Erwerbstätigkeit der Frauen. Bericht

ShortId
00.3587
Id
20003587
Updated
25.06.2025 01:44
Language
de
Title
Erwerbstätigkeit der Frauen. Bericht
AdditionalIndexing
Bericht;Mutterschaftsversicherung;Obligationenrecht;Mutterschaftsurlaub;berufstätige Mutter;Frauenarbeit
1
  • L05K0104030101, Mutterschaftsurlaub
  • L05K0702030205, Frauenarbeit
  • L06K070203020501, berufstätige Mutter
  • L04K01040115, Mutterschaftsversicherung
  • L03K020206, Bericht
  • L04K05070204, Obligationenrecht
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Anlässlich der Behandlung der Motion Spoerry im Ständerat, welche die Lücke im OR (acht Wochen Arbeitsverbot gemäss Arbeitsgesetz ohne entsprechende Lohnfortzahlungspflicht im OR) schliessen will und vom Ständerat mit 35 zu 0 Stimmen überwiesen wurde, erklärte Bundesrätin Metzler, dass der Bundesrat im Rahmen des OR einen Mutterschaftsurlaub einführen will. Der bezahlte Urlaub solle mit dem Tag der Niederkunft beginnen, und es solle während mindestens acht Wochen der volle Lohn bezahlt werden. Die Dauer könne allenfalls nach dem Dienstalter abgestuft verlängert werden, das werde noch näher geprüft. Die Regelung solle in der ganzen Schweiz einheitlich sein (siehe "NZZ" vom 20. September 2000).</p><p>Die Qualität einer derartigen Neuregelung lässt sich nur aufgrund einer aktuellen Bestandesaufnahme über die arbeitsvertragliche Situation der erwerbstätigen Frauen in der Schweiz beurteilen. 1994 wurde die letzte Untersuchung über die Regelungen bei Mutterschaft in den Gesamtarbeitsverträgen durchgeführt. Der Botschaft zum Bundesgesetz über die Mutterschaftsversicherung sind weitere diesbezügliche Daten zu entnehmen. Diese gibt aber keine Auskunft über die Frage, wie viele Frauen von der vom Bundesrat anvisierten obligationenrechtlichen Neuregelung profitieren würden. Die Beantwortung dieser Frage ist für die Weiterverfolgung des Modells aber zentral.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Ich ersuche den Bundesrat um Erstellung eines Berichtes, der Auskunft über den aktuellen Stand des bezahlten Mutterschaftsurlaubes gemäss Obligationenrecht (OR) in Gesamtarbeitsverträgen und im öffentlichen Dienstverhältnis und betreffend die Dauer der Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeber gibt. Der Bericht soll auch Antwort darauf geben, wie viele Frauen von einer Neuregelung im OR mit einer Lohnfortzahlungspflicht von acht Wochen (und der nach weiteren Dienstjahren allenfalls vorgesehenen Verlängerung) gegenüber heute profitieren würden. Zudem sollte aus dem Bericht hervorgehen, wie viele Frauen im gebärfähigen Alter selbstständig erwerbend sind und wie viele Frauen sich privat gegen Lohnausfall zufolge Mutterschaft versichern.</p>
  • Erwerbstätigkeit der Frauen. Bericht
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Anlässlich der Behandlung der Motion Spoerry im Ständerat, welche die Lücke im OR (acht Wochen Arbeitsverbot gemäss Arbeitsgesetz ohne entsprechende Lohnfortzahlungspflicht im OR) schliessen will und vom Ständerat mit 35 zu 0 Stimmen überwiesen wurde, erklärte Bundesrätin Metzler, dass der Bundesrat im Rahmen des OR einen Mutterschaftsurlaub einführen will. Der bezahlte Urlaub solle mit dem Tag der Niederkunft beginnen, und es solle während mindestens acht Wochen der volle Lohn bezahlt werden. Die Dauer könne allenfalls nach dem Dienstalter abgestuft verlängert werden, das werde noch näher geprüft. Die Regelung solle in der ganzen Schweiz einheitlich sein (siehe "NZZ" vom 20. September 2000).</p><p>Die Qualität einer derartigen Neuregelung lässt sich nur aufgrund einer aktuellen Bestandesaufnahme über die arbeitsvertragliche Situation der erwerbstätigen Frauen in der Schweiz beurteilen. 1994 wurde die letzte Untersuchung über die Regelungen bei Mutterschaft in den Gesamtarbeitsverträgen durchgeführt. Der Botschaft zum Bundesgesetz über die Mutterschaftsversicherung sind weitere diesbezügliche Daten zu entnehmen. Diese gibt aber keine Auskunft über die Frage, wie viele Frauen von der vom Bundesrat anvisierten obligationenrechtlichen Neuregelung profitieren würden. Die Beantwortung dieser Frage ist für die Weiterverfolgung des Modells aber zentral.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Ich ersuche den Bundesrat um Erstellung eines Berichtes, der Auskunft über den aktuellen Stand des bezahlten Mutterschaftsurlaubes gemäss Obligationenrecht (OR) in Gesamtarbeitsverträgen und im öffentlichen Dienstverhältnis und betreffend die Dauer der Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeber gibt. Der Bericht soll auch Antwort darauf geben, wie viele Frauen von einer Neuregelung im OR mit einer Lohnfortzahlungspflicht von acht Wochen (und der nach weiteren Dienstjahren allenfalls vorgesehenen Verlängerung) gegenüber heute profitieren würden. Zudem sollte aus dem Bericht hervorgehen, wie viele Frauen im gebärfähigen Alter selbstständig erwerbend sind und wie viele Frauen sich privat gegen Lohnausfall zufolge Mutterschaft versichern.</p>
    • Erwerbstätigkeit der Frauen. Bericht

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