Ferienplausch statt Fernsehen

ShortId
01.3136
Id
20013136
Updated
25.06.2025 01:47
Language
de
Title
Ferienplausch statt Fernsehen
AdditionalIndexing
28;04;Ferien;Kind;Kinderbetreuung;Bundespersonal
1
  • L04K01040207, Kinderbetreuung
  • L05K0806010301, Bundespersonal
  • L04K01010104, Ferien
  • L05K0107010205, Kind
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Kinder haben während rund dreizehn Wochen Schulferien. Was für die Kinder eine notwendige Erholungszeit ist, bereitet berufstätigen Eltern jedes Mal Kopfzerbrechen. Wohin mit den Kindern während den vielen Schulferien, in denen die Eltern selbst nicht Ferien nehmen können? Kinder müssen dann notgedrungen ihrem "Schicksal" überlassen werden. Sie sitzen zu Hause und langweilen sich, oft sogar vor dem Fernseher. Das muss nicht sein!</p><p>Nach dem Vorbild der Schweizer Rückversicherungsgesellschaft Swiss Re soll der Bund für die Kinder des Bundespersonals während eines Teils der Schulferien ein Tagesbetreuungsangebot einführen. Die Swiss Re führt dieses Angebot seit 1998 mit grossem Erfolg durch. Die Ferienplausch-Ferienkurse bieten Kindern Spiel, Sport und Spass. Zirkus, Waldtage, Basteln, Computer, Tennis, Schwimmen usw. werden angeboten. Alle profitieren - die Kinder, die Eltern und nicht zuletzt die Swiss Re, die ihr soziales Image weiter ausbauen konnte. Die Swiss Re gilt weitherum als familienfreundliches Unternehmen.</p><p>Der Bund legt Wert auf seine Verantwortung als sozialer Arbeitgeber, die er auch im neuen Bundespersonalgesetz verankert hat. Mit dem Übernehmen von Verantwortung im Bereich der Kinderbetreuung kann der Bund diesem Grundsatz konkrete Taten folgen lassen. Das Kinderbetreuungsangebot während der Schulferien schliesst eine empfindliche Lücke im Betreuuungsangebot. Für Swiss Re ist der Aufwand relativ gering, die Wirkung aber gross. Dank einem Ferienplauschangebot würde die öffentliche Hand als Arbeitgeber für Eltern mit schulpflichtigen Kindern attraktiv, was gerade dem Bund im Rahmen einer aktiven Beschäftigungspolitik ein Anliegen sein muss. Mit den Ferienangeboten für Kinder trägt der Bund zudem dazu bei, ganz allgemein kinder- und familienfreundliche Arbeitgeber aufzuwerten, und gewinnt in der Bevölkerung an Ansehen. Für den Bund besteht die Möglichkeit, nach dem Vorbild der Swiss Re unter den öffentlichen Arbeitgebern eine Pionierrolle einzunehmen.</p>
  • <p>Dem Arbeitgeber Bund ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiges Anliegen. Das Bundespersonalgesetz vom 24. März 2000, welches auf den 1. Januar 2002 in Kraft treten wird, hält fest, dass die Arbeitgeber geeignete Massnahmen zur Schaffung von Arbeitsbedingungen treffen, die dem Personal erlauben, seine Verantwortung in Familie und Gesellschaft wahrzunehmen (Art. 4 Abs. 2 Bst. i).</p><p>Bereits heute stellt der Bund zentral im Eidgenössischen Personalamt ein Angebot zur Unterstützung der familienexternen Kinderbetreuung während der Arbeitszeit zur Verfügung, wobei vor allem Krippenplätze und Tageselternplätze vermittelt und mitfinanziert werden. Dieses Angebot wird laufend den neuen Entwicklungen angepasst. Verschiedene Departemente und Ämter haben eigene Angebote und stellen ihren Mitarbeitenden ebenfalls Krippenplätze zur Verfügung. Die meisten Krippen sind auch während der Ferienzeit geöffnet.</p><p>Weiter wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch ein breites Angebot an flexiblen Arbeitsformen erleichtert. So können Angestellte mit Vollzeitpensum in der Regel zwischen zwölf Arbeitszeitmenus des Bandbreitenmodells wählen und damit die Arbeitszeit in Vereinbarung mit dem Arbeitgeber ihren persönlichen Wünschen anpassen. Zusätzliche Möglichkeiten bietet die Jahresarbeitszeit, die in der Bundesverwaltung zunehmend Verbreitung findet und mit der neuen Personalpolitik generell zur Verfügung stehen soll. Diese Auswahl wird ergänzt durch verschiedene Formen der Teilzeitarbeit (inklusive Jobsharing) und der Telearbeit, die ebenfalls zunehmend zum Einsatz gelangen und familienfreundliche Lösungen darstellen.</p><p>Der Arbeitgeber Bund legt Wert auf eine moderne, familienfreundliche Personalpolitik, welche sowohl dem Bedarf des Arbeitgebers wie auch den Bedürfnissen aller Arbeitnehmenden unter Berücksichtigung der regionalen Diversität Rechnung trägt. Deshalb ist das Eidgenössische Personalamt daran, in einem Konzept aufzuzeigen, mit welchen Massnahmen das Personal der Bundesverwaltung bei der Vereinbarung der Erwerbs- und der Familienarbeit noch besser unterstützt werden kann, damit sich diese Unterstützung auf die Marktfähigkeit des Bundespersonals sowie des Bundes als Arbeitgeber positiv auswirkt.</p><p>Der Bundesrat erklärt sich bereit, im Rahmen der Umsetzung dieses Auftrages die Möglichkeit einer Kinderbetreuung auch während der Ferien im Sinne der Motionärin zu prüfen.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, für die Kinder des Bundespersonals während eines Teils der Schulferien ein Tagesbetreuungsangebot einzuführen.</p>
