Zufahrt Emmental
- ShortId
-
00.3302
- Id
-
20003302
- Updated
-
25.06.2025 01:47
- Language
-
de
- Title
-
Zufahrt Emmental
- AdditionalIndexing
-
Strassennetz;Autobahn;Kantonsstrasse;Bern (Kanton)
- 1
-
- L04K18030102, Strassennetz
- L05K1803010204, Kantonsstrasse
- L05K1803010201, Autobahn
- L05K0301010104, Bern (Kanton)
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Region Emmental mit insgesamt rund 100 000 Einwohnern bildet auf der Karte "Schweizerische Nationalstrassen/Stand der Bauarbeiten 1999" einen weissen Fleck, und man könnte annehmen, die ganze Region sei unbewohnt. Dies entspricht jedoch ganz und gar nicht der Tatsache. Die Region Emmental ist flächendeckend bevölkert, aber trotzdem durch den öffentlichen Verkehr weniger gut erschlossen als vergleichbare andere Regionen. Daher ist sie dringend auf ein gutes Netz für den Individualverkehr angewiesen.</p><p>Die heutige Situation für den Individualverkehr aus der Region Emmental in Richtung A1/A2 (Zürich/Basel) ist insbesondere in der Region Burgdorf untragbar. Es darf doch nicht sein, dass für die Anfahrt aus dem Emmental zur Autobahn gleich viel Zeit benötigt wird wie für die Fahrt auf der A1 von Kirchberg nach Zürich. Aus dieser Optik ist das Ausbauprojekt in der Region Burgdorf nicht nur notwendig, sondern dringlich und sinnvoll.</p><p>Das grosse Verkehrsaufkommen mit gegen 20 000 Fahrzeugen pro Tag unterstreicht die Dringlichkeit des Anliegens. Es könnten Bahnübergänge aufgehoben werden, und zudem wäre auch die Verbindung zur Strecke Bern-Langnau-Luzern verkehrstechnisch besser erschlossen.</p><p>Es liegen mehrere vergleichbare Wünsche anderer Regionen betreffend Aufklassierung von Strassenabschnitten ins Nationalstrassennetz vor. Ich denke dabei in erste Linie an folgende Projekte:</p><p>- Seedamm Rapperswil (Standesinitiative St. Gallen);</p><p>- Zufahrt Grosser St. Bernhard (Motion Epiney);</p><p>- Strassenverbindung A3/A4 Hirzeltunnel (Motion Bosshard);</p><p>- Seetunnel Region Zürich (Einfache Anfrage Hegetschweiler);</p><p>- Zürcher Oberland Autobahn (Parlamentarische Initiative Hegetschweiler);</p><p>- Zufahrt Lötschbergtunnel (Parlamentarische Initiative Wandfluh);</p><p>- Hauptstrasse über die Vue des Alpes (Motion Berberat);</p><p>- Prättigauerstrasse, Zufahrt zum Vereinatunnel (Parlamentarische Initiative Brändli).</p><p>Im Sinne einer objektiven Beurteilung der vorgängig aufgeführten Anliegen und eines sachgerechten Entscheides hat der Bundesrat angekündigt, eine Netzbereinigung in Form einer Gesamtschau vorzunehmen. Das Emmental stellt den Anspruch, in diese Liste aufgenommen zu werden.</p>
- <p>Wie der Motionär in der Begründung des Vorstosses richtigerweise festhält, wurden in letzter Zeit in der Tat vermehrt Begehren gestellt, welche eine Erweiterung oder den Ausbau des bestehenden Nationalstrassennetzes beinhalten. Diese Begehren sind durchwegs mit finanziellen und verkehrstechnischen Argumenten begründet. Der Bundesrat hat wiederholt die Meinung vertreten, dass zuerst das beschlossene Netz fertig erstellt, dann das bestehende Werk in seiner Substanz erhalten und schliesslich die vorhandene Kapazität mittels Telematik besser ausgenützt werden sollen; ein allfälliger Ausbau kommt erst an vierter Stelle. An dieser Prioritätenordnung ist festzuhalten. Der Bundesrat lehnt daher Vorstösse ab, die einzelfallweise und im Sinne einer Sofortmassnahme Umklassierungen oder Erweiterungen verlangen.