Zertifizierung für familienfreundliche Unternehmen
- ShortId
-
00.3450
- Id
-
20003450
- Updated
-
25.06.2025 01:48
- Language
-
de
- Title
-
Zertifizierung für familienfreundliche Unternehmen
- AdditionalIndexing
-
Unternehmensverwaltung;Unternehmenspolitik;Schutz der Familie;Familienpolitik;Kinderbetreuung;Teilzeitarbeit;Gütezeichen
- 1
-
- L04K01030304, Familienpolitik
- L03K070305, Unternehmensverwaltung
- L05K0702030213, Teilzeitarbeit
- L04K01040207, Kinderbetreuung
- L04K07030403, Unternehmenspolitik
- L05K0701010304, Gütezeichen
- L05K0103030401, Schutz der Familie
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Im Spannungsfeld zwischen Familie und Beruf liegt einerseits ein riesiges Konflikt- und andererseits ein ebenso grosses Energiepotenzial. Das Thema "work-life balance" wird von fortschrittlichen Unternehmen deshalb immer mehr als Schlüsselthema für ein erfolgreiches Personalmanagement erkannt. Wer Familie und Beruf zufriedenstellend vereinbaren kann, ist nicht nur im Beruf wesentlich leistungsfähiger, sondern auch in der Familie präsenter, sicherer und ausgeglichener. Eine erfolgreiche Vereinbarung von Familie und Beruf ist eine ausgesprochene Win-Win-Situation. Auch die Gesellschaft als Ganzes profitiert in vielen Bereichen, vor allem natürlich volkswirtschaftlich, indem das Humanpotenzial sowohl im beruflichen wie auch im privaten Bereich besser genutzt wird.</p><p>Die öffentliche Hand hat also durchaus ein Interesse, Bemühungen um familienfreundliche Unternehmenskulturen zu unterstützen. Sie soll sich dabei darauf konzentrieren, Anreize zu schaffen, da solche Kulturen am nachhaltigsten auf freiwilliger Basis erarbeitet werden können. Eine Zertifizierung ist eine erprobte Massnahme, solche freiwilligen Veränderungsprozesse einzuleiten und standardisiert umzusetzen.</p><p>Mit dem Prix Alliance F hat der Bund schweizerischer Frauenorganisationen einen ersten kleinen Schritt in diese Richtung aufgezeigt. Diese Erfahrungen können auch bezüglich Kriterien sicher genutzt werden. Um aber Wirkung zu entfalten, müssen wir über diese Jubiläums-Preis-Verleihungs-Kultur hinauskommen.</p><p>Der mit diesem Postulat geforderte Bericht soll einerseits eine Einschätzung der gegenwärtigen Situation zum Thema "life and work" in der heutigen schweizerischen Arbeitswelt machen. Andererseits soll er Möglichkeiten aufzeigen, wie eine Zertifizierung für Familienfreundlichkeit in Unternehmen aussehen könnte, welche Kriterien berücksichtigt werden könnten und wie die entsprechende Zertifizierungsstelle zusammengesetzt werden könnte. Und in einem dritten Punkt soll er die Frage prüfen, ob über das Zertifikat hinaus zusätzliche Anreize wie beispielsweise Steuerermässigungen oder eine besondere Berücksichtigung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen geschaffen werden sollen.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht die Möglichkeiten einer Zertifizierung von Unternehmen aufzuzeigen, die eine familienfreundliche Unternehmenskultur fördern. Als Kriterien sollen insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden: Förderung und Ausgestaltung von Teilzeitstellen auf allen Hierarchiestufen, Unterstützung der Angestellten in der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Mitfinanzierung von Betreuungsplätzen; Beteiligung an Vermittlungsstellen usw.), Berücksichtigung der erworbenen Qualifikationen aus der Familienarbeit bei der Personalentwicklung. Im Bericht sollen schwergewichtig auch betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Überlegungen angestellt werden. Der Bericht soll aufzeigen, wie allenfalls zertifizierte Unternehmen unterstützt werden könnten (Steuerermässigungen, Submissionswesen usw.).</p>
- Zertifizierung für familienfreundliche Unternehmen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Im Spannungsfeld zwischen Familie und Beruf liegt einerseits ein riesiges Konflikt- und andererseits ein ebenso grosses Energiepotenzial. Das Thema "work-life balance" wird von fortschrittlichen Unternehmen deshalb immer mehr als Schlüsselthema für ein erfolgreiches Personalmanagement erkannt. Wer Familie und Beruf zufriedenstellend vereinbaren kann, ist nicht nur im Beruf wesentlich leistungsfähiger, sondern auch in der Familie präsenter, sicherer und ausgeglichener. Eine erfolgreiche Vereinbarung von Familie und Beruf ist eine ausgesprochene Win-Win-Situation. Auch die Gesellschaft als Ganzes profitiert in vielen Bereichen, vor allem natürlich volkswirtschaftlich, indem das Humanpotenzial sowohl im beruflichen wie auch im privaten Bereich besser genutzt wird.</p><p>Die öffentliche Hand hat also durchaus ein Interesse, Bemühungen um familienfreundliche Unternehmenskulturen zu unterstützen. Sie soll sich dabei darauf konzentrieren, Anreize zu schaffen, da solche Kulturen am nachhaltigsten auf freiwilliger Basis erarbeitet werden können. Eine Zertifizierung ist eine erprobte Massnahme, solche freiwilligen Veränderungsprozesse einzuleiten und standardisiert umzusetzen.</p><p>Mit dem Prix Alliance F hat der Bund schweizerischer Frauenorganisationen einen ersten kleinen Schritt in diese Richtung aufgezeigt. Diese Erfahrungen können auch bezüglich Kriterien sicher genutzt werden. Um aber Wirkung zu entfalten, müssen wir über diese Jubiläums-Preis-Verleihungs-Kultur hinauskommen.</p><p>Der mit diesem Postulat geforderte Bericht soll einerseits eine Einschätzung der gegenwärtigen Situation zum Thema "life and work" in der heutigen schweizerischen Arbeitswelt machen. Andererseits soll er Möglichkeiten aufzeigen, wie eine Zertifizierung für Familienfreundlichkeit in Unternehmen aussehen könnte, welche Kriterien berücksichtigt werden könnten und wie die entsprechende Zertifizierungsstelle zusammengesetzt werden könnte. Und in einem dritten Punkt soll er die Frage prüfen, ob über das Zertifikat hinaus zusätzliche Anreize wie beispielsweise Steuerermässigungen oder eine besondere Berücksichtigung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen geschaffen werden sollen.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht die Möglichkeiten einer Zertifizierung von Unternehmen aufzuzeigen, die eine familienfreundliche Unternehmenskultur fördern. Als Kriterien sollen insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden: Förderung und Ausgestaltung von Teilzeitstellen auf allen Hierarchiestufen, Unterstützung der Angestellten in der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Mitfinanzierung von Betreuungsplätzen; Beteiligung an Vermittlungsstellen usw.), Berücksichtigung der erworbenen Qualifikationen aus der Familienarbeit bei der Personalentwicklung. Im Bericht sollen schwergewichtig auch betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Überlegungen angestellt werden. Der Bericht soll aufzeigen, wie allenfalls zertifizierte Unternehmen unterstützt werden könnten (Steuerermässigungen, Submissionswesen usw.).</p>
- Zertifizierung für familienfreundliche Unternehmen
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