Aufteilung der Mittel für die wissenschaftliche Forschung. Entwicklung

ShortId
01.3055
Id
20013055
Updated
14.11.2025 06:25
Language
de
Title
Aufteilung der Mittel für die wissenschaftliche Forschung. Entwicklung
AdditionalIndexing
36;Grundlagenforschung;Ländervergleich;angewandte Forschung;Forschungsförderung;ex post Evaluation
1
  • L04K16020204, Forschungsförderung
  • L05K0802030207, ex post Evaluation
  • L04K16020104, Grundlagenforschung
  • L04K16020101, angewandte Forschung
  • L04K02022201, Ländervergleich
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Bundesrat ist sich der Bedeutung der Grundlagenforschung und der freien Forschung für die Schweiz bewusst. In diesem Sinn erfolgte auch eine Erhöhung des Beitrages an den SNF, damit diese beiden Forschungsarten in den letzten Jahren vermehrt gefördert werden konnten. Für die orientierte Forschung hat der Bundesrat in der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Technologie in den Jahren 2000 bis 2003 (BFT-Botschaft) bereits inhaltliche Ziele in vier prioritären Bereichen formuliert (Lebenswissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, nachhaltige Entwicklung und Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologien).</p><p>Die Entwicklung der verschiedenen Arten von Forschung ist sehr schwer zu beziffern. Die Grenzen zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung einerseits, und zwischen freier und orientierter Forschung andererseits sind nämlich fliessend. Ein nicht zu vernachlässigender Anteil der Grundlagenforschung gehört in den Bereich der angewandten Forschung und umgekehrt. Im gleichen Sinn ist ein grosser Teil der so genannt orientierten Forschung der freien Forschung zuzurechnen. Die heutige Statistik kann deshalb über die Entwicklung dieser verschiedenen Forschungsarten nur teilweise Aufschluss geben.</p><p>Der Bundesrat wird die vom Interpellanten gewünschte Analyse bei der Erarbeitung der nächsten BFT-Botschaft vornehmen. In dieser Botschaft werden Antworten auf die in der Interpellation aufgeworfenen Fragen gegeben, Vergleiche mit dem Ausland angestellt sowie konkrete Fördermassnahmen für Grundlagen- und freie Forschung vorgeschlagen.</p><p>Mit fortschreitender Analyse könnte im Rahmen des Möglichen eine Veröffentlichung einzelner Teile dieser Untersuchung als Diskussionsbeitrag ins Auge gefasst werden.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Obwohl es schwierig und nicht immer angebracht ist, die Grundlagenforschung von der angewandten Forschung zu trennen, lässt sich doch sagen, dass tendenziell ein Zuwachs der staatlichen Mittel für Forschungen festzustellen ist, von denen man sich kurzfristige wirtschaftliche Vorteile verspricht. Parallel dazu ist immer häufiger zu beobachten, dass die orientierte Forschung begünstigt wird. In beiden Fällen besteht die Gefahr, dass die Grundlagenforschung vernachlässigt wird und dass der freien Forschung finanzielle Mittel fehlen werden; beides hätte langfristig negative Folgen.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, die Entwicklung der Forschungsförderung der letzten Jahrzehnte zu analysieren. Diese Analyse soll insbesondere Folgendes beinhalten:</p><p>a. die Entwicklung aller Mittel, die der wissenschaftlichen Forschung vom Bund gewährt werden, im Verhältnis zur Gesamtheit der Bundesausgaben und im Vergleich mit den Anstrengungen anderer Staaten, insbesondere derjenigen von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, den USA und von Japan;</p><p>b. die Entwicklung der Aufteilung dieser Mittel zwischen der freien und der orientierten Forschung und nach Möglichkeit zwischen der Grundlagen- und der angewandten Forschung.</p><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, nach Kenntnisnahme der Analyseergebnisse darzulegen, ob die Entwicklung zufriedenstellend verlaufen ist, und andernfalls anzugeben, welche Korrekturen er vorzunehmen gedenkt.</p>
  • Aufteilung der Mittel für die wissenschaftliche Forschung. Entwicklung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Bundesrat ist sich der Bedeutung der Grundlagenforschung und der freien Forschung für die Schweiz bewusst. In diesem Sinn erfolgte auch eine Erhöhung des Beitrages an den SNF, damit diese beiden Forschungsarten in den letzten Jahren vermehrt gefördert werden konnten. Für die orientierte Forschung hat der Bundesrat in der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Technologie in den Jahren 2000 bis 2003 (BFT-Botschaft) bereits inhaltliche Ziele in vier prioritären Bereichen formuliert (Lebenswissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, nachhaltige Entwicklung und Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologien).</p><p>Die Entwicklung der verschiedenen Arten von Forschung ist sehr schwer zu beziffern. Die Grenzen zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung einerseits, und zwischen freier und orientierter Forschung andererseits sind nämlich fliessend. Ein nicht zu vernachlässigender Anteil der Grundlagenforschung gehört in den Bereich der angewandten Forschung und umgekehrt. Im gleichen Sinn ist ein grosser Teil der so genannt orientierten Forschung der freien Forschung zuzurechnen. Die heutige Statistik kann deshalb über die Entwicklung dieser verschiedenen Forschungsarten nur teilweise Aufschluss geben.</p><p>Der Bundesrat wird die vom Interpellanten gewünschte Analyse bei der Erarbeitung der nächsten BFT-Botschaft vornehmen. In dieser Botschaft werden Antworten auf die in der Interpellation aufgeworfenen Fragen gegeben, Vergleiche mit dem Ausland angestellt sowie konkrete Fördermassnahmen für Grundlagen- und freie Forschung vorgeschlagen.</p><p>Mit fortschreitender Analyse könnte im Rahmen des Möglichen eine Veröffentlichung einzelner Teile dieser Untersuchung als Diskussionsbeitrag ins Auge gefasst werden.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Obwohl es schwierig und nicht immer angebracht ist, die Grundlagenforschung von der angewandten Forschung zu trennen, lässt sich doch sagen, dass tendenziell ein Zuwachs der staatlichen Mittel für Forschungen festzustellen ist, von denen man sich kurzfristige wirtschaftliche Vorteile verspricht. Parallel dazu ist immer häufiger zu beobachten, dass die orientierte Forschung begünstigt wird. In beiden Fällen besteht die Gefahr, dass die Grundlagenforschung vernachlässigt wird und dass der freien Forschung finanzielle Mittel fehlen werden; beides hätte langfristig negative Folgen.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, die Entwicklung der Forschungsförderung der letzten Jahrzehnte zu analysieren. Diese Analyse soll insbesondere Folgendes beinhalten:</p><p>a. die Entwicklung aller Mittel, die der wissenschaftlichen Forschung vom Bund gewährt werden, im Verhältnis zur Gesamtheit der Bundesausgaben und im Vergleich mit den Anstrengungen anderer Staaten, insbesondere derjenigen von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, den USA und von Japan;</p><p>b. die Entwicklung der Aufteilung dieser Mittel zwischen der freien und der orientierten Forschung und nach Möglichkeit zwischen der Grundlagen- und der angewandten Forschung.</p><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, nach Kenntnisnahme der Analyseergebnisse darzulegen, ob die Entwicklung zufriedenstellend verlaufen ist, und andernfalls anzugeben, welche Korrekturen er vorzunehmen gedenkt.</p>
    • Aufteilung der Mittel für die wissenschaftliche Forschung. Entwicklung

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