Für ein würdiges Parlamentsrestaurant
- ShortId
-
02.3138
- Id
-
20023138
- Updated
-
01.07.2023 10:13
- Language
-
de
- Title
-
Für ein würdiges Parlamentsrestaurant
- AdditionalIndexing
-
0421
- 1
-
- L04K08030403, Infrastruktur der Parlamentsmitglieder
- L07K07050303030101, Bundeshaus
- L05K0101010307, Gaststättengewerbe
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Ende der Dreissigerjahre kam eine Initiative für "mehr Effizienz des Parlamentes" zur Abstimmung. Ein Thema war: "die Parlamentarier sitzen mangels Angebot im Hause zu viel in Restaurants ausserhalb des Parlamentes". Die Initiative wurde abgelehnt, aber der Ratspräsident Vallotton brachte, damit die Parlamentarier die Abstimmungen nicht verpassen, die Erstellung eines ersten Cafés im Parlamentsgebäude durch, welches deshalb "Café Vallotton" genannt wurde. Das heutige nicht gerade animierend gestaltete Café Vallotton genügt kaum den Ansprüchen eines heutigen Parlamentes und dessen zunehmenden Repräsentations- und Empfangspflichten. Es ist kaum zumutbar, in diesem Klima einer Kantine, Gäste, Delegationen und Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus dem In- und Ausland zu empfangen. Gewisse Gäste, Vertreter von Institutionen und hochkarätige Lobbyisten empfängt man wieder wie in den Dreissigerjahren in den umliegenden Restaurants. Zu unserem schönen und würdevollen Parlamentsgebäude gehört auch ein entsprechend gestaltetes Café (mit Treffpunkten mit Stehtischen bis Sitzecken, mit einem erweiterten Angebot, bei welchem man auf verschiedene Weise Zwischenzeiten verbringen kann, sich erholen kann sowie diskutieren und Gäste betreuen kann). Die Galerie des Alpes an der Schau- und Aussichtsfront (das Bundeshaus betritt man ja durch die Rückfront - ein weltweiter Sonderfall!) ist architektonisch sehr geeignet für die genannten Ansprüche bzw. für ein würdigeres Angebot für Parlament und Gäste. Umgekehrt könnte man sich auch mobile Kaffee- und Getränkemaschinen im Umfeld der Wandelhalle vorstellen, damit man in Saalnähe Arbeits- und Gesprächszeiten überbrücken kann. In früheren Antworten zu einem zukünftigen neuen Café wurde stets von Absichten - "können in Organisation sicherstellen", "dem Anliegen kann Rechnung getragen werden" - gesprochen. Ich möchte dies aber im Jubiläumsjahr inklusive Projektierungs- und Konkretisierungsplan vor 2005 verpflichtend gesichert wissen, auch mit Ansprüchen an eine mehrfunktionale und ansprechende Gestaltung, um auszuschliessen, dass ständig verschoben und allenfalls später aus Kostengründen wieder ein Streichkonzert gestartet wird.</p>
- <p>Der Nationalrat hat erst am 14. Dezember 2001 auf Antrag seines Büros ein Postulat von Nationalrat Abate überwiesen, welches im Wesentlichen verlangt, ein Parlamentscafé einzurichten, das nicht nur der Zwischenverpflegung dient, sondern auch die Kontaktpflege fördert. Das Büro hat in diesem Zusammenhang darüber informiert, dass im Projekt Neubelegung des Parlamentsgebäudes und der Bundeshäuser vorgesehen sei, das gegenwärtige Parlamentscafé im so genannten Zeitungszimmer in einen Arbeitsraum für Ratsmitglieder und die Galerie des Alpes in ein "Café des Alpes" als Aufenthaltsraum und Cafeteria umzunutzen. Das "Café des Alpes" wird so bemessen und ausgestaltet sein, dass es auch als Empfangs- und Begegnungsraum der Ratsmitglieder mit Besuchern und Medienschaffenden benutzt werden kann. Die Verwaltungsdelegation und die Parlamentsdienste sind in der Projektorganisation vertreten und können somit sicherstellen, dass diesem Anliegen Rechnung getragen wird. Die Realisierung ist allerdings Teil eines Gesamtkonzeptes, das von der Verwaltungsdelegation und vom Bundesrat Ende 2000 übereinstimmend beschlossen wurde. Es scheint dem Büro wenig sinnvoll, eine Einzelmassnahme herauszubrechen und in einem Detaillierungsgrad zu konkretisieren, der nicht auf die übrigen Raumnutzungsbedürfnisse und eine kohärente Bauplanung abgestimmt ist, ganz abgesehen davon, dass die entsprechenden Mittel vom Parlament noch nicht gesprochen wurden. Es ist vorgesehen, das Konzept zur Neubelegung der Bundeshäuser und des Parlamentsgebäudes den Räten mit der zivilen Baubotschaft 2004 zu unterbreiten.</p><p>Das Büro wird die Frage prüfen, ob mobile Kaffee- und Getränkemaschinen im Umfeld der Wandelhalle bereits früher installiert werden können.</p>
- <p>Ich fordere das Büro und die Parlamentsdienste auf, die konkrete Projektierung für ein Café mit erweitertem und gestalterisch auch kundenfreundlicherem Angebot in der Galerie des Alpes zum Start in das zweite Jahrhundert des Parlamentsgebäudes unmittelbar und verpflichtend in Angriff zu nehmen und bis 2004 zu realisieren. Bei der Umgestaltung der Galerie des Alpes in ein Café soll ein erweitertes und variantenreicheres Angebot an Einrichtungen und Services berücksichtigt werden.</p>
- Für ein würdiges Parlamentsrestaurant
- State
-
Überwiesen an das Ratsbüro
- Related Affairs
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- Drafts
-
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Ende der Dreissigerjahre kam eine Initiative für "mehr Effizienz des Parlamentes" zur Abstimmung. Ein Thema war: "die Parlamentarier sitzen mangels Angebot im Hause zu viel in Restaurants ausserhalb des Parlamentes". Die Initiative wurde abgelehnt, aber der Ratspräsident Vallotton brachte, damit die Parlamentarier die Abstimmungen nicht verpassen, die Erstellung eines ersten Cafés im Parlamentsgebäude durch, welches deshalb "Café Vallotton" genannt wurde. Das heutige nicht gerade animierend gestaltete Café Vallotton genügt kaum den Ansprüchen eines heutigen Parlamentes und dessen zunehmenden Repräsentations- und Empfangspflichten. Es ist kaum zumutbar, in diesem Klima einer Kantine, Gäste, Delegationen und Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus dem In- und Ausland zu empfangen. Gewisse Gäste, Vertreter von Institutionen und hochkarätige Lobbyisten empfängt man wieder wie in den Dreissigerjahren in den umliegenden Restaurants. Zu unserem schönen und würdevollen Parlamentsgebäude gehört auch ein entsprechend gestaltetes Café (mit Treffpunkten mit Stehtischen bis Sitzecken, mit einem erweiterten Angebot, bei welchem man auf verschiedene Weise Zwischenzeiten verbringen kann, sich erholen kann sowie diskutieren und Gäste betreuen kann). Die Galerie des Alpes an der Schau- und Aussichtsfront (das Bundeshaus betritt man ja durch die Rückfront - ein weltweiter Sonderfall!) ist architektonisch sehr geeignet für die genannten Ansprüche bzw. für ein würdigeres Angebot für Parlament und Gäste. Umgekehrt könnte man sich auch mobile Kaffee- und Getränkemaschinen im Umfeld der Wandelhalle vorstellen, damit man in Saalnähe Arbeits- und Gesprächszeiten überbrücken kann. In früheren Antworten zu einem zukünftigen neuen Café wurde stets von Absichten - "können in Organisation sicherstellen", "dem Anliegen kann Rechnung getragen werden" - gesprochen. Ich möchte dies aber im Jubiläumsjahr inklusive Projektierungs- und Konkretisierungsplan vor 2005 verpflichtend gesichert wissen, auch mit Ansprüchen an eine mehrfunktionale und ansprechende Gestaltung, um auszuschliessen, dass ständig verschoben und allenfalls später aus Kostengründen wieder ein Streichkonzert gestartet wird.</p>
- <p>Der Nationalrat hat erst am 14. Dezember 2001 auf Antrag seines Büros ein Postulat von Nationalrat Abate überwiesen, welches im Wesentlichen verlangt, ein Parlamentscafé einzurichten, das nicht nur der Zwischenverpflegung dient, sondern auch die Kontaktpflege fördert. Das Büro hat in diesem Zusammenhang darüber informiert, dass im Projekt Neubelegung des Parlamentsgebäudes und der Bundeshäuser vorgesehen sei, das gegenwärtige Parlamentscafé im so genannten Zeitungszimmer in einen Arbeitsraum für Ratsmitglieder und die Galerie des Alpes in ein "Café des Alpes" als Aufenthaltsraum und Cafeteria umzunutzen. Das "Café des Alpes" wird so bemessen und ausgestaltet sein, dass es auch als Empfangs- und Begegnungsraum der Ratsmitglieder mit Besuchern und Medienschaffenden benutzt werden kann. Die Verwaltungsdelegation und die Parlamentsdienste sind in der Projektorganisation vertreten und können somit sicherstellen, dass diesem Anliegen Rechnung getragen wird. Die Realisierung ist allerdings Teil eines Gesamtkonzeptes, das von der Verwaltungsdelegation und vom Bundesrat Ende 2000 übereinstimmend beschlossen wurde. Es scheint dem Büro wenig sinnvoll, eine Einzelmassnahme herauszubrechen und in einem Detaillierungsgrad zu konkretisieren, der nicht auf die übrigen Raumnutzungsbedürfnisse und eine kohärente Bauplanung abgestimmt ist, ganz abgesehen davon, dass die entsprechenden Mittel vom Parlament noch nicht gesprochen wurden. Es ist vorgesehen, das Konzept zur Neubelegung der Bundeshäuser und des Parlamentsgebäudes den Räten mit der zivilen Baubotschaft 2004 zu unterbreiten.</p><p>Das Büro wird die Frage prüfen, ob mobile Kaffee- und Getränkemaschinen im Umfeld der Wandelhalle bereits früher installiert werden können.</p>
- <p>Ich fordere das Büro und die Parlamentsdienste auf, die konkrete Projektierung für ein Café mit erweitertem und gestalterisch auch kundenfreundlicherem Angebot in der Galerie des Alpes zum Start in das zweite Jahrhundert des Parlamentsgebäudes unmittelbar und verpflichtend in Angriff zu nehmen und bis 2004 zu realisieren. Bei der Umgestaltung der Galerie des Alpes in ein Café soll ein erweitertes und variantenreicheres Angebot an Einrichtungen und Services berücksichtigt werden.</p>
- Für ein würdiges Parlamentsrestaurant
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