Schweizer Wissenschaftspark für Holz
- ShortId
-
00.3479
- Id
-
20003479
- Updated
-
10.04.2024 09:31
- Language
-
de
- Title
-
Schweizer Wissenschaftspark für Holz
- AdditionalIndexing
-
Holzindustrie;Brennholz;Holzprodukt;Bauholz;Forschung und geistiges Eigentum;Forschungspolitik
- 1
-
- L02K1602, Forschung und geistiges Eigentum
- L04K07050401, Holzprodukt
- L03K070504, Holzindustrie
- L05K0705040102, Brennholz
- L05K0705040101, Bauholz
- L03K160202, Forschungspolitik
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>1977 wurde an der ETH Lausanne ein Lehrstuhl für Holzkonstruktionen errichtet und Professor Julius Natterer zu dessen Inhaber berufen. Mit der Errichtung dieses Lehrstuhls, der auf seinem Fachgebiet heute führend ist, hat die Schweiz Pionierarbeit geleistet. </p><p>In den letzten Jahren wurden zu allen möglichen Themen Wissenschaftsparks geschaffen. Ein solcher fehlt jedoch im Bereich des Holzbaus. Der Orkan Lothar hat gezeigt, wie nötig es ist, diesen Forschungszweig weiterzuentwickeln.</p><p>Ein Freiburger Projekt zur Errichtung eines Wissenschaftsparks für Holz wird gegenwärtig erarbeitet. Es findet Unterstützung in Kreisen der Wissenschaft, der Bildung und der Politik.</p><p>Der Wissenschaftspark soll als Orientierungspunkt für die Erforschung, die Entwicklung und die Anwendung neuer Technologien in der Holzbranche dienen. Dabei soll für eine nachhaltige Entwicklung gesorgt und die Umwelt geschont werden. Dieser Wissenschaftspark für Holz sollte den Anstoss für eine Vernetzung der Forschungsinstitute, der Waldwirtschaftsverbände, der Holzwirtschaft und der privaten Unternehmen geben. Auf diese Weise sollen der Austausch von Technologien gefördert und die Holzwirtschaft für den Markt attraktiver gemacht werden. Ein Wissenschaftspark für Holz würde dazu beitragen, zwei Holzwerkstoffbranchen zu beleben, nämlich Energieholz und Bauholz. Das einheimische Holz hätte dabei die Priorität.</p><p>Aus all diesen Gründen bin ich der Auffassung, dass ein schweizerischer Wissenschaftspark für Holz auf die Unterstützung des Bundes sollte zählen können.</p>
- <p>Im Rahmen der Verpflichtung des Bundes zur Nachhaltigkeit unterstützt der Bundesrat den Einsatz von erneuerbaren Rohstoffen. Dem einheimischen Holz als nachwachsendem Rohstoff kommt in diesem Rahmen eine besondere Rolle zu, und zwar insbesondere deshalb, weil das Holz mit geringem Energieeinsatz zu hochwertigen Werkstoffen verarbeitet werden kann, weil es über kurze Transportdistanzen zum Verbraucher gelangt und natürlich weil es in der CO2-Bilanz positiv zu Buche schlägt. </p><p>Verschiedenste vom Bund unterstützte Aktivitäten zielen auf eine allgemeine Erhöhung der Holzverwendung. So trägt die Forschung und Entwicklung dazu bei, dass die Leistungsfähigkeit des Holzes optimal ausgenutzt werden kann. Dazu gehören insbesondere die Aktivitäten des Kompetenznetzwerkes Holz auf der Ebene der Fachhochschulen sowie das Kompetenzzentrum Holz des ETH-Bereiches. </p><p>Das Kompetenznetzwerk Holz, dem neun Institute aus sechs schweizerischen Fachhochschulen und die EPF Lausanne angehören, befindet sich zurzeit im Aufbau. Es steht unter der Federführung der schweizerischen Hochschule für die Holzwirtschaft der Berner Fachhochschule in Biel. </p><p>Dem Kompetenzzentrum Holz gehören zehn Mitglieder der ETH Zürich, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) Dübendorf und St. Gallen sowie die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL an. Das Kompetenzzentrum Holz wird von der Empa Dübendorf geleitet. </p><p>Daneben beschäftigen sich viele Unternehmen der Holzwirtschaft mit privater Forschung und Entwicklung.</p><p>Dem Aufbau eines neuen Wissenschaftsparks muss eine umfassende Bedürfnisanalyse in der gesamten Schweiz vorausgehen. Dazu gehört auch eine klare Positionierung des Vorhabens im Verhältnis zu den bereits existierenden wissenschaftlichen Institutionen. </p><p>Der Bundesrat schlägt vor, die Bedürfnisanalyse im Rahmen des Förderprogrammes "Holz 2000" durchzuführen. Ein Teil dieses Programmes ist für die Thematik der technischen Innovation reserviert. Erst im Anschluss daran kann effektiv entschieden werden, ob und in welcher Form der Aufbau eines Wissenschaftsparks für Holz durch den Bund unterstützt werden kann.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Ist der Bundesrat bereit, die Errichtung und den Betrieb eines schweizerischen Wissenschaftsparks für Holz zu unterstützen?</p>
