CV-9030 auf risikoreicher Kriechspur?

ShortId
02.5037
Id
20025037
Updated
10.04.2024 08:56
Language
de
Title
CV-9030 auf risikoreicher Kriechspur?
AdditionalIndexing
09;Panzer
1
  • L05K0402040204, Panzer
Texts
  • <p>Der von Herrn Banga erwähnte Artikel in der "SonntagsZeitung" hat zu Verunsicherungen geführt. Der Chef VBS hat dazu anlässlich der Sitzung der SiK-S vom 6. Februar 2002 bereits Stellung genommen.</p><p>Die Beschaffung wurde mit dem Rüstungsprogramm 2000 eingeleitet. Es handelt sich um ein wichtiges, grosses und anspruchsvolles Projekt für das VBS und die Industrie.</p><p>Um es vorweg zu nehmen: Das Projekt Schützenpanzer 2000 ist auf Kurs. Die qualitativen, finanziellen und zeitlichen Vorgaben können aus heutiger Sicht eingehalten werden.</p><p>Der Eindruck, den kürzlich ein Artikel in der Sonntagspresse zu vermitteln vermochte, ist falsch.</p><p>Tatsache ist, dass ein Teil der für die Anfangsphase eingeplanten Zeitreserve aufgebraucht ist, die Beschaffung aber nach wie vor im Zeitplan liegt. Im September dieses Jahres sollen die vier Fahrzeuge der Nullserie ausgeliefert werden. Diese werden vorgängig in Schweden und in der Schweiz eingehend getestet. Bis Ende 2003 werden 75 Schützenpanzer ausgeliefert, bis Ende 2004 sind es 138 Fahrzeuge, und bis Ende 2005 ist die Auslieferung der 186 CV-9030 abgeschlossen.</p><p>Die Gruppe Rüstung und die Firma Hägglunds als Generalunternehmerin wickeln das Projekt so ab, wie es vom Parlament genehmigt wurde.</p><p>Unser Schützenpanzer ist zu einem grossen Teil identisch mit dem Schützenpanzer, wie er von der norwegischen Armee beschafft wurde. Für die Evaluation wurde ein Fahrzeug von den Norwegern eingemietet. Der Bau eines eigenen Prototyps war nie vorgesehen. Hingegen wurde nach erfolgtem Typenentscheid der Bau eines Verifikationsfahrzeuges in Auftrag gegeben, welches unserer Seriekonfiguration entspricht. Dieses Verifikationsfahrzeug wurde mehr als ein Jahr lang getestet. Diese Tests haben bestätigt, dass keine Probleme bei der Serie zu erwarten sind.</p><p>Das Feuerleitsystem ist an sich nichts Revolutionäres, sondern zu einem grossen Teil identisch mit demjenigen der norwegischen Seriefahrzeuge. Das Feuerleitsystem arbeitet übrigens einwandfrei.</p><p>Die Umsetzung eines grossen und anspruchsvollen technischen Projektes, an dem über 100 Schweizer Firmen beteiligt sind, enthält natürlich Risiken. Der Bundesrat ist aber überzeugt, dass man beim neuen Schützenpanzer diese Risiken im Griff hat. Der Truppe werden die 186 Schützenpanzer zum geplanten Zeitpunkt in der erforderlichen Qualität und innerhalb der finanziellen Vorgaben zur Verfügung gestellt werden können.</p>
  • <p>Mit dem Rüstungsprogramm 2000 wurde die Firma Hägglunds verpflichtet, 18 Monate nach Vertragsunterzeichnung eine Nullserie, bestehend aus drei Schützenpanzern und einem Kommandoschützenpanzer, auszuführen. Zur Erprobung der Helvetisierungen und zum entsprechenden Risikoabbau sollte auch ein Verifikationsfahrzeug gebaut werden.</p><p>Der Presse ("SonntagsZeitung" vom 27. Januar 2002) war nun zu entnehmen, dass es nicht nur zu erheblichen Verzögerungen gekommen sei, sondern dass auch sämtliche Zeitreserven aufgebraucht seien. Deshalb sei auf den Bau eines Prototyps und auf die übliche Nullserie zu Testzwecken verzichtet worden.</p><p>Treffen diese Darstellungen (auch bezüglich weiterer Probleme mit dem Feuerleitsystem) zu, und wie hoch muss heute das technische und finanzielle Risiko eingeschätzt werden?</p>
  • CV-9030 auf risikoreicher Kriechspur?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der von Herrn Banga erwähnte Artikel in der "SonntagsZeitung" hat zu Verunsicherungen geführt. Der Chef VBS hat dazu anlässlich der Sitzung der SiK-S vom 6. Februar 2002 bereits Stellung genommen.</p><p>Die Beschaffung wurde mit dem Rüstungsprogramm 2000 eingeleitet. Es handelt sich um ein wichtiges, grosses und anspruchsvolles Projekt für das VBS und die Industrie.</p><p>Um es vorweg zu nehmen: Das Projekt Schützenpanzer 2000 ist auf Kurs. Die qualitativen, finanziellen und zeitlichen Vorgaben können aus heutiger Sicht eingehalten werden.</p><p>Der Eindruck, den kürzlich ein Artikel in der Sonntagspresse zu vermitteln vermochte, ist falsch.</p><p>Tatsache ist, dass ein Teil der für die Anfangsphase eingeplanten Zeitreserve aufgebraucht ist, die Beschaffung aber nach wie vor im Zeitplan liegt. Im September dieses Jahres sollen die vier Fahrzeuge der Nullserie ausgeliefert werden. Diese werden vorgängig in Schweden und in der Schweiz eingehend getestet. Bis Ende 2003 werden 75 Schützenpanzer ausgeliefert, bis Ende 2004 sind es 138 Fahrzeuge, und bis Ende 2005 ist die Auslieferung der 186 CV-9030 abgeschlossen.</p><p>Die Gruppe Rüstung und die Firma Hägglunds als Generalunternehmerin wickeln das Projekt so ab, wie es vom Parlament genehmigt wurde.</p><p>Unser Schützenpanzer ist zu einem grossen Teil identisch mit dem Schützenpanzer, wie er von der norwegischen Armee beschafft wurde. Für die Evaluation wurde ein Fahrzeug von den Norwegern eingemietet. Der Bau eines eigenen Prototyps war nie vorgesehen. Hingegen wurde nach erfolgtem Typenentscheid der Bau eines Verifikationsfahrzeuges in Auftrag gegeben, welches unserer Seriekonfiguration entspricht. Dieses Verifikationsfahrzeug wurde mehr als ein Jahr lang getestet. Diese Tests haben bestätigt, dass keine Probleme bei der Serie zu erwarten sind.</p><p>Das Feuerleitsystem ist an sich nichts Revolutionäres, sondern zu einem grossen Teil identisch mit demjenigen der norwegischen Seriefahrzeuge. Das Feuerleitsystem arbeitet übrigens einwandfrei.</p><p>Die Umsetzung eines grossen und anspruchsvollen technischen Projektes, an dem über 100 Schweizer Firmen beteiligt sind, enthält natürlich Risiken. Der Bundesrat ist aber überzeugt, dass man beim neuen Schützenpanzer diese Risiken im Griff hat. Der Truppe werden die 186 Schützenpanzer zum geplanten Zeitpunkt in der erforderlichen Qualität und innerhalb der finanziellen Vorgaben zur Verfügung gestellt werden können.</p>
    • <p>Mit dem Rüstungsprogramm 2000 wurde die Firma Hägglunds verpflichtet, 18 Monate nach Vertragsunterzeichnung eine Nullserie, bestehend aus drei Schützenpanzern und einem Kommandoschützenpanzer, auszuführen. Zur Erprobung der Helvetisierungen und zum entsprechenden Risikoabbau sollte auch ein Verifikationsfahrzeug gebaut werden.</p><p>Der Presse ("SonntagsZeitung" vom 27. Januar 2002) war nun zu entnehmen, dass es nicht nur zu erheblichen Verzögerungen gekommen sei, sondern dass auch sämtliche Zeitreserven aufgebraucht seien. Deshalb sei auf den Bau eines Prototyps und auf die übliche Nullserie zu Testzwecken verzichtet worden.</p><p>Treffen diese Darstellungen (auch bezüglich weiterer Probleme mit dem Feuerleitsystem) zu, und wie hoch muss heute das technische und finanzielle Risiko eingeschätzt werden?</p>
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