Realisierung der LGV-Linie Rhin-Rhône
- ShortId
-
01.3669
- Id
-
20013669
- Updated
-
10.04.2024 14:02
- Language
-
de
- Title
-
Realisierung der LGV-Linie Rhin-Rhône
- AdditionalIndexing
-
48;Hochgeschwindigkeitsverkehr;Bericht;Schienenverkehr;Schienennetz;Frankreich;Finanzhilfe
- 1
-
- L03K180302, Schienenverkehr
- L04K18030207, Schienennetz
- L04K18010209, Hochgeschwindigkeitsverkehr
- L04K03010106, Frankreich
- L04K11020302, Finanzhilfe
- L03K020206, Bericht
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Bahnverbindungen von der Schweiz nach Paris sind nach heutigen Verhältnissen nicht ideal. Sowohl das Angebot als auch die Reisezeit sind noch nicht so attraktiv wie sie sein sollten. Die Situation wird mit der Fertigstellung der ersten Etappe der LGV-Linie Paris-Strasbourg (heute als TGV-Est bezeichnet) nicht wesentlich verbessert.</p><p>Aus schweizerischer Sicht kann nur die Verwirklichung der LGV-Linie "Rhin-Rhône" die wünschbare attraktive Reisezeit nach Paris bringen, die geeignet ist, von den Reisenden als echte Alternative zum Luftverkehr angenommen zu werden. Mit der Inbetriebnahme der ersten Etappe zwischen Petit-Croix bei Belfort und Auxonne TGV bei Besançon wird eine markante Fahrzeitreduktion von Zürich bzw. von Basel nach Paris erwartet, die zweite Etappe wird nochmals eine Fahrzeitreduktion bringen (Zürich-Paris: 3 Stunden 30, heute etwa 6 Stunden; Basel-Paris 2 Stunden 50, heute über 5 Stunden). Es liegt deshalb im Interesse unseres Landes, sich am Bau dieser Linie zu beteiligen. Von Seiten Frankreichs wird ein finanzieller Beitrag in der Höhe von etwa 200 Millionen Franken erwartet.</p><p>Der Bundesrat ist aufgefordert, in einem Bericht seine Haltung dazu offen darzulegen.</p>
- <p>Der Bundesrat verfügt nicht über die Kompetenz, sich am Bau der LGV Rhin-Rhône, erste Etappe des Ostasts (Petit-Croix bei Belfort und Auxonne zwischen Dole und Dijon), zu beteiligen. Hierfür wäre eine gesetzliche Grundlage erforderlich, die erst noch geschaffen werden müsste.</p><p>Inwieweit eine derartige Beteiligung aus der Sicht der Schweiz anzustreben wäre, wird derzeit im Rahmen der Erarbeitung der Botschaft über den HGV-Anschluss geprüft. Gleichzeitig wird abgeklärt, ob eine solche Beteiligung unter dem Dach des Verfassungsauftrags gemäss Artikel 196 Ziffer 3 BV ("Anschluss der Ost- und Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz") grundsätzlich möglich wäre.</p><p>Am 17. Oktober 2001 hat der Bundesrat dem UVEK den Auftrag erteilt, die Botschaft über den HGV-Anschluss der Schweiz bis Ende 2002 in die Vernehmlassung zu geben. Die Botschaft wird sich u. a. zur kurz-, mittel- und langfristigen Entwicklung auf dem Korridor Basel-LGV Rhin-Rhône-Paris/Südfrankreich äussern. Damit sind die mit dem Postulat angesprochenen Themen Bestandteil der Botschaft. Es erübrigt sich somit, die genannten Fragen in einem separaten Bericht aufzuarbeiten, bevor der Vernehmlassungsentwurf für die HGV-Botschaft vorliegt.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, sich finanziell am Bau der neuen "Ligne à grande vitesse" (LGV) Rhin-Rhône, insbesondere an der ersten Etappe zwischen Petit-Croix bei Belfort und Auxonne TGV bei Besançon, zu beteiligen.</p><p>Dem Parlament soll ein Bericht vorgelegt werden, worin der Bundesrat darlegt, in welcher Höhe er sich dabei engagieren will.</p>