</p><p>Andererseits ist zu bedenken, dass Nationalstrassenwerke eine lange Planungs-, Projektierungs- und Realisierungsdauer beanspruchen. Daraus folgt die Forderung, die konzeptionellen und planerischen Arbeiten so vorzusehen, dass nicht nach Fertigstellung des beschlossenen Netzes (etwa im Jahr 2015) wegen dann erst anlaufenden Planungsarbeiten lange Verzögerungen eintreten. Deshalb sind die konzeptionellen Grundlagen jetzt zu bearbeiten. Der Bundesrat erachtet dieses Vorgehen einer rollenden Planung als zweckmässig und ist bereit, die notwendigen Aufträge zu erteilen. Die Motion KVF-S (99.3456) betreffend Überprüfung des Bundesbeschlusses über das Nationalstrassennetz zielt in diese Richtung, weshalb der Bundesrat die Forderung des Vorstosses inhaltlich entgegengenommen hat. Er hat indessen klargestellt, dass er diese Überprüfung nicht isoliert für den Strassenbereich sehe, sondern als verkehrspolitisches Ganzes, insbesondere unter Einbezug der Verlagerungsziele und der für den Schienenverkehr getätigten Investitionen.</p><p>Es steht nichts entgegen, im Rahmen der konzeptionellen Arbeiten zum Thema Ausbau und Erweiterung des Nationalstrassennetzes auch die Situation der Zufahrt ins Emmental zu überprüfen. Der Bundesrat kann sich heute hinsichtlich dieser Strecke nicht binden lassen. Er lehnt darum den Vorstoss als Motion ab, ist aber bereit, ihn als Postulat entgegenzunehmen.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
- <p>Ich bitte den Bundesrat, den Strassenabschnitt ab Autobahnausfahrt Kirchberg bis Lützelflüh (Zufahrt Emmental) als Nationalstrasse zweiter oder dritter Klasse ins Nationalstrassennetz aufzunehmen.</p>
- Zufahrt Emmental
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Region Emmental mit insgesamt rund 100 000 Einwohnern bildet auf der Karte "Schweizerische Nationalstrassen/Stand der Bauarbeiten 1999" einen weissen Fleck, und man könnte annehmen, die ganze Region sei unbewohnt. Dies entspricht jedoch ganz und gar nicht der Tatsache. Die Region Emmental ist flächendeckend bevölkert, aber trotzdem durch den öffentlichen Verkehr weniger gut erschlossen als vergleichbare andere Regionen. Daher ist sie dringend auf ein gutes Netz für den Individualverkehr angewiesen.</p><p>Die heutige Situation für den Individualverkehr aus der Region Emmental in Richtung A1/A2 (Zürich/Basel) ist insbesondere in der Region Burgdorf untragbar. Es darf doch nicht sein, dass für die Anfahrt aus dem Emmental zur Autobahn gleich viel Zeit benötigt wird wie für die Fahrt auf der A1 von Kirchberg nach Zürich. Aus dieser Optik ist das Ausbauprojekt in der Region Burgdorf nicht nur notwendig, sondern dringlich und sinnvoll.</p><p>Das grosse Verkehrsaufkommen mit gegen 20 000 Fahrzeugen pro Tag unterstreicht die Dringlichkeit des Anliegens. Es könnten Bahnübergänge aufgehoben werden, und zudem wäre auch die Verbindung zur Strecke Bern-Langnau-Luzern verkehrstechnisch besser erschlossen.