- Schweizer Wissenschaftspark für Holz
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>1977 wurde an der ETH Lausanne ein Lehrstuhl für Holzkonstruktionen errichtet und Professor Julius Natterer zu dessen Inhaber berufen. Mit der Errichtung dieses Lehrstuhls, der auf seinem Fachgebiet heute führend ist, hat die Schweiz Pionierarbeit geleistet. </p><p>In den letzten Jahren wurden zu allen möglichen Themen Wissenschaftsparks geschaffen. Ein solcher fehlt jedoch im Bereich des Holzbaus. Der Orkan Lothar hat gezeigt, wie nötig es ist, diesen Forschungszweig weiterzuentwickeln.</p><p>Ein Freiburger Projekt zur Errichtung eines Wissenschaftsparks für Holz wird gegenwärtig erarbeitet. Es findet Unterstützung in Kreisen der Wissenschaft, der Bildung und der Politik.</p><p>Der Wissenschaftspark soll als Orientierungspunkt für die Erforschung, die Entwicklung und die Anwendung neuer Technologien in der Holzbranche dienen. Dabei soll für eine nachhaltige Entwicklung gesorgt und die Umwelt geschont werden. Dieser Wissenschaftspark für Holz sollte den Anstoss für eine Vernetzung der Forschungsinstitute, der Waldwirtschaftsverbände, der Holzwirtschaft und der privaten Unternehmen geben. Auf diese Weise sollen der Austausch von Technologien gefördert und die Holzwirtschaft für den Markt attraktiver gemacht werden. Ein Wissenschaftspark für Holz würde dazu beitragen, zwei Holzwerkstoffbranchen zu beleben, nämlich Energieholz und Bauholz. Das einheimische Holz hätte dabei die Priorität.</p><p>Aus all diesen Gründen bin ich der Auffassung, dass ein schweizerischer Wissenschaftspark für Holz auf die Unterstützung des Bundes sollte zählen können.</p>
- <p>Im Rahmen der Verpflichtung des Bundes zur Nachhaltigkeit unterstützt der Bundesrat den Einsatz von erneuerbaren Rohstoffen. Dem einheimischen Holz als nachwachsendem Rohstoff kommt in diesem Rahmen eine besondere Rolle zu, und zwar insbesondere deshalb, weil das Holz mit geringem Energieeinsatz zu hochwertigen Werkstoffen verarbeitet werden kann, weil es über kurze Transportdistanzen zum Verbraucher gelangt und natürlich weil es in der CO2-Bilanz positiv zu Buche schlägt. </p><p>Verschiedenste vom Bund unterstützte Aktivitäten zielen auf eine allgemeine Erhöhung der Holzverwendung. So trägt die Forschung und Entwicklung dazu bei, dass die Leistungsfähigkeit des Holzes optimal ausgenutzt werden kann. Dazu gehören insbesondere die Aktivitäten des Kompetenznetzwerkes Holz auf der Ebene der Fachhochschulen sowie das Kompetenzzentrum Holz des ETH-Bereiches. </p><p>Das Kompetenznetzwerk Holz, dem neun Institute aus sechs schweizerischen Fachhochschulen und die EPF Lausanne angehören, befindet sich zurzeit im Aufbau. Es steht unter der Federführung der schweizerischen Hochschule für die Holzwirtschaft der Berner Fachhochschule in Biel. </p><p>Dem Kompetenzzentrum Holz gehören zehn Mitglieder der ETH Zürich, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) Dübendorf und St. Gallen sowie die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL an. Das Kompetenzzentrum Holz wird von der Empa Dübendorf geleitet. </p><p>Daneben beschäftigen sich viele Unternehmen der Holzwirtschaft mit privater Forschung und Entwicklung.</p><p>Dem Aufbau eines neuen Wissenschaftsparks muss eine umfassende Bedürfnisanalyse in der gesamten Schweiz vorausgehen. Dazu gehört auch eine klare Positionierung des Vorhabens im Verhältnis zu den bereits existierenden wissenschaftlichen Institutionen. </p><p>Der Bundesrat schlägt vor, die Bedürfnisanalyse im Rahmen des Förderprogrammes "Holz 2000" durchzuführen. Ein Teil dieses Programmes ist für die Thematik der technischen Innovation reserviert. Erst im Anschluss daran kann effektiv entschieden werden, ob und in welcher Form der Aufbau eines Wissenschaftsparks für Holz durch den Bund unterstützt werden kann.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Ist der Bundesrat bereit, die Errichtung und den Betrieb eines schweizerischen Wissenschaftsparks für Holz zu unterstützen?</p>
- Schweizer Wissenschaftspark für Holz
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