau und Mann von 1999 wird die Einführung des Gender-Mainstreaming gefordert: In den Rechtsvorschriften und deren Anwendung sowie in öffentlichen Politiken, Programmen und Projekten, zusammengefasst in allen Bereichen des öffentlichen Handelns, soll eine geschlechtbezogene Perspektive einbezogen werden.</p><p>Mit dem verlangten Gesetz sollen die Grundlagen für die Einführung des Gender-Mainstreaming in der Schweiz gelegt werden. Dieses ist unabhängig, aber ergänzend zum existierenden Gleichstellungsgesetz zu konzipieren.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 21bis des Geschäftsverkehrsgesetzes reiche ich folgende Parlamentarische Initiative in der Form der allgemeinen Anregung ein:</p><p>Es ist ein Gesetz zur Verankerung des Gender-Mainstreaming auf nationaler Ebene zu schaffen.</p>
- Gender-Mainstreaming als neue Strategie zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Wie die jährlichen Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen, ist die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft, unter anderem in der Erwerbsarbeit, in der Bildung, in der Politik, in der Familie usw., noch nicht erreicht. Der Weg zur Gleichstellung ist daher noch lang.</p><p>Gender-Mainstreaming ist eine neuere Strategie, welche die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern voranbringen soll. Weltweit wurde sie anlässlich der vierten UNO-Weltfrauenkonferenz in Beijing empfohlen. Unter anderen setzen auch die OECD und der Europarat auf diese Strategie.</p><p>Unter Gender-Mainstreaming versteht man die Einbindung der Chancengleichheit in sämtliche politischen Konzepte und Massnahmen. </p><p>Der Europarat definierte 1998 Gender-Mainstreaming folgendermassen: "Gender-Mainstreaming besteht in der Reorganisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung der Entscheidungsprozesse mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung beteiligten Akteurinnen und Akteure den Blickwinkel der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Ebenen einnehmen." (Europarat, 1998).</p><p>Gender-Mainstreaming ergänzt damit die Massnahmen und Projekte zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und zur Beseitigung struktureller Ungleichheiten für Frauen (spezielle Frauenförderungs- und Gleichstellungsmassnahmen). Gender-Mainstreaming ersetzt die bisherigen spezifischen Gleichstellungs- und Frauenförderungsmassnahmen keinesfalls, sondern verstärkt diese. Gender-Mainstreaming braucht eine spezifische Gleichstellungspolitik als Basis. Dies gilt es insbesondere bei der Planung und Verteilung von Ressourcen zu berücksichtigen.</p><p>Im Aktionsplan der Schweiz zur Gleichstellung von Frau und Mann von 1999 wird die Einführung des Gender-Mainstreaming gefordert: In den Rechtsvorschriften und deren Anwendung sowie in öffentlichen Politiken, Programmen und Projekten, zusammengefasst in allen Bereichen des öffentlichen Handelns, soll eine geschlechtbezogene Perspektive einbezogen werden.</p><p>Mit dem verlangten Gesetz sollen die Grundlagen für die Einführung des Gender-Mainstreaming in der Schweiz gelegt werden. Dieses ist unabhängig, aber ergänzend zum existierenden Gleichstellungsgesetz zu konzipieren.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 21bis des Geschäftsverkehrsgesetzes reiche ich folgende Parlamentarische Initiative in der Form der allgemeinen Anregung ein:</p><p>Es ist ein Gesetz zur Verankerung des Gender-Mainstreaming auf nationaler Ebene zu schaffen.</p>
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