</p><p>Es liegen mehrere vergleichbare Wünsche anderer Regionen betreffend Aufklassierung von Strassenabschnitten ins Nationalstrassennetz vor. Ich denke dabei in erste Linie an folgende Projekte:</p><p>- Seedamm Rapperswil (Standesinitiative St. Gallen);</p><p>- Zufahrt Grosser St. Bernhard (Motion Epiney);</p><p>- Strassenverbindung A3/A4 Hirzeltunnel (Motion Bosshard);</p><p>- Seetunnel Region Zürich (Einfache Anfrage Hegetschweiler);</p><p>- Zürcher Oberland Autobahn (Parlamentarische Initiative Hegetschweiler);</p><p>- Zufahrt Lötschbergtunnel (Parlamentarische Initiative Wandfluh);</p><p>- Hauptstrasse über die Vue des Alpes (Motion Berberat);</p><p>- Prättigauerstrasse, Zufahrt zum Vereinatunnel (Parlamentarische Initiative Brändli).</p><p>Im Sinne einer objektiven Beurteilung der vorgängig aufgeführten Anliegen und eines sachgerechten Entscheides hat der Bundesrat angekündigt, eine Netzbereinigung in Form einer Gesamtschau vorzunehmen. Das Emmental stellt den Anspruch, in diese Liste aufgenommen zu werden.</p>
- <p>Wie der Motionär in der Begründung des Vorstosses richtigerweise festhält, wurden in letzter Zeit in der Tat vermehrt Begehren gestellt, welche eine Erweiterung oder den Ausbau des bestehenden Nationalstrassennetzes beinhalten. Diese Begehren sind durchwegs mit finanziellen und verkehrstechnischen Argumenten begründet. Der Bundesrat hat wiederholt die Meinung vertreten, dass zuerst das beschlossene Netz fertig erstellt, dann das bestehende Werk in seiner Substanz erhalten und schliesslich die vorhandene Kapazität mittels Telematik besser ausgenützt werden sollen; ein allfälliger Ausbau kommt erst an vierter Stelle. An dieser Prioritätenordnung ist festzuhalten. Der Bundesrat lehnt daher Vorstösse ab, die einzelfallweise und im Sinne einer Sofortmassnahme Umklassierungen oder Erweiterungen verlangen.</p><p>Andererseits ist zu bedenken, dass Nationalstrassenwerke eine lange Planungs-, Projektierungs- und Realisierungsdauer beanspruchen. Daraus folgt die Forderung, die konzeptionellen und planerischen Arbeiten so vorzusehen, dass nicht nach Fertigstellung des beschlossenen Netzes (etwa im Jahr 2015) wegen dann erst anlaufenden Planungsarbeiten lange Verzögerungen eintreten. Deshalb sind die konzeptionellen Grundlagen jetzt zu bearbeiten. Der Bundesrat erachtet dieses Vorgehen einer rollenden Planung als zweckmässig und ist bereit, die notwendigen Aufträge zu erteilen. Die Motion KVF-S (99.3456) betreffend Überprüfung des Bundesbeschlusses über das Nationalstrassennetz zielt in diese Richtung, weshalb der Bundesrat die Forderung des Vorstosses inhaltlich entgegengenommen hat. Er hat indessen klargestellt, dass er diese Überprüfung nicht isoliert für den Strassenbereich sehe, sondern als verkehrspolitisches Ganzes, insbesondere unter Einbezug der Verlagerungsziele und der für den Schienenverkehr getätigten Investitionen.</p><p>Es steht nichts entgegen, im Rahmen der konzeptionellen Arbeiten zum Thema Ausbau und Erweiterung des Nationalstrassennetzes auch die Situation der Zufahrt ins Emmental zu überprüfen. Der Bundesrat kann sich heute hinsichtlich dieser Strecke nicht binden lassen. Er lehnt darum den Vorstoss als Motion ab, ist aber bereit, ihn als Postulat entgegenzunehmen.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
- <p>Ich bitte den Bundesrat, den Strassenabschnitt ab Autobahnausfahrt Kirchberg bis Lützelflüh (Zufahrt Emmental) als Nationalstrasse zweiter oder dritter Klasse ins Nationalstrassennetz aufzunehmen.</p>
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