Regionalflughafen Bern-Belp. Anschluss an das Liniennetz der Swiss

ShortId
02.3708
Id
20023708
Updated
14.11.2025 08:18
Language
de
Title
Regionalflughafen Bern-Belp. Anschluss an das Liniennetz der Swiss
AdditionalIndexing
48;Flughafen;Fahrplan;Fluglinie;Bern (Kanton);Luftverkehr;Verkehrsunternehmen
1
  • L04K18040104, Luftverkehr
  • L04K18040102, Fluglinie
  • L04K18010211, Verkehrsunternehmen
  • L04K18010207, Fahrplan
  • L04K18040101, Flughafen
  • L05K0301010104, Bern (Kanton)
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Gemäss aktuellen Informationen plant die nationale Airline Swiss eine Flottenreduktion sowie die Redimensionierung ihres Flugstreckennetzes. Die Alpar Flug- und Flugplatzgesellschaft AG Bern als Trägerin und Betreiberin des Regionalflughafens Bern-Belp wurde vonseiten der Swiss im Rahmen der Budgetierung darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf das Jahr 2003 die bisherigen Flüge der Swiss nach Bern-Belp und ab Bern-Belp eingeschränkt würden. Zurzeit fliegt die Swiss täglich ab Basel vier Rotationen nach Bern sowie von Lugano über Bern nach Paris zwei Rotationen pro Tag. Das Passagieraufkommen der Swiss ab Bern beträgt rund 70 000 Passagiere pro Jahr. Die Swiss-Flüge bringen der Alpar AG jährlich rund 2,1 Millionen Franken Einnahmen. Im Linienflugverkehr hat die Swiss ab Bern-Belp einen Marktanteil von 52,2 Prozent und ist Hauptkunde der Alpar AG.</p><p>Vor rund einem Jahr ist beschlossen worden, den hohen Betrag von rund 2 Milliarden Franken in den Aufbau der neuen nationalen Airline Swiss zu investieren. Dabei ging es nicht nur um den Wiederaufbau eines interkontinentalen Streckennetzes, sondern zu beachten waren auch die Regionalflughäfen als wichtige Zubringer. Die dauerhafte Integration der Destination Bem ins Luftverkehrsliniennetz der neuen Airline muss deshalb im öffentlichen Interesse sichergestellt sein.</p><p>Der Anschluss an den nationalen und internationalen LinienfIugverkehr ist für die Wirtschaftsräume Bern und Espace Mittelland von grosser Wichtigkeit.</p><p>Zudem ist der Flughafen Bern-Belp zwecks Aufrechterhaltung einer leistungsfähigen Luftverkehrsinfrastruktur auf die Einnahmen aus dem Linienverkehr dringend angewiesen. Zurzeit werden auf dem Flughafen Bern-Belp in rund 25 Firmen 540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Eine Reduktion des Flugdienstes der Swiss hätte gravierende betriebliche Einschränkungen und einen Abbau von Arbeitsplätzen zur Folge. Entsprechend herrscht zurzeit eine grosse Verunsicherung beim Personal.</p><p>Die gleiche Problematik stellt sich auch für die Flughäfen Basel und Lugano. Als nationale Airline mit starker Unterstützung der öffentlichen Hand hat die Swiss die öffentlichen Interessen wahrzunehmen und ihren Anteil zur Sicherstellung des öffentlichen Verkehrs im Bereich der Luftfahrt ab Basel, Bern und Lugano auch in Zukunft sicherzustellen.</p>
  • <p>1. Der Bundesrat erachtet es aus politischen Gründen weiterhin als wünschenswert, dass die beiden Regionalflughäfen Bern und Lugano ihre Existenz langfristig als sichergestellt betrachten können. Der Bundesrat steht somit nach wie vor zu seinen Äusserungen in der Stellungnahme zur Motion Joder 01.3783, "Sicherstellung des Anschlusses der Regionalflughäfen Bern und Lugano an das Luftverkehrsliniennetz der neuen Airline", vom 14. Dezember 2001. Auch die gegenwärtige Krise im Weltluftverkehr sowie die schwierige wirtschaftliche Lage der Swiss International Air Lines AG (Swiss) und der betroffenen Flughäfen ändern daran nichts.</p><p>2. Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zur Motion Joder auch festgehalten, dass die neue nationale Fluggesellschaft nicht verpflichtet werden könne, Garantien über die Bedienung der Regionalflughäfen Bern und Lugano abzugeben. Die Swiss als privatrechtliches Unternehmen kann weder aufgrund luftfahrtrechtlicher Bestimmungen noch infolge des Bundesbeschlusses über die Finanzierung des Redimensionierungskonzeptes für die nationale Zivilluftfahrt (BBL 2002 410) gezwungen werden, einen Service public im Sinne einer möglichst umfassenden Bedienung der schweizerischen Regionalflugplätze zu gewährleisten oder gar unrentable innerschweizerische Fluglinien zu betreiben.</p><p>Wenn die Swiss ihr Streckennetz der Nachfrage anpasst und gewisse Verbindungen ab Bern streicht oder abbaut, reagiert sie auf die sich verschärfende wirtschaftliche Lage in der Luftfahrtindustrie. Eine Anpassung des Angebotes aufgrund der vorhandenen Nachfrage darf und muss die Swiss vornehmen können, will sie sich auch in Zukunft im schwierigen Luftverkehrsmarkt behaupten können.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Infolge des aktuell geplanten Flottenabbaus sowie der Redimensionierung des Streckennetzes der nationalen Airline Swiss ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung der nachfolgenden Fragen:</p><p>1. In seiner Stellungnahme auf die Motion Joder 01.3783 vom 14. Dezember 2001 hält der Bundesrat fest, dass die regionalen Flugverkehrslinienverbindungen der Swiss ab Bern und Lugano eine wichtige Zubringerfunktion für die Verkehrsdrehscheiben Zürich oder Basel erfüllen und es der Bundesrat aus politischen Gründen als wünschenswert erachtet, dass die beiden Flughäfen Bern und Lugano ihre Existenz auch langfristig als sichergestellt betrachten können. Steht der Bundesrat immer noch zu dieser Grundsatzerklärung?</p><p>2. Ist er auch der Meinung, dass die nationale Airline Swiss den Regionalflughafen gern als Destination auch inskünftig dauerhaft in ihr Luftverkehrsliniennetz integrieren und regelmässig bedürfnisgerecht mit Linienflügen bedienen muss? Mit welchen konkreten politischen und rechtlichen Massnahmen gedenkt der Bundesrat diese Zielsetzung zu erreichen?</p>
  • Regionalflughafen Bern-Belp. Anschluss an das Liniennetz der Swiss
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Gemäss aktuellen Informationen plant die nationale Airline Swiss eine Flottenreduktion sowie die Redimensionierung ihres Flugstreckennetzes. Die Alpar Flug- und Flugplatzgesellschaft AG Bern als Trägerin und Betreiberin des Regionalflughafens Bern-Belp wurde vonseiten der Swiss im Rahmen der Budgetierung darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf das Jahr 2003 die bisherigen Flüge der Swiss nach Bern-Belp und ab Bern-Belp eingeschränkt würden. Zurzeit fliegt die Swiss täglich ab Basel vier Rotationen nach Bern sowie von Lugano über Bern nach Paris zwei Rotationen pro Tag. Das Passagieraufkommen der Swiss ab Bern beträgt rund 70 000 Passagiere pro Jahr. Die Swiss-Flüge bringen der Alpar AG jährlich rund 2,1 Millionen Franken Einnahmen. Im Linienflugverkehr hat die Swiss ab Bern-Belp einen Marktanteil von 52,2 Prozent und ist Hauptkunde der Alpar AG.</p><p>Vor rund einem Jahr ist beschlossen worden, den hohen Betrag von rund 2 Milliarden Franken in den Aufbau der neuen nationalen Airline Swiss zu investieren. Dabei ging es nicht nur um den Wiederaufbau eines interkontinentalen Streckennetzes, sondern zu beachten waren auch die Regionalflughäfen als wichtige Zubringer. Die dauerhafte Integration der Destination Bem ins Luftverkehrsliniennetz der neuen Airline muss deshalb im öffentlichen Interesse sichergestellt sein.</p><p>Der Anschluss an den nationalen und internationalen LinienfIugverkehr ist für die Wirtschaftsräume Bern und Espace Mittelland von grosser Wichtigkeit.