Zentrum für Sicherheit in den Tunnels Hagerbach
- ShortId
-
02.3688
- Id
-
20023688
- Updated
-
24.06.2025 23:28
- Language
-
de
- Title
-
Zentrum für Sicherheit in den Tunnels Hagerbach
- AdditionalIndexing
-
48;Verkehrssicherheit;Forschungsstelle;St. Gallen (Kanton);Sicherheit im Strassenverkehr;Verkehrsunfall;Tunnel
- 1
-
- L06K180202020101, Tunnel
- L04K18020203, Verkehrssicherheit
- L05K1802020301, Sicherheit im Strassenverkehr
- L05K1802020302, Verkehrsunfall
- L04K16020202, Forschungsstelle
- L05K0301010116, St. Gallen (Kanton)
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Drei Anbieter haben sich um das Projekt beworben. Die besten Chancen werden dem Zentrum für Sicherheit in Tunnels Hagerbach in Sargans im Kanton St. Gallen eingeräumt. Dort betreiben Spezialisten seit dreissig Jahren eine Untertaganlage, deren gesamte Stollenlänge mittlerweile 5 Kilometer mit unterschiedlichen Querschnitten erreicht hat. Die in den letzten Jahren durchgeführten Fachkurse und Forschungsarbeiten haben dem Versuchsstollen zu internationalem Renommee verholfen.</p><p>Der Versuchsstollen wurde im Oktober 2002 der Konferenz der Regierungschefs Arge Alp vorgestellt und liegt aus internationaler Sicht günstig. Dank der bereits vorhandenen Infrastruktur kann das geplante Zentrum für Sicherheit in den Tunnels Hagerbach in kurzer Zeit und mit überblickbaren Investitionen den Betrieb aufnehmen. Die Risiken sind aufgrund der grossen Erfahrung der Betreiber unter Kontrolle.</p>
- <p>Die tragischen Ereignisse der letzten Jahre in verschiedenen Alpentunnels haben die Behörden bewogen, die Sicherheit zu verstärken. Zwei Massnahmen darin sind die Aus- und Weiterbildung der Ereignisdienste sowie wissenschaftliche Erkenntnisse über das Brandverhalten. Zu diesem Zweck ist das Bundesamt für Strassen zurzeit daran, die Voraussetzungen für den Bau, den Betrieb und die Finanzierung je eines Tunnels für Übungen und Versuche zu schaffen. Machbarkeitsstudien haben drei mögliche Standorte, darunter Hagerbach, aufgezeigt.</p><p>Die Gesamtkosten werden auf 70 bis 80 Millionen Franken geschätzt, was die Möglichkeiten des Bundes übersteigt. Es wird daher eine Trägerschaft mit verschiedenen Partnern angestrebt: Nachbarstaaten, Kantone, Forschungsanstalten, Feuerwehrinstanzen, Privatwirtschaft usw. Es kommt hinzu, dass die Finanzierung des Betriebes nur bei einer hohen Auslastung gesichert ist, was wiederum eine breite Trägerschaft erfordert.</p><p>Für die Wahl des Standortes der Tunnels für Übungen und Versuche sind folgende Überlegungen anzustellen:</p><p>- Der Entscheid muss dieser Trägerschaft vorbehalten bleiben, zumal er auch von den Erfahrungen der Partner sowie den Anforderungen an das Projekt abhängt. Die Abklärungen sind noch nicht so weit fortgeschritten, dass eine Aussage über den Standort möglich ist.</p><p>- Die vorgesehenen Anlagen sollen auch den Bahnbetreibern dienen. Die Bedürfnisse der Bahnbetreiber sind noch nicht in das Projekt eingeflossen. Sie könnten unter Umständen die baulichen und betrieblichen Belange verändern und mithin Auswirkungen auf die Standortwahl haben.</p><p>- Ohne internationale Beteiligung müsste das Konzept grundlegend überdacht werden, vor allem was die Randbedingungen und die Dimensionierung angeht. Das könnte unter Umständen zur Folge haben, dass auf den Versuchstunnel verzichtet und nur der Übungstunnel mit minimalen Anforderungen erstellt und betrieben würde.</p><p>Die Darstellung zeigt, dass die Frage des Standortes noch nicht entscheidreif ist. Abgesehen davon würden Aussagen im gegenwärtigen Zeitpunkt über mögliche Standorte die Chancen internationaler Beteiligung schmälern.</p> Der Bundesrat beantragt, die Empfehlung abzulehnen.
- <p>Die schweren Unfälle im Montblanc- und Tauerntunnel, später in Kaprun und im Gotthard-Strassentunnel haben international das Bewusstsein für die Risiken dieser Verkehrswege geschärft. Das Bundesamt für Strassen stellt 30 Millionen Franken bereit für die Errichtung eines Ausbildungs- und Forschungszentrums. Darin sollen Ernstfälle simuliert, Sicherheitseinrichtungen getestet und Rettungsmassnahmen geübt werden.</p><p>Der Bund hofft auf eine Mitträgerschaft der Nachbarländer, dafür sollen die Einrichtungen auch internationalen Benützern zur Verfügung stehen.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, die Entstehung des Zentrums für Sicherheit in Tunnels Hagerbach in Sargans zu unterstützen und als Standortwahl für das Ausbildungs- und Forschungszentrum vorzusehen.</p>
- Zentrum für Sicherheit in den Tunnels Hagerbach
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Drei Anbieter haben sich um das Projekt beworben. Die besten Chancen werden dem Zentrum für Sicherheit in Tunnels Hagerbach in Sargans im Kanton St. Gallen eingeräumt. Dort betreiben Spezialisten seit dreissig Jahren eine Untertaganlage, deren gesamte Stollenlänge mittlerweile 5 Kilometer mit unterschiedlichen Querschnitten erreicht hat. Die in den letzten Jahren durchgeführten Fachkurse und Forschungsarbeiten haben dem Versuchsstollen zu internationalem Renommee verholfen.</p><p>Der Versuchsstollen wurde im Oktober 2002 der Konferenz der Regierungschefs Arge Alp vorgestellt und liegt aus internationaler Sicht günstig. Dank der bereits vorhandenen Infrastruktur kann das geplante Zentrum für Sicherheit in den Tunnels Hagerbach in kurzer Zeit und mit überblickbaren Investitionen den Betrieb aufnehmen. Die Risiken sind aufgrund der grossen Erfahrung der Betreiber unter Kontrolle.</p>
- <p>Die tragischen Ereignisse der letzten Jahre in verschiedenen Alpentunnels haben die Behörden bewogen, die Sicherheit zu verstärken. Zwei Massnahmen darin sind die Aus- und Weiterbildung der Ereignisdienste sowie wissenschaftliche Erkenntnisse über das Brandverhalten. Zu diesem Zweck ist das Bundesamt für Strassen zurzeit daran, die Voraussetzungen für den Bau, den Betrieb und die Finanzierung je eines Tunnels für Übungen und Versuche zu schaffen. Machbarkeitsstudien haben drei mögliche Standorte, darunter Hagerbach, aufgezeigt.</p><p>Die Gesamtkosten werden auf 70 bis 80 Millionen Franken geschätzt, was die Möglichkeiten des Bundes übersteigt. Es wird daher eine Trägerschaft mit verschiedenen Partnern angestrebt: Nachbarstaaten, Kantone, Forschungsanstalten, Feuerwehrinstanzen, Privatwirtschaft usw. Es kommt hinzu, dass die Finanzierung des Betriebes nur bei einer hohen Auslastung gesichert ist, was wiederum eine breite Trägerschaft erfordert.</p><p>Für die Wahl des Standortes der Tunnels für Übungen und Versuche sind folgende Überlegungen anzustellen:</p><p>- Der Entscheid muss dieser Trägerschaft vorbehalten bleiben, zumal er auch von den Erfahrungen der Partner sowie den Anforderungen an das Projekt abhängt. Die Abklärungen sind noch nicht so weit fortgeschritten, dass eine Aussage über den Standort möglich ist.</p><p>- Die vorgesehenen Anlagen sollen auch den Bahnbetreibern dienen. Die Bedürfnisse der Bahnbetreiber sind noch nicht in das Projekt eingeflossen. Sie könnten unter Umständen die baulichen und betrieblichen Belange verändern und mithin Auswirkungen auf die Standortwahl haben.</p><p>- Ohne internationale Beteiligung müsste das Konzept grundlegend überdacht werden, vor allem was die Randbedingungen und die Dimensionierung angeht. Das könnte unter Umständen zur Folge haben, dass auf den Versuchstunnel verzichtet und nur der Übungstunnel mit minimalen Anforderungen erstellt und betrieben würde.</p><p>Die Darstellung zeigt, dass die Frage des Standortes noch nicht entscheidreif ist. Abgesehen davon würden Aussagen im gegenwärtigen Zeitpunkt über mögliche Standorte die Chancen internationaler Beteiligung schmälern.</p> Der Bundesrat beantragt, die Empfehlung abzulehnen.
- <p>Die schweren Unfälle im Montblanc- und Tauerntunnel, später in Kaprun und im Gotthard-Strassentunnel haben international das Bewusstsein für die Risiken dieser Verkehrswege geschärft. Das Bundesamt für Strassen stellt 30 Millionen Franken bereit für die Errichtung eines Ausbildungs- und Forschungszentrums. Darin sollen Ernstfälle simuliert, Sicherheitseinrichtungen getestet und Rettungsmassnahmen geübt werden.</p><p>Der Bund hofft auf eine Mitträgerschaft der Nachbarländer, dafür sollen die Einrichtungen auch internationalen Benützern zur Verfügung stehen.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, die Entstehung des Zentrums für Sicherheit in Tunnels Hagerbach in Sargans zu unterstützen und als Standortwahl für das Ausbildungs- und Forschungszentrum vorzusehen.</p>
- Zentrum für Sicherheit in den Tunnels Hagerbach
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