Massnahmen angesichts des Mangels an qualifiziertem Personal in den Einrichtungen zur Betreuung von Kindern

ShortId
02.3008
Id
20023008
Updated
14.11.2025 07:52
Language
de
Title
Massnahmen angesichts des Mangels an qualifiziertem Personal in den Einrichtungen zur Betreuung von Kindern
AdditionalIndexing
28;Arbeitskräftebedarf;Kinderbetreuung;berufliche Bildung;berufliche Eignung
1
  • L04K01040207, Kinderbetreuung
  • L05K0702020106, berufliche Eignung
  • L05K0702020302, Arbeitskräftebedarf
  • L03K130202, berufliche Bildung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Mangel an qualifiziertem Personal in der Kleinkindererziehung ist eine erwiesene Tatsache. Wie in anderen sozialen Berufen und im Gesundheitswesen fehlt der Schweiz auch in diesem Bereich qualifiziertes Personal in Besorgnis erregendem Ausmass. Aufgrund dieser bedauerlichen Situation ist es oft schwierig, mehr Betreuungsplätze für Kinder anzubieten. Selbst dort, wo die finanziellen Mittel vorhanden sind, wird die Schaffung von Betreuungsplätzen durch den Mangel an qualifiziertem Personal verzögert. Oder aber man behilft sich mit Notlösungen (zum Beispiel durch die Anstellung von Praktikantinnen und Praktikanten oder von ungelerntem Personal, das bei der Arbeit ausgebildet wird), die weder für die Qualität der Kinderbetreuung noch für die betroffenen Personen (ungenügende Qualifizierung) in irgendeiner Weise befriedigend sind. Grund für diesen Personalmangel sind u. a. ungenügende Ausbildungsmöglichkeiten (insbesondere zu wenig Lehrstellen).</p><p>Diese Problematik ist besonders akut angesichts des Impulsprogramms, das zurzeit vom Bundesparlament im Sinne der Parlamentarischen Initiative Fehr Jacqueline 00.403 in die Wege geleitet wird und das vorsieht, innerhalb von zehn Jahren zehntausende Betreuungsplätze zu schaffen.</p><p>Der Bundesrat soll eine Lösung für dieses Problem finden. Das Berufsbildungsgesetz, das demnächst in Kraft tritt und das künftig auch die Ausbildung in den sozialen Berufen regelt, gibt dem Bund die Kompetenz und die Mittel, in diesem Bereich zu handeln. So sollen zum Beispiel neue Ausbildungsangebote geprüft werden, durch die sich die Anzahl der Ausbildungsplätze erhöhen lässt. Verkürzte Studiengänge für Erwachsene mit Berufsausbildung und innerbetriebliche Ausbildungen sollen gefördert werden. Dabei muss natürlich die Qualität dieser neuen Ausbildungsgänge garantiert werden. Es ist klar, dass vor allem die betroffenen Dachverbände die notwendigen Ausbildungsgänge aufbauen müssen. Der Bundesrat ist aber eingeladen, die Verbände darin zu unterstützen und einzugreifen, falls nichts unternommen wird. Auch die Kantone sollen eingeladen werden, ihre Verantwortung in diesem Bereich besser wahrzunehmen.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Der Bundesrat wird ersucht, im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes mögliche Massnahmen zu prüfen, um den Mangel an qualifiziertem Personal im Bereich der Kleinkindererziehung zu beheben. Es soll geprüft werden, ob neue Ausbildungsmöglichkeiten eingeführt werden können, um die Zahl der ausgebildeten Personen zu erhöhen, ohne dass die Qualität der Ausbildung darunter leidet. Die Kantone sollen eingeladen werden, ihre Verantwortung in diesem Bereich besser wahrzunehmen.</p>
  • Massnahmen angesichts des Mangels an qualifiziertem Personal in den Einrichtungen zur Betreuung von Kindern
State
Erledigt
Related Affairs
  • 20000403
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Mangel an qualifiziertem Personal in der Kleinkindererziehung ist eine erwiesene Tatsache. Wie in anderen sozialen Berufen und im Gesundheitswesen fehlt der Schweiz auch in diesem Bereich qualifiziertes Personal in Besorgnis erregendem Ausmass. Aufgrund dieser bedauerlichen Situation ist es oft schwierig, mehr Betreuungsplätze für Kinder anzubieten. Selbst dort, wo die finanziellen Mittel vorhanden sind, wird die Schaffung von Betreuungsplätzen durch den Mangel an qualifiziertem Personal verzögert. Oder aber man behilft sich mit Notlösungen (zum Beispiel durch die Anstellung von Praktikantinnen und Praktikanten oder von ungelerntem Personal, das bei der Arbeit ausgebildet wird), die weder für die Qualität der Kinderbetreuung noch für die betroffenen Personen (ungenügende Qualifizierung) in irgendeiner Weise befriedigend sind. Grund für diesen Personalmangel sind u. a. ungenügende Ausbildungsmöglichkeiten (insbesondere zu wenig Lehrstellen).</p><p>Diese Problematik ist besonders akut angesichts des Impulsprogramms, das zurzeit vom Bundesparlament im Sinne der Parlamentarischen Initiative Fehr Jacqueline 00.403 in die Wege geleitet wird und das vorsieht, innerhalb von zehn Jahren zehntausende Betreuungsplätze zu schaffen.</p><p>Der Bundesrat soll eine Lösung für dieses Problem finden. Das Berufsbildungsgesetz, das demnächst in Kraft tritt und das künftig auch die Ausbildung in den sozialen Berufen regelt, gibt dem Bund die Kompetenz und die Mittel, in diesem Bereich zu handeln. So sollen zum Beispiel neue Ausbildungsangebote geprüft werden, durch die sich die Anzahl der Ausbildungsplätze erhöhen lässt. Verkürzte Studiengänge für Erwachsene mit Berufsausbildung und innerbetriebliche Ausbildungen sollen gefördert werden. Dabei muss natürlich die Qualität dieser neuen Ausbildungsgänge garantiert werden. Es ist klar, dass vor allem die betroffenen Dachverbände die notwendigen Ausbildungsgänge aufbauen müssen. Der Bundesrat ist aber eingeladen, die Verbände darin zu unterstützen und einzugreifen, falls nichts unternommen wird. Auch die Kantone sollen eingeladen werden, ihre Verantwortung in diesem Bereich besser wahrzunehmen.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Der Bundesrat wird ersucht, im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes mögliche Massnahmen zu prüfen, um den Mangel an qualifiziertem Personal im Bereich der Kleinkindererziehung zu beheben. Es soll geprüft werden, ob neue Ausbildungsmöglichkeiten eingeführt werden können, um die Zahl der ausgebildeten Personen zu erhöhen, ohne dass die Qualität der Ausbildung darunter leidet. Die Kantone sollen eingeladen werden, ihre Verantwortung in diesem Bereich besser wahrzunehmen.</p>
    • Massnahmen angesichts des Mangels an qualifiziertem Personal in den Einrichtungen zur Betreuung von Kindern

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