</p><p>Zudem ist der Flughafen Bern-Belp zwecks Aufrechterhaltung einer leistungsfähigen Luftverkehrsinfrastruktur auf die Einnahmen aus dem Linienverkehr dringend angewiesen. Zurzeit werden auf dem Flughafen Bern-Belp in rund 25 Firmen 540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Eine Reduktion des Flugdienstes der Swiss hätte gravierende betriebliche Einschränkungen und einen Abbau von Arbeitsplätzen zur Folge. Entsprechend herrscht zurzeit eine grosse Verunsicherung beim Personal.</p><p>Die gleiche Problematik stellt sich auch für die Flughäfen Basel und Lugano. Als nationale Airline mit starker Unterstützung der öffentlichen Hand hat die Swiss die öffentlichen Interessen wahrzunehmen und ihren Anteil zur Sicherstellung des öffentlichen Verkehrs im Bereich der Luftfahrt ab Basel, Bern und Lugano auch in Zukunft sicherzustellen.</p>
    • <p>1. Der Bundesrat erachtet es aus politischen Gründen weiterhin als wünschenswert, dass die beiden Regionalflughäfen Bern und Lugano ihre Existenz langfristig als sichergestellt betrachten können. Der Bundesrat steht somit nach wie vor zu seinen Äusserungen in der Stellungnahme zur Motion Joder 01.3783, "Sicherstellung des Anschlusses der Regionalflughäfen Bern und Lugano an das Luftverkehrsliniennetz der neuen Airline", vom 14. Dezember 2001. Auch die gegenwärtige Krise im Weltluftverkehr sowie die schwierige wirtschaftliche Lage der Swiss International Air Lines AG (Swiss) und der betroffenen Flughäfen ändern daran nichts.</p><p>2. Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zur Motion Joder auch festgehalten, dass die neue nationale Fluggesellschaft nicht verpflichtet werden könne, Garantien über die Bedienung der Regionalflughäfen Bern und Lugano abzugeben. Die Swiss als privatrechtliches Unternehmen kann weder aufgrund luftfahrtrechtlicher Bestimmungen noch infolge des Bundesbeschlusses über die Finanzierung des Redimensionierungskonzeptes für die nationale Zivilluftfahrt (BBL 2002 410) gezwungen werden, einen Service public im Sinne einer möglichst umfassenden Bedienung der schweizerischen Regionalflugplätze zu gewährleisten oder gar unrentable innerschweizerische Fluglinien zu betreiben.</p><p>Wenn die Swiss ihr Streckennetz der Nachfrage anpasst und gewisse Verbindungen ab Bern streicht oder abbaut, reagiert sie auf die sich verschärfende wirtschaftliche Lage in der Luftfahrtindustrie. Eine Anpassung des Angebotes aufgrund der vorhandenen Nachfrage darf und muss die Swiss vornehmen können, will sie sich auch in Zukunft im schwierigen Luftverkehrsmarkt behaupten können.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Infolge des aktuell geplanten Flottenabbaus sowie der Redimensionierung des Streckennetzes der nationalen Airline Swiss ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung der nachfolgenden Fragen:</p><p>1. In seiner Stellungnahme auf die Motion Joder 01.3783 vom 14. Dezember 2001 hält der Bundesrat fest, dass die regionalen Flugverkehrslinienverbindungen der Swiss ab Bern und Lugano eine wichtige Zubringerfunktion für die Verkehrsdrehscheiben Zürich oder Basel erfüllen und es der Bundesrat aus politischen Gründen als wünschenswert erachtet, dass die beiden Flughäfen Bern und Lugano ihre Existenz auch langfristig als sichergestellt betrachten können. Steht der Bundesrat immer noch zu dieser Grundsatzerklärung?</p><p>2. Ist er auch der Meinung, dass die nationale Airline Swiss den Regionalflughafen gern als Destination auch inskünftig dauerhaft in ihr Luftverkehrsliniennetz integrieren und regelmässig bedürfnisgerecht mit Linienflügen bedienen muss? Mit welchen konkreten politischen und rechtlichen Massnahmen gedenkt der Bundesrat diese Zielsetzung zu erreichen?</p>
    • Regionalflughafen Bern-Belp. Anschluss an das Liniennetz der Swiss

Back to List