Nutzen wir unsere Talente und Patente
- ShortId
-
03.3100
- Id
-
20033100
- Updated
-
25.06.2025 02:03
- Language
-
de
- Title
-
Nutzen wir unsere Talente und Patente
- AdditionalIndexing
-
15;Marketing;Inlandsproduktion;Bericht;Produktionsplanung;Forschung und Entwicklung;Vermarktung (speziell);Produktion
- 1
-
- L03K070602, Produktion
- L04K07060204, Inlandsproduktion
- L04K07060209, Produktionsplanung
- L04K07010103, Vermarktung (speziell)
- L05K0701010308, Marketing
- L04K16020203, Forschung und Entwicklung
- L03K020206, Bericht
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Als zweites Ziel seiner Tätigkeit hat der Bundesrat Anfang dieser Legislatur die Förderung und Stärkung der Schweiz als attraktiven Werk-, Denk- und Schaffensplatz erklärt. Eine Massnahme dafür ist sicher die Unterstützung von Forschung und Entwicklung (F&E) an den Hochschulen und Fachhochschulen. Während F&E an den Hochschulen vor allem im Bereich Grundlagenforschung verlangt wird, gilt dies für die Fachhochschulen im Bereich der konkreten Anwendungen.</p><p>Ein eklatanter Mangel herrscht jedoch im Bereich Produktion und Vermarktung (P&V). So werden an unseren Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen Produkte und Ideen entwickelt, die es bis zur Patentierung bringen. Häufig ist dann aber leider Schluss. Die Produktion und Vermarktung findet, wenn überhaupt, nur in seltenen Fällen in der Schweiz statt. Dies bedeutet eine enorme Ressourcenverschwendung und einen Verlust an Know-how. Mit den Patenten wandern nicht selten deren Entwickler ins Ausland ab. Selbst in Zeiten der Hochkonjunktur ist dies ein grosser Verlust für unsere Volkswirtschaft, noch mehr in schlechteren Wirtschaftsphasen. Arbeitsplätze in der Produktion, aber auch in der Vermarktung, fehlen heute in unserem Land. Findet P&V von Eigenentwicklungen bei uns statt, so sichert uns dies wertvolle Jobs.</p><p>Zwar bieten die meisten Hoch- und Fachhochschulen eine Anlaufstelle für diese Fragen an: ETH transfer, WTT (Uni Basel), Unitectra (Uni Bern und Zürich), Unitec (Uni Genf), FITT (FH Aargau), Wissens- und Transferstellen an anderen FH. Diese sind aber zumeist bescheiden dotiert und nicht überall prioritäres Anliegen.</p><p>Ich bitte daher den Bundesrat um die möglichst rasche Präsentation eines Berichtes, der die nachfolgenden Fragen klärt und Massnahmen vorschlägt, die den Forschungs- und Produktionsstandort Schweiz durch P&V nachhaltig stärken.</p><p>- Gibt es eine institutionalisierte, professionelle hochschulübergreifende Bewirtschaftung der Forschungsergebnisse unserer Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen, insbesondere von Patenten?</p><p>- Welche Formen zur Unterstützung von P&V existieren heute, öffentlich und privat?</p><p>- Werden die Umsetzungsergebnisse evaluiert, insbesondere die volkswirtschaftlichen Auswirkungen?</p><p>- Welche Massnahmen fasst der Bundesrat ins Auge, um eine gezielte P&V der Forschungsergebnisse zu ermöglichen bzw. zu verbessern. Gefragt sind insbesondere Massnahmen zur Unterstützung von interessierten inländischen Firmen.</p><p>- Eine geeignete Massnahme könnte sein, eine Kommission (KPV) mit der ganzen Aufgabe zu betrauen, analog der Kommission für Technologie und Innovation.</p><p>Wenn der Bundesrat diese Ansicht teilt, so sollten das Pflichtenheft sowie der finanzielle und der personelle Aspekt dieser Kommission im Bericht aufgezeigt werden.</p>
- Nutzen wir unsere Talente und Patente
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Als zweites Ziel seiner Tätigkeit hat der Bundesrat Anfang dieser Legislatur die Förderung und Stärkung der Schweiz als attraktiven Werk-, Denk- und Schaffensplatz erklärt. Eine Massnahme dafür ist sicher die Unterstützung von Forschung und Entwicklung (F&E) an den Hochschulen und Fachhochschulen. Während F&E an den Hochschulen vor allem im Bereich Grundlagenforschung verlangt wird, gilt dies für die Fachhochschulen im Bereich der konkreten Anwendungen.</p><p>Ein eklatanter Mangel herrscht jedoch im Bereich Produktion und Vermarktung (P&V). So werden an unseren Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen Produkte und Ideen entwickelt, die es bis zur Patentierung bringen. Häufig ist dann aber leider Schluss. Die Produktion und Vermarktung findet, wenn überhaupt, nur in seltenen Fällen in der Schweiz statt. Dies bedeutet eine enorme Ressourcenverschwendung und einen Verlust an Know-how. Mit den Patenten wandern nicht selten deren Entwickler ins Ausland ab. Selbst in Zeiten der Hochkonjunktur ist dies ein grosser Verlust für unsere Volkswirtschaft, noch mehr in schlechteren Wirtschaftsphasen. Arbeitsplätze in der Produktion, aber auch in der Vermarktung, fehlen heute in unserem Land. Findet P&V von Eigenentwicklungen bei uns statt, so sichert uns dies wertvolle Jobs.</p><p>Zwar bieten die meisten Hoch- und Fachhochschulen eine Anlaufstelle für diese Fragen an: ETH transfer, WTT (Uni Basel), Unitectra (Uni Bern und Zürich), Unitec (Uni Genf), FITT (FH Aargau), Wissens- und Transferstellen an anderen FH. Diese sind aber zumeist bescheiden dotiert und nicht überall prioritäres Anliegen.</p><p>Ich bitte daher den Bundesrat um die möglichst rasche Präsentation eines Berichtes, der die nachfolgenden Fragen klärt und Massnahmen vorschlägt, die den Forschungs- und Produktionsstandort Schweiz durch P&V nachhaltig stärken.</p><p>- Gibt es eine institutionalisierte, professionelle hochschulübergreifende Bewirtschaftung der Forschungsergebnisse unserer Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen, insbesondere von Patenten?</p><p>- Welche Formen zur Unterstützung von P&V existieren heute, öffentlich und privat?</p><p>- Werden die Umsetzungsergebnisse evaluiert, insbesondere die volkswirtschaftlichen Auswirkungen?</p><p>- Welche Massnahmen fasst der Bundesrat ins Auge, um eine gezielte P&V der Forschungsergebnisse zu ermöglichen bzw. zu verbessern. Gefragt sind insbesondere Massnahmen zur Unterstützung von interessierten inländischen Firmen.</p><p>- Eine geeignete Massnