Einbindung der Arbeitgeber in integrationsfördernde Massnahmen für Mitarbeitende ausländischer Herkunft

ShortId
01.3727
Id
20013727
Updated
25.06.2025 01:50
Language
de
Title
Einbindung der Arbeitgeber in integrationsfördernde Massnahmen für Mitarbeitende ausländischer Herkunft
AdditionalIndexing
2811;Arbeitgeberschaft;Fremdarbeiter/in;Integration der Zuwanderer;Arbeitgeber/in
1
  • L05K0108030602, Integration der Zuwanderer
  • L05K0702020109, Fremdarbeiter/in
  • L05K0702020301, Arbeitgeber/in
  • L06K070204010201, Arbeitgeberschaft
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Integration ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, die sich uns allen stellt. Die Arbeitgeber sind in besonderem Masse gefordert, ist die Wirtschaft doch schon heute, und erst recht in naher Zukunft, auf eine wachsende Zahl ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angewiesen. Das Wohlbefinden und die psychosoziale Gesundheit von Mitarbeitern und damit auch deren Arbeitskapazität hängen neben der beruflichen Integration auch davon ab, ob die Betroffenen sich in ihrem direkten gesellschaftlichen Umfeld gut einleben und sich ein soziales Netz aufbauen können. Die Arbeitgeber müssen daran ein vitales Interesse haben. Die Arbeitgeberseite steht ihrem Personal vergleichsweise nahe und hat deshalb einen wirksamen Zugang.</p><p>Damit stellt sich die Frage, wie Arbeitgeber vermehrt in den Integrationsprozess eingebunden werden könnten. Dies beginnt bei der ordentlichen Einstellung, welche Schwarzarbeit und unsoziale Anstellungsbedingungen vermeidet. Es geht weiter bei der Weiterbildung, wo ein besonderes Augenmerk den weniger Qualifizierten geschenkt werden sollte, um deren "employability" zu erhöhen. Auch das Lehrlingswesen ist ein Ort, wo Integration stattfinden kann. Schliesslich fragt es sich, welchen Beitrag Arbeitgeber auch mit Blick auf die Sprachfertigkeit, die Schule und die Freizeitgestaltung ihrer Arbeitnehmerfamilien leisten können. Auf jeden Fall ist das Bewusstsein der Arbeitgeber für die ihnen zukommende Aufgabe der verstärkten Integration ihrer ausländischen Arbeitnehmer zu wecken und zu fördern.</p><p>Man könnte sich vorstellen, dass integrationsfördernde Aktivitäten von Arbeitgebern und Verbänden/Branchen bei der Zuteilung ausländischer Arbeitskräfte mitberücksichtigt würden.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Ich lade den Bundesrat ein, darüber zu berichten, wie die soziale Verantwortung der Arbeitgeber gegenüber ihren ausländischen Mitarbeitenden gefördert und unterstützt werden könnte, damit eine bessere gesellschaftliche Integration am Arbeitsplatz und darüber hinaus möglich wird.</p><p>Namentlich ist zu prüfen, wie die in der nachstehenden Begründung gemachten Vorschläge, u. a. auch im Rahmen der Teilrevision des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer, umgesetzt werden können.</p>
  • Einbindung der Arbeitgeber in integrationsfördernde Massnahmen für Mitarbeitende ausländischer Herkunft
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Integration ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, die sich uns allen stellt. Die Arbeitgeber sind in besonderem Masse gefordert, ist die Wirtschaft doch schon heute, und erst recht in naher Zukunft, auf eine wachsende Zahl ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angewiesen. Das Wohlbefinden und die psychosoziale Gesundheit von Mitarbeitern und damit auch deren Arbeitskapazität hängen neben der beruflichen Integration auch davon ab, ob die Betroffenen sich in ihrem direkten gesellschaftlichen Umfeld gut einleben und sich ein soziales Netz aufbauen können. Die Arbeitgeber müssen daran ein vitales Interesse haben. Die Arbeitgeberseite steht ihrem Personal vergleichsweise nahe und hat deshalb einen wirksamen Zugang.</p><p>Damit stellt sich die Frage, wie Arbeitgeber vermehrt in den Integrationsprozess eingebunden werden könnten. Dies beginnt bei der ordentlichen Einstellung, welche Schwarzarbeit und unsoziale Anstellungsbedingungen vermeidet. Es geht weiter bei der Weiterbildung, wo ein besonderes Augenmerk den weniger Qualifizierten geschenkt werden sollte, um deren "employability" zu erhöhen. Auch das Lehrlingswesen ist ein Ort, wo Integration stattfinden kann. Schliesslich fragt es sich, welchen Beitrag Arbeitgeber auch mit Blick auf die Sprachfertigkeit, die Schule und die Freizeitgestaltung ihrer Arbeitnehmerfamilien leisten können. Auf jeden Fall ist das Bewusstsein der Arbeitgeber für die ihnen zukommende Aufgabe der verstärkten Integration ihrer ausländischen Arbeitnehmer zu wecken und zu fördern.</p><p>Man könnte sich vorstellen, dass integrationsfördernde Aktivitäten von Arbeitgebern und Verbänden/Branchen bei der Zuteilung ausländischer Arbeitskräfte mitberücksichtigt würden.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Ich lade den Bundesrat ein, darüber zu berichten, wie die soziale Verantwortung der Arbeitgeber gegenüber ihren ausländischen Mitarbeitenden gefördert und unterstützt werden könnte, damit eine bessere gesellschaftliche Integration am Arbeitsplatz und darüber hinaus möglich wird.</p><p>Namentlich ist zu prüfen, wie die in der nachstehenden Begründung gemachten Vorschläge, u. a. auch im Rahmen der Teilrevision des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer, umgesetzt werden können.</p>
    • Einbindung der Arbeitgeber in integrationsfördernde Massnahmen für Mitarbeitende ausländischer Herkunft

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