- Realisierung der LGV-Linie Rhin-Rhône
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Bahnverbindungen von der Schweiz nach Paris sind nach heutigen Verhältnissen nicht ideal. Sowohl das Angebot als auch die Reisezeit sind noch nicht so attraktiv wie sie sein sollten. Die Situation wird mit der Fertigstellung der ersten Etappe der LGV-Linie Paris-Strasbourg (heute als TGV-Est bezeichnet) nicht wesentlich verbessert.</p><p>Aus schweizerischer Sicht kann nur die Verwirklichung der LGV-Linie "Rhin-Rhône" die wünschbare attraktive Reisezeit nach Paris bringen, die geeignet ist, von den Reisenden als echte Alternative zum Luftverkehr angenommen zu werden. Mit der Inbetriebnahme der ersten Etappe zwischen Petit-Croix bei Belfort und Auxonne TGV bei Besançon wird eine markante Fahrzeitreduktion von Zürich bzw. von Basel nach Paris erwartet, die zweite Etappe wird nochmals eine Fahrzeitreduktion bringen (Zürich-Paris: 3 Stunden 30, heute etwa 6 Stunden; Basel-Paris 2 Stunden 50, heute über 5 Stunden). Es liegt deshalb im Interesse unseres Landes, sich am Bau dieser Linie zu beteiligen. Von Seiten Frankreichs wird ein finanzieller Beitrag in der Höhe von etwa 200 Millionen Franken erwartet.</p><p>Der Bundesrat ist aufgefordert, in einem Bericht seine Haltung dazu offen darzulegen.</p>
- <p>Der Bundesrat verfügt nicht über die Kompetenz, sich am Bau der LGV Rhin-Rhône, erste Etappe des Ostasts (Petit-Croix bei Belfort und Auxonne zwischen Dole und Dijon), zu beteiligen. Hierfür wäre eine gesetzliche Grundlage erforderlich, die erst noch geschaffen werden müsste.</p><p>Inwieweit eine derartige Beteiligung aus der Sicht der Schweiz anzustreben wäre, wird derzeit im Rahmen der Erarbeitung der Botschaft über den HGV-Anschluss geprüft. Gleichzeitig wird abgeklärt, ob eine solche Beteiligung unter dem Dach des Verfassungsauftrags gemäss Artikel 196 Ziffer 3 BV ("Anschluss der Ost- und Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz") grundsätzlich möglich wäre.</p><p>Am 17. Oktober 2001 hat der Bundesrat dem UVEK den Auftrag erteilt, die Botschaft über den HGV-Anschluss der Schweiz bis Ende 2002 in die Vernehmlassung zu geben. Die Botschaft wird sich u. a. zur kurz-, mittel- und langfristigen Entwicklung auf dem Korridor Basel-LGV Rhin-Rhône-Paris/Südfrankreich äussern. Damit sind die mit dem Postulat angesprochenen Themen Bestandteil der Botschaft. Es erübrigt sich somit, die genannten Fragen in einem separaten Bericht aufzuarbeiten, bevor der Vernehmlassungsentwurf für die HGV-Botschaft vorliegt.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, sich finanziell am Bau der neuen "Ligne à grande vitesse" (LGV) Rhin-Rhône, insbesondere an der ersten Etappe zwischen Petit-Croix bei Belfort und Auxonne TGV bei Besançon, zu beteiligen.</p><p>Dem Parlament soll ein Bericht vorgelegt werden, worin der Bundesrat darlegt, in welcher Höhe er sich dabei engagieren will.</p>
- Realisierung der LGV-Linie Rhin-Rhône
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