  • Ferienplausch statt Fernsehen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Kinder haben während rund dreizehn Wochen Schulferien. Was für die Kinder eine notwendige Erholungszeit ist, bereitet berufstätigen Eltern jedes Mal Kopfzerbrechen. Wohin mit den Kindern während den vielen Schulferien, in denen die Eltern selbst nicht Ferien nehmen können? Kinder müssen dann notgedrungen ihrem "Schicksal" überlassen werden. Sie sitzen zu Hause und langweilen sich, oft sogar vor dem Fernseher. Das muss nicht sein!</p><p>Nach dem Vorbild der Schweizer Rückversicherungsgesellschaft Swiss Re soll der Bund für die Kinder des Bundespersonals während eines Teils der Schulferien ein Tagesbetreuungsangebot einführen. Die Swiss Re führt dieses Angebot seit 1998 mit grossem Erfolg durch. Die Ferienplausch-Ferienkurse bieten Kindern Spiel, Sport und Spass. Zirkus, Waldtage, Basteln, Computer, Tennis, Schwimmen usw. werden angeboten. Alle profitieren - die Kinder, die Eltern und nicht zuletzt die Swiss Re, die ihr soziales Image weiter ausbauen konnte. Die Swiss Re gilt weitherum als familienfreundliches Unternehmen.</p><p>Der Bund legt Wert auf seine Verantwortung als sozialer Arbeitgeber, die er auch im neuen Bundespersonalgesetz verankert hat. Mit dem Übernehmen von Verantwortung im Bereich der Kinderbetreuung kann der Bund diesem Grundsatz konkrete Taten folgen lassen. Das Kinderbetreuungsangebot während der Schulferien schliesst eine empfindliche Lücke im Betreuuungsangebot. Für Swiss Re ist der Aufwand relativ gering, die Wirkung aber gross. Dank einem Ferienplauschangebot würde die öffentliche Hand als Arbeitgeber für Eltern mit schulpflichtigen Kindern attraktiv, was gerade dem Bund im Rahmen einer aktiven Beschäftigungspolitik ein Anliegen sein muss. Mit den Ferienangeboten für Kinder trägt der Bund zudem dazu bei, ganz allgemein kinder- und familienfreundliche Arbeitgeber aufzuwerten, und gewinnt in der Bevölkerung an Ansehen. Für den Bund besteht die Möglichkeit, nach dem Vorbild der Swiss Re unter den öffentlichen Arbeitgebern eine Pionierrolle einzunehmen.</p>
    • <p>Dem Arbeitgeber Bund ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiges Anliegen. Das Bundespersonalgesetz vom 24. März 2000, welches auf den 1. Januar 2002 in Kraft treten wird, hält fest, dass die Arbeitgeber geeignete Massnahmen zur Schaffung von Arbeitsbedingungen treffen, die dem Personal erlauben, seine Verantwortung in Familie und Gesellschaft wahrzunehmen (Art. 4 Abs. 2 Bst. i).</p><p>Bereits heute stellt der Bund zentral im Eidgenössischen Personalamt ein Angebot zur Unterstützung der familienexternen Kinderbetreuung während der Arbeitszeit zur Verfügung, wobei vor allem Krippenplätze und Tageselternplätze vermittelt und mitfinanziert werden. Dieses Angebot wird laufend den neuen Entwicklungen angepasst. Verschiedene Departemente und Ämter haben eigene Angebote und stellen ihren Mitarbeitenden ebenfalls Krippenplätze zur Verfügung. Die meisten Krippen sind auch während der Ferienzeit geöffnet.</p><p>Weiter wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch ein breites Angebot an flexiblen Arbeitsformen erleichtert. So können Angestellte mit Vollzeitpensum in der Regel zwischen zwölf Arbeitszeitmenus des Bandbreitenmodells wählen und damit die Arbeitszeit in Vereinbarung mit dem Arbeitgeber ihren persönlichen Wünschen anpassen. Zusätzliche Möglichkeiten bietet die Jahresarbeitszeit, die in der Bundesverwaltung zunehmend Verbreitung findet und mit der neuen Personalpolitik generell zur Verfügung stehen soll. Diese Auswahl wird ergänzt durch verschiedene Formen der Teilzeitarbeit (inklusive Jobsharing) und der Telearbeit, die ebenfalls zunehmend zum Einsatz gelangen und familienfreundliche Lösungen darstellen.</p><p>Der Arbeitgeber Bund legt Wert auf eine moderne, familienfreundliche Personalpolitik, welche sowohl dem Bedarf des Arbeitgebers wie auch den Bedürfnissen aller Arbeitnehmenden unter Berücksichtigung der regionalen Diversität Rechnung trägt. Deshalb ist das Eidgenössische Personalamt daran, in einem Konzept aufzuzeigen, mit welchen Massnahmen das Personal der Bundesverwaltung bei der Vereinbarung der Erwerbs- und der Familienarbeit noch besser unterstützt werden kann, damit sich diese Unterstützung auf die Marktfähigkeit des Bundespersonals sowie des Bundes als Arbeitgeber positiv auswirkt.</p><p>Der Bundesrat erklärt sich bereit, im Rahmen der Umsetzung dieses Auftrages die Möglichkeit einer Kinderbetreuung auch während der Ferien im Sinne der Motionärin zu prüfen.</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, für die Kinder des Bundespersonals während eines Teils der Schulferien ein Tagesbetreuungsangebot einzuführen.</p>
    • Ferienplausch statt Fernsehen

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