Inspektionen der eigenen Hochseeflotte?
- ShortId
-
02.3785
- Id
-
20023785
- Updated
-
10.04.2024 12:17
- Language
-
de
- Title
-
Inspektionen der eigenen Hochseeflotte?
- AdditionalIndexing
-
48;Produktesicherheit;Evaluation;Qualitätskontrolle;Tanker;Frachtschiff;Handelsflotte;Produktionskontrolle
- 1
-
- L04K18050102, Handelsflotte
- L04K08020302, Evaluation
- L05K1805010102, Frachtschiff
- L05K1805010103, Tanker
- L05K0706010306, Produktesicherheit
- L05K0706010308, Produktionskontrolle
- L05K0706010309, Qualitätskontrolle
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die schweizerische Hochseeflotte verfügt derzeit über 25 Schiffe mit einer Gesamttonnage von über einer Million Tonnen Tragfähigkeit. Sie ist eine der modernsten Flotten weltweit mit einem Durchschnittsalter von nur gerade 3,8 Jahren.</p><p>Zurzeit fahren keine Öltanker unter Schweizer Flagge.</p><p>Die gestellten Fragen beantworten wir wie folgt:</p><p>1. Die letzte Inspektion seitens der zuständigen Bundesbehörden erfolgte am 12./13. Dezember 2002 in Hamburg an Bord der ms Vindonissa, einem Massengutfrachter mit Baujahr 1998, dessen Zustand als ausgezeichnet beurteilt wurde.</p><p>2. Solche Inspektionen werden regelmässig durchgeführt. Da die meisten Schiffe unter Schweizer Flagge mit Hilfe einer Bürgschaft des Bundes finanziert werden, erfolgen die Inspektionen koordiniert zwischen der Aufsichtsbehörde, dem Schweizerischen Seeschifffahrtsamt und dem für Bürgschaftsfragen zuständigen Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung, das vor allem den Zustand des Schiffes und seine Funktionstüchtigkeit überprüft. In den letzten fünf Jahren wurden insgesamt 31 Inspektionen an Bord durchgeführt.</p><p>3. Das Schweizerische Seeschifffahrtsamt hat keine eigenen Inspektoren für spezifisch technische Kontrollen der Schiffe. Solche anforderungsreiche Inspektionen sowie die Ausstellung entsprechender Schiffszeugnisse erfolgen gemäss den internationalen Vorschriften durch Spezialisten erstklassiger, weltweit anerkannter Klassifikationsgesellschaften. Für das Binnenland Schweiz geniessen Sicherheit und Ansehen seiner Flotte absolute Priorität. Deshalb müssen unsere Schiffe gemäss den Bestimmungen des Seeschifffahrtsgesetzes der höchsten Klasse/Qualitätsstufe ihrer Kategorie entsprechen.</p><p>Neben dieser technischen Überwachung durch die Klassifikationsgesellschaften werden - wie unter den Ziffern 1 und 2 dargelegt - auch Inspektionen durch die zuständigen Behörden durchgeführt. Diese Inspektionen beziehen sich einerseits auf soziale und administrative Belange (Kontrolle der Offiziere und der Mannschaft; Einhaltung der Konventionen des Internationalen Arbeitsamtes) und andererseits auf den Unterhalt, die Funktionstüchtigkeit und die Werterhaltung der Schiffe.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wann führte die Schweiz zum letzten Mal eine Inspektion ihrer Hochseeflotte bezüglich sozial- und schiffstechnischer Standards durch?</p><p>2. Fanden solche Inspektionen in der Vergangenheit regelmässig statt?</p><p>3. Verfügt die Schweiz überhaupt über das entsprechende Know-how, um solche Inspektionen selber durchführen zu können?</p>
- Inspektionen der eigenen Hochseeflotte?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die schweizerische Hochseeflotte verfügt derzeit über 25 Schiffe mit einer Gesamttonnage von über einer Million Tonnen Tragfähigkeit. Sie ist eine der modernsten Flotten weltweit mit einem Durchschnittsalter von nur gerade 3,8 Jahren.</p><p>Zurzeit fahren keine Öltanker unter Schweizer Flagge.</p><p>Die gestellten Fragen beantworten wir wie folgt:</p><p>1. Die letzte Inspektion seitens der zuständigen Bundesbehörden erfolgte am 12./13. Dezember 2002 in Hamburg an Bord der ms Vindonissa, einem Massengutfrachter mit Baujahr 1998, dessen Zustand als ausgezeichnet beurteilt wurde.</p><p>2. Solche Inspektionen werden regelmässig durchgeführt. Da die meisten Schiffe unter Schweizer Flagge mit Hilfe einer Bürgschaft des Bundes finanziert werden, erfolgen die Inspektionen koordiniert zwischen der Aufsichtsbehörde, dem Schweizerischen Seeschifffahrtsamt und dem für Bürgschaftsfragen zuständigen Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung, das vor allem den Zustand des Schiffes und seine Funktionstüchtigkeit überprüft. In den letzten fünf Jahren wurden insgesamt 31 Inspektionen an Bord durchgeführt.</p><p>3. Das Schweizerische Seeschifffahrtsamt hat keine eigenen Inspektoren für spezifisch technische Kontrollen der Schiffe. Solche anforderungsreiche Inspektionen sowie die Ausstellung entsprechender Schiffszeugnisse erfolgen gemäss den internationalen Vorschriften durch Spezialisten erstklassiger, weltweit anerkannter Klassifikationsgesellschaften. Für das Binnenland Schweiz geniessen Sicherheit und Ansehen seiner Flotte absolute Priorität. Deshalb müssen unsere Schiffe gemäss den Bestimmungen des Seeschifffahrtsgesetzes der höchsten Klasse/Qualitätsstufe ihrer Kategorie entsprechen.</p><p>Neben dieser technischen Überwachung durch die Klassifikationsgesellschaften werden - wie unter den Ziffern 1 und 2 dargelegt - auch Inspektionen durch die zuständigen Behörden durchgeführt. Diese Inspektionen beziehen sich einerseits auf soziale und administrative Belange (Kontrolle der Offiziere und der Mannschaft; Einhaltung der Konventionen des Internationalen Arbeitsamtes) und andererseits auf den Unterhalt, die Funktionstüchtigkeit und die Werterhaltung der Schiffe.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wann führte die Schweiz zum letzten Mal eine Inspektion ihrer Hochseeflotte bezüglich sozial- und schiffstechnischer Standards durch?</p><p>2. Fanden solche Inspektionen in der Vergangenheit regelmässig statt?</p><p>3. Verfügt die Schweiz überhaupt über das entsprechende Know-how, um solche Inspektionen selber durchführen zu können?</p>
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