Arbeitswelt und Gesundheit. Lancierung eines Nationalen Forschungsprogramms
- ShortId
-
00.3502
- Id
-
20003502
- Updated
-
25.06.2025 01:47
- Language
-
de
- Title
-
Arbeitswelt und Gesundheit. Lancierung eines Nationalen Forschungsprogramms
- AdditionalIndexing
-
Arbeitsumgebung;Berufssterblichkeit;Gesundheitszustand;Forschungsprogramm;Berufskrankheit;Arbeitssicherheit;Arbeitsbedingungen
- 1
-
- L05K0702050204, Arbeitsumgebung
- L06K070205020205, Berufskrankheit
- L04K01050523, Gesundheitszustand
- L04K16020201, Forschungsprogramm
- L04K07020502, Arbeitsbedingungen
- L05K0702050202, Arbeitssicherheit
- L05K0107030101, Berufssterblichkeit
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>In der ganzen Schweiz - wie übrigens in anderen Ländern auch - befindet sich die Arbeitswelt seit längerer Zeit in einem tief greifenden Umbruch. Auf verschiedenen Ebenen ist ein gesellschaftlich folgenreicher technologischer und betriebswirtschaftlicher Rationalisierungsschub festzustellen.</p><p>- Privatrechtliche und öffentliche Firmen verändern ihre Rechtsform sowie ihre Organisation (Fusionen, Privatisierungen usw.). Sie werden verkauft oder verschwinden ganz (z. B. Bally, Adtranz, Hürlimann, Sulzer usw.).</p><p>- Neue Technologien (Automatisierungen und Einführung von Computersystemen) verändern laufend ganze Arbeitsabläufe und generieren neue Berufe.</p><p>- Innovationen im Bereich von Betriebsführungsmethoden (New Public Management, Top Quality Management, Just-in-Time-Production usw.) verändern das Arbeitsklima in den Firmen. Auch werden Probleme am Arbeitsplatz, wie z. B. Mobbing und sexuelle Belästigung, thematisiert.</p><p>Selbstverständlich betreffen die angedeuteten Änderungen nicht nur die Firmen als solche, sondern letztlich auch jede einzelne Arbeitnehmerin, jeden einzelnen Arbeitnehmer. Viele von ihnen sind verunsichert und leiden unter Stress (vergleiche dazu die Auftragsstudie des Seco "Die Kosten von Stress in der Schweiz", die am 12. September 2000 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde). In eindrücklicher Weise werden in dieser Untersuchung die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten des Stressproblems vorgerechnet.</p><p>Wir dürfen es aber nicht bei diesem vorwiegend kalkulatorischen Diskurs belassen, sondern müssen weitere Fragen stellen, die darauf abzielen, Strategien dafür zu entwickeln, wie einerseits Stress in der Arbeitswelt abgebaut werden kann und wie andererseits Einzelne und Firmen mit Belastungen "menschengerecht" umgehen können.</p><p>Es ist an der Zeit - nach der alarmierenden ersten Bestandesaufnahme des Seco-Berichtes -, das Problemfeld "Arbeitswelt und Gesundheit" im Hinblick auf Lösungsvorschläge umfassend zu betrachten und gründlich zu analysieren. Ein nationales Forschungsprogramm scheint in diesem Zusammenhang im Sinne von Artikel 4 der Forschungsverordnung das geeignete Mittel zu sein.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, im Sinne von Artikel 4 der Forschungsverordnung (SR 420.11) ein Nationales Forschungsprogramm zum Thema "Arbeitswelt und Gesundheit" zu lancieren. In diesem Programm sollen die Veränderungen der Arbeitswelt und die Auswirkungen derselben auf die Volksgesundheit umfassend beschrieben und analysiert werden.</p>
- Arbeitswelt und Gesundheit. Lancierung eines Nationalen Forschungsprogramms
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>In der ganzen Schweiz - wie übrigens in anderen Ländern auch - befindet sich die Arbeitswelt seit längerer Zeit in einem tief greifenden Umbruch. Auf verschiedenen Ebenen ist ein gesellschaftlich folgenreicher technologischer und betriebswirtschaftlicher Rationalisierungsschub festzustellen.</p><p>- Privatrechtliche und öffentliche Firmen verändern ihre Rechtsform sowie ihre Organisation (Fusionen, Privatisierungen usw.). Sie werden verkauft oder verschwinden ganz (z. B. Bally, Adtranz, Hürlimann, Sulzer usw.).</p><p>- Neue Technologien (Automatisierungen und Einführung von Computersystemen) verändern laufend ganze Arbeitsabläufe und generieren neue Berufe.</p><p>- Innovationen im Bereich von Betriebsführungsmethoden (New Public Management, Top Quality Management, Just-in-Time-Production usw.) verändern das Arbeitsklima in den Firmen. Auch werden Probleme am Arbeitsplatz, wie z. B. Mobbing und sexuelle Belästigung, thematisiert.</p><p>Selbstverständlich betreffen die angedeuteten Änderungen nicht nur die Firmen als solche, sondern letztlich auch jede einzelne Arbeitnehmerin, jeden einzelnen Arbeitnehmer. Viele von ihnen sind verunsichert und leiden unter Stress (vergleiche dazu die Auftragsstudie des Seco "Die Kosten von Stress in der Schweiz", die am 12. September 2000 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde). In eindrücklicher Weise werden in dieser Untersuchung die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten des Stressproblems vorgerechnet.</p><p>Wir dürfen es aber nicht bei diesem vorwiegend kalkulatorischen Diskurs belassen, sondern müssen weitere Fragen stellen, die darauf abzielen, Strategien dafür zu entwickeln, wie einerseits Stress in der Arbeitswelt abgebaut werden kann und wie andererseits Einzelne und Firmen mit Belastungen "menschengerecht" umgehen können.</p><p>Es ist an der Zeit - nach der alarmierenden ersten Bestandesaufnahme des Seco-Berichtes -, das Problemfeld "Arbeitswelt und Gesundheit" im Hinblick auf Lösungsvorschläge umfassend zu betrachten und gründlich zu analysieren. Ein nationales Forschungsprogramm scheint in diesem Zusammenhang im Sinne von Artikel 4 der Forschungsverordnung das geeignete Mittel zu sein.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, im Sinne von Artikel 4 der Forschungsverordnung (SR 420.11) ein Nationales Forschungsprogramm zum Thema "Arbeitswelt und Gesundheit" zu lancieren. In diesem Programm sollen die Veränderungen der Arbeitswelt und die Auswirkungen derselben auf die Volksgesundheit umfassend beschrieben und analysiert werden.</p>
- Arbeitswelt und Gesundheit. Lancierung eines Nationalen Forschungsprogramms
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