Schweizerisches Zentrum für Transplantationsmedizin

ShortId
00.3749
Id
20003749
Updated
25.06.2025 01:44
Language
de
Title
Schweizerisches Zentrum für Transplantationsmedizin
AdditionalIndexing
2841;Dezentralisierung;Organverpflanzung;Medizin
1
  • L04K01050516, Organverpflanzung
  • L03K010502, Medizin
  • L04K01020406, Dezentralisierung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Heute sind die Anstrengungen auf dem Gebiet der Transplantation in grossem Ausmass zersplittert. Eine Konzentration der Kräfte und Geldmittel könnte:</p><p>1. eine Steigerung der Resultate im Interesse der Patienten bringen;</p><p>2. einen rationelleren Einsatz der personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen ermöglichen;</p><p>3. unserem Land in diesem Bereich eine weltweit führende Rolle bringen.</p><p>Kantonale und universitäre Eitelkeiten haben bis heute ein effektives Zusammenfassen der Kräfte verhindert.</p><p>Die heutige Situation ist durch die Zersplitterung der Kräfte nicht nur für die eigentliche Transplantation suboptimal. Der "Normalbetrieb" eines Spitals wird durch den aufwendigen und plötzlich anfallenden Eingriff (wenn ein geeignetes Organ gefunden worden ist) erheblich gestört. Die aufwendige Transplantation bindet sowohl für die Operation wie auch für die nachfolgende Intensivbetreuung grosse Kräfte. Dadurch wird angesichts der überall angespannten Personalsituation nicht selten der übrige Notfalldienst beeinträchtigt.</p><p>Gut und günstig: Die besten und günstigsten Resultate lassen sich ohne Zweifel erzielen, wenn sich eine spezialisierte Klinik mit Spezialkräften vorwiegend den aufwendigen Transplantationen widmet. Vorbereitung und Nachbetreuung der Patienten (inklusive Einbezug der Angehörigen in diese Prozesse) können viel besser erfolgen, wenn diese hoch spezialisierte Arbeit durch Leute ausgeführt wird, die sich mit diesen Problemen hauptberuflich befassen.</p><p>Für die Grösse der Schweiz genügt ein Transplantationszentrum. Wichtig ist für die Patienten weniger die unmitttelbare Nähe zum Wohnort, als vielmehr, dass die Transplantation hoch professionell ausgeführt wird. Dies ist sicher eher der Fall, wenn die entsprechende Fallzahl an einem Zentrum hoch ist; heute ist dies an vielen Orten wegen der Zersplitterung der Kräfte nicht der Fall.</p><p>Der Bund hat die Möglichkeit, auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin aktiv zu werden. Seine Führung ist in den nächsten Jahren gefragt.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Der Bundesrat wird ersucht, in Zusammenarbeit mit den Kantonen die Errichtung eines schweizerischen Zentrums für Transplantationsmedizin zu prüfen.</p><p>Transplantationen, die hohe medizinische Anforderungen stellen und hohe Kosten verursachen, sollen in diesem Zentrum durchgeführt werden. Das Zentrum soll gleichzeitig ein Dienstleistungszentrum von höchster Qualität wie auch das schweizerische Zentrum für angewandte Forschung im Bereich der Transplantation sein.</p>
  • Schweizerisches Zentrum für Transplantationsmedizin
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Heute sind die Anstrengungen auf dem Gebiet der Transplantation in grossem Ausmass zersplittert. Eine Konzentration der Kräfte und Geldmittel könnte:</p><p>1. eine Steigerung der Resultate im Interesse der Patienten bringen;</p><p>2. einen rationelleren Einsatz der personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen ermöglichen;</p><p>3. unserem Land in diesem Bereich eine weltweit führende Rolle bringen.</p><p>Kantonale und universitäre Eitelkeiten haben bis heute ein effektives Zusammenfassen der Kräfte verhindert.</p><p>Die heutige Situation ist durch die Zersplitterung der Kräfte nicht nur für die eigentliche Transplantation suboptimal. Der "Normalbetrieb" eines Spitals wird durch den aufwendigen und plötzlich anfallenden Eingriff (wenn ein geeignetes Organ gefunden worden ist) erheblich gestört. Die aufwendige Transplantation bindet sowohl für die Operation wie auch für die nachfolgende Intensivbetreuung grosse Kräfte. Dadurch wird angesichts der überall angespannten Personalsituation nicht selten der übrige Notfalldienst beeinträchtigt.</p><p>Gut und günstig: Die besten und günstigsten Resultate lassen sich ohne Zweifel erzielen, wenn sich eine spezialisierte Klinik mit Spezialkräften vorwiegend den aufwendigen Transplantationen widmet. Vorbereitung und Nachbetreuung der Patienten (inklusive Einbezug der Angehörigen in diese Prozesse) können viel besser erfolgen, wenn diese hoch spezialisierte Arbeit durch Leute ausgeführt wird, die sich mit diesen Problemen hauptberuflich befassen.</p><p>Für die Grösse der Schweiz genügt ein Transplantationszentrum. Wichtig ist für die Patienten weniger die unmitttelbare Nähe zum Wohnort, als vielmehr, dass die Transplantation hoch professionell ausgeführt wird. Dies ist sicher eher der Fall, wenn die entsprechende Fallzahl an einem Zentrum hoch ist; heute ist dies an vielen Orten wegen der Zersplitterung der Kräfte nicht der Fall.</p><p>Der Bund hat die Möglichkeit, auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin aktiv zu werden. Seine Führung ist in den nächsten Jahren gefragt.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Der Bundesrat wird ersucht, in Zusammenarbeit mit den Kantonen die Errichtung eines schweizerischen Zentrums für Transplantationsmedizin zu prüfen.</p><p>Transplantationen, die hohe medizinische Anforderungen stellen und hohe Kosten verursachen, sollen in diesem Zentrum durchgeführt werden. Das Zentrum soll gleichzeitig ein Dienstleistungszentrum von höchster Qualität wie auch das schweizerische Zentrum für angewandte Forschung im Bereich der Transplantation sein.</p>
    • Schweizerisches Zentrum für Transplantationsmedizin

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