System Bologna an Fachhochschulen

ShortId
02.3492
Id
20023492
Updated
25.06.2025 01:51
Language
de
Title
System Bologna an Fachhochschulen
AdditionalIndexing
32;Studium;Anerkennung der Zeugnisse;Abschluss einer Ausbildung;Unterrichtsprogramm;Fachhochschule;Bologna-Prozess
1
  • L05K1302050102, Fachhochschule
  • L04K13020110, Studium
  • L04K13010310, Unterrichtsprogramm
  • L04K13030102, Anerkennung der Zeugnisse
  • L04K13010101, Abschluss einer Ausbildung
  • L04K13030119, Bologna-Prozess
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die dringend notwendige Verbesserung der Situation der Fachhochschulen mit der Umsetzung des Bologna-Systems ist nach der Ablehnung der Referenzmasterkurse durch die EDK und der drohenden Verzögerung der Teilrevision des eidgenössischen Fachhochschulgesetzes ins Stocken gekommen.</p><p>Diese sehr negative Entwicklung trifft die im Auf- und Ausbau befindlichen Fachhochschulen in einer sehr kritischen Phase und stellt die Umsetzung des politischen Willens des Gesetzgebers infrage, wonach die Fachhochschulen gegenüber den Universitäten und den ETH als "gleichwertige, aber andersartige" Hochschule ihre Rolle wahrzunehmen haben.</p><p>Eine derartige Entwicklung der "ungleich langen Spiesse" gegenüber den Universitäten und den ETH hätte für die schweizerischen Fachhochschulen im europäischen Vergleich sehr nachteilige Auswirkungen, indem die Strukturen für:</p><p>- die Mobilität von Studierenden,</p><p>- die flexible Modularisierung, und</p><p>- das Kreditsystem</p><p>an unseren Fachhochschulen gar nicht oder erst um mehrere Jahre verspätet zur Verfügung stehen würden.</p><p>Für die internationale Anerkennung der schweizerischen Fachhochschulen sind die Angebote von Bachelor- und Masterkursen zwingende Voraussetzung, weshalb deren Einführung im Gleichschritt mit den Nachbarstaaten Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich zu vollziehen ist.</p><p>Die bestehenden Fachhochschulabschlüsse basieren auf berufsbefähigenden Abschlüssen von Berufslehren (drei bis vier Jahre), der Berufsmatura (etwa ein Jahr) und einem dreijährigen Fachhochschulstudium mit Diplomarbeit und Abschlussprüfung. Damit ist der Fachhochschulabschluss im internationalen Vergleich höher einzustufen als ein "nicht berufsbefähigender Mobilitätsbachelor". Dementsprechend müssen die heutigen Fachhochschulabschlüsse (analog zu Deutschland) zwischen dem Bachelor und dem Master eingestuft werden.</p><p>Insbesondere sind Masterstudiengänge an Fachhochschulen und deren internationale Anerkennung wichtige Bildungsperspektiven zur notwendigen Steigerung der Attraktivität der Berufslehre, die - trotz abnehmender Tendenz - immer noch von zwei Dritteln der Jugendlichen ergriffen wird.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen, und legt Wert darauf, dass die Fachhochschulen bis zur Einführung des Bachelor- und Mastersystems ihre Angebotsstruktur bereinigen und auf diese Weise in einem internationalen Umfeld ihre Konkurrenzfähigkeit stärken.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Voraussetzungen zu treffen, damit: </p><p>- auf den Beginn des Studienjahres 2005/06 das System von Bachelor- und Masterkursen an den Fachhochschulen angeboten werden kann; und </p><p>- deren internationale Anerkennung im Gleichschritt mit den Nachbarstaaten Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich erfolgen kann.</p>
  • System Bologna an Fachhochschulen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die dringend notwendige Verbesserung der Situation der Fachhochschulen mit der Umsetzung des Bologna-Systems ist nach der Ablehnung der Referenzmasterkurse durch die EDK und der drohenden Verzögerung der Teilrevision des eidgenössischen Fachhochschulgesetzes ins Stocken gekommen.</p><p>Diese sehr negative Entwicklung trifft die im Auf- und Ausbau befindlichen Fachhochschulen in einer sehr kritischen Phase und stellt die Umsetzung des politischen Willens des Gesetzgebers infrage, wonach die Fachhochschulen gegenüber den Universitäten und den ETH als "gleichwertige, aber andersartige" Hochschule ihre Rolle wahrzunehmen haben.</p><p>Eine derartige Entwicklung der "ungleich langen Spiesse" gegenüber den Universitäten und den ETH hätte für die schweizerischen Fachhochschulen im europäischen Vergleich sehr nachteilige Auswirkungen, indem die Strukturen für:</p><p>- die Mobilität von Studierenden,</p><p>- die flexible Modularisierung, und</p><p>- das Kreditsystem</p><p>an unseren Fachhochschulen gar nicht oder erst um mehrere Jahre verspätet zur Verfügung stehen würden.</p><p>Für die internationale Anerkennung der schweizerischen Fachhochschulen sind die Angebote von Bachelor- und Masterkursen zwingende Voraussetzung, weshalb deren Einführung im Gleichschritt mit den Nachbarstaaten Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich zu vollziehen ist.</p><p>Die bestehenden Fachhochschulabschlüsse basieren auf berufsbefähigenden Abschlüssen von Berufslehren (drei bis vier Jahre), der Berufsmatura (etwa ein Jahr) und einem dreijährigen Fachhochschulstudium mit Diplomarbeit und Abschlussprüfung. Damit ist der Fachhochschulabschluss im internationalen Vergleich höher einzustufen als ein "nicht berufsbefähigender Mobilitätsbachelor". Dementsprechend müssen die heutigen Fachhochschulabschlüsse (analog zu Deutschland) zwischen dem Bachelor und dem Master eingestuft werden.</p><p>Insbesondere sind Masterstudiengänge an Fachhochschulen und deren internationale Anerkennung wichtige Bildungsperspektiven zur notwendigen Steigerung der Attraktivität der Berufslehre, die - trotz abnehmender Tendenz - immer noch von zwei Dritteln der Jugendlichen ergriffen wird.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen, und legt Wert darauf, dass die Fachhochschulen bis zur Einführung des Bachelor- und Mastersystems ihre Angebotsstruktur bereinigen und auf diese Weise in einem internationalen Umfeld ihre Konkurrenzfähigkeit stärken.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Voraussetzungen zu treffen, damit: </p><p>- auf den Beginn des Studienjahres 2005/06 das System von Bachelor- und Masterkursen an den Fachhochschulen angeboten werden kann; und </p><p>- deren internationale Anerkennung im Gleichschritt mit den Nachbarstaaten Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich erfolgen kann.</p>
    • System Bologna an Fachhochschulen

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