Institute für Regionalpolitik
- ShortId
-
01.3058
- Id
-
20013058
- Updated
-
10.04.2024 07:47
- Language
-
de
- Title
-
Institute für Regionalpolitik
- AdditionalIndexing
-
04;15;Dezentralisierung;regionales Gefälle;regionale Wirtschaftspolitik;Hochschulforschung;Regionalpolitik
- 1
-
- L04K08020335, Regionalpolitik
- L05K0704030202, regionales Gefälle
- L04K01020406, Dezentralisierung
- L04K07040302, regionale Wirtschaftspolitik
- L04K16020105, Hochschulforschung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die aktuelle Entwicklung läuft aufgrund fortschreitender Dezentralisierungsprozesse auf eine Benachteiligung der Randregionen hinaus. Der Abbau der traditionellen - wenn auch nur indirekten - regionalpolitischen Instrumente, wie z. B. der ehemaligen Bundesbetriebe, erhöht zunehmend die Risiken eines Ungleichgewichts zwischen den verschiedenen Regionen des Landes. Es erweist sich daher als notwendig, die Instrumente zur Wahrung eines ausgewogenen Kräfteverhältnisses zwischen den Regionen zu verfeinern und auszubauen. Es gilt, die Prozesse, die zur Verschlechterung des Gleichgewichts zwischen den Regionen führen, dauernd zu evaluieren und Neuorientierungen zu prüfen und zu erproben. Dies kann zur Aufrechterhaltung und ständigen Anpassung der Regionalpolitik einen erheblichen Beitrag leisten. Institute oder Abteilungen für Regionalpolitik, wie es sie in bereits bestehenden und eng zusammenarbeitenden Hochschulzentren gibt, können diese Funktion übernehmen. Diese Institute könnten sich auch gemeinsam am Monitoring bezüglich der Auswirkungen der bilateralen Verträge beteiligen. Diese werden sich strukturell unweigerlich auf die Randregionen auswirken, da in diesen Gebieten ein beträchtlicher grenzüberschreitender Austausch stattfindet.</p><p>Der Bundesrat kann eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, die Errichtung eines solchen Netzes von Instituten zu fördern und zu unterstützen.</p>
- <p>Dass die Regionalpolitik einerseits zielgerichtet und andererseits erneuerungsfähig sein kann, hängt nach Ansicht des Bundesrates auch von einem Bildungssystem ab, das die Verfügbarkeit von kompetenten Fachkräften sicherstellt. Als weiteres Element sollte die wissenschaftliche Forschung kontinuierliche und vertiefte Beiträge in den für die Raumordnungspolitik wichtigen Bereichen (speziell Regionalwirtschaft, Wirtschaft ländlicher und städtischer Räume und Raumplanung) liefern.</p><p>Verschiedene Institute von Universitäten und ETH bearbeiten zurzeit diese Fragestellungen. Ohne abschliessend sein zu wollen, können z. B. folgende Institutionen genannt werden: Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung der ETH Zürich, Institut de recherches économiques et régionales der Universität Neuenburg, Istituto di ricerche economiche der Tessiner Universität.</p><p>In den letzten Monaten hat der Bundesrat verschiedene parlamentarische Vorstösse zur aktuellen Ausrichtung der Regionalpolitik beantwortet: Motion Robbiani vom 22. Juni 2000 (00.3343, Unterstützung der Grenzregionen); Postulat Robbiani vom 20. September 2000 (00.3442, Kompensationszahlungen für Randregionen); Postulat Robbiani vom 12. Dezember 2000 (00.3656, Regionalpolitik überdenken); Postulat WAK-N vom 23. Januar 2001 (01.3003, Regionalpolitik. Behebung der bestehenden Mängel und bessere Koordination der verschiedenen Instrumente); Postulat WAK-S vom 1. März 2001 (01.3017, Neue strategische Ausrichtung der Regionalpolitik).</p><p>In seinen Antworten wies der Bundesrat auf die innerhalb der Bundesverwaltung laufenden Arbeiten zur Erneuerung der Strategie und des Instrumentariums der Regionalpolitik hin. Diese Erneuerung soll dazu führen, dass die im Rahmen der Neuorientierung der Regionalpolitik von 1996 festgelegten Ziele besser erreicht werden. Der Bundesrat hat ebenfalls erwähnt, dass die ersten Resultate bis im Jahre 2003 vorliegen werden.</p><p>Die laufenden Arbeiten zur Neuausrichtung der Regionalpolitik berücksichtigen ebenfalls die Frage der Begleitung der Regionalpolitik durch die Wissenschaft und das Zur-Verfügung-Stellen von benötigten wissenschaftlichen Grundlagen. Bevor bereits Schlüsse über allfällige Bedürfnisse gezogen werden können, gilt es zuerst eine Übersicht über die aktuelle Situation der für die Raumordnungspolitik wichtigen Forschungs- und Bildungsbereiche zu gewinnen und die Auswirkungen der Finanzierungspolitik der Universitäten und Forschungsinstitute auf die erwähnten Bereiche zu analysieren.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die Regionalpolitik wird immer augenfälliger zu einem sehr wichtigen Instrument für die Wahrung des nationalen Zusammenhaltes.</p><p>Hält es der Bundesrat darum nicht für angebracht, für die Schaffung von Hochschulinstituten für Regionalpolitik zu sorgen oder - wo es sie schon gibt - deren Tätigkeit zu unterstützen, sodass jede Sprachregion über mindestens ein solches Institut verfügt?</p><p>Die Institute haben die Aufgabe:</p><p>- zu untersuchen, wie sich die heutigen Wirtschaftstrends auf die Regionen auswirken; und</p><p>- die Schaffung von Instrumenten für die Regionalpolitik zu fördern, die der heutigen Situation besser Rechnung tragen.</p>
- Institute für Regionalpolitik
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die aktuelle Entwicklung läuft aufgrund fortschreitender Dezentralisierungsprozesse auf eine Benachteiligung der Randregionen hinaus. Der Abbau der traditionellen - wenn auch nur indirekten - regionalpolitischen Instrumente, wie z. B. der ehemaligen Bundesbetriebe, erhöht zunehmend die Risiken eines Ungleichgewichts zwischen den verschiedenen Regionen des Landes. Es erweist sich daher als notwendig, die Instrumente zur Wahrung eines ausgewogenen Kräfteverhältnisses zwischen den Regionen zu verfeinern und auszubauen. Es gilt, die Prozesse, die zur Verschlechterung des Gleichgewichts zwischen den Regionen führen, dauernd zu evaluieren und Neuorientierungen zu prüfen und zu erproben. Dies kann zur Aufrechterhaltung und ständigen Anpassung der Regionalpolitik einen erheblichen Beitrag leisten. Institute oder Abteilungen für Regionalpolitik, wie es sie in bereits bestehenden und eng zusammenarbeitenden Hochschulzentren gibt, können diese Funktion übernehmen. Diese Institute könnten sich auch gemeinsam am Monitoring bezüglich der Auswirkungen der bilateralen Verträge beteiligen. Diese werden sich strukturell unweigerlich auf die Randregionen auswirken, da in diesen Gebieten ein beträchtlicher grenzüberschreitender Austausch stattfindet.</p><p>Der Bundesrat kann eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, die Errichtung eines solchen Netzes von Instituten zu fördern und zu unterstützen.</p>
- <p>Dass die Regionalpolitik einerseits zielgerichtet und andererseits erneuerungsfähig sein kann, hängt nach Ansicht des Bundesrates auch von einem Bildungssystem ab, das die Verfügbarkeit von kompetenten Fachkräften sicherstellt. Als weiteres Element sollte die wissenschaftliche Forschung kontinuierliche und vertiefte Beiträge in den für die Raumordnungspolitik wichtigen Bereichen (speziell Regionalwirtschaft, Wirtschaft ländlicher und städtischer Räume und Raumplanung) liefern.</p><p>Verschiedene Institute von Universitäten und ETH bearbeiten zurzeit diese Fragestellungen. Ohne abschliessend sein zu wollen, können z. B. folgende Institutionen genannt werden: Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung der ETH Zürich, Institut de recherches économiques et régionales der Universität Neuenburg, Istituto di ricerche economiche der Tessiner Universität.</p><p>In den letzten Monaten hat der Bundesrat verschiedene parlamentarische Vorstösse zur aktuellen Ausrichtung der Regionalpolitik beantwortet: Motion Robbiani vom 22. Juni 2000 (00.3343, Unterstützung der Grenzregionen); Postulat Robbiani vom 20. September 2000 (00.3442, Kompensationszahlungen für Randregionen); Postulat Robbiani vom 12. Dezember 2000 (00.3656, Regionalpolitik überdenken); Postulat WAK-N vom 23. Januar 2001 (01.3003, Regionalpolitik. Behebung der bestehenden Mängel und bessere Koordination der verschiedenen Instrumente); Postulat WAK-S vom 1. März 2001 (01.3017, Neue strategische Ausrichtung der Regionalpolitik).</p><p>In seinen Antworten wies der Bundesrat auf die innerhalb der Bundesverwaltung laufenden Arbeiten zur Erneuerung der Strategie und des Instrumentariums der Regionalpolitik hin. Diese Erneuerung soll dazu führen, dass die im Rahmen der Neuorientierung der Regionalpolitik von 1996 festgelegten Ziele besser erreicht werden. Der Bundesrat hat ebenfalls erwähnt, dass die ersten Resultate bis im Jahre 2003 vorliegen werden.</p><p>Die laufenden Arbeiten zur Neuausrichtung der Regionalpolitik berücksichtigen ebenfalls die Frage der Begleitung der Regionalpolitik durch die Wissenschaft und das Zur-Verfügung-Stellen von benötigten wissenschaftlichen Grundlagen. Bevor bereits Schlüsse über allfällige Bedürfnisse gezogen werden können, gilt es zuerst eine Übersicht über die aktuelle Situation der für die Raumordnungspolitik wichtigen Forschungs- und Bildungsbereiche zu gewinnen und die Auswirkungen der Finanzierungspolitik der Universitäten und Forschungsinstitute auf die erwähnten Bereiche zu analysieren.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die Regionalpolitik wird immer augenfälliger zu einem sehr wichtigen Instrument für die Wahrung des nationalen Zusammenhaltes.</p><p>Hält es der Bundesrat darum nicht für angebracht, für die Schaffung von Hochschulinstituten für Regionalpolitik zu sorgen oder - wo es sie schon gibt - deren Tätigkeit zu unterstützen, sodass jede Sprachregion über mindestens ein solches Institut verfügt?</p><p>Die Institute haben die Aufgabe:</p><p>- zu untersuchen, wie sich die heutigen Wirtschaftstrends auf die Regionen auswirken; und</p><p>- die Schaffung von Instrumenten für die Regionalpolitik zu fördern, die der heutigen Situation besser Rechnung tragen.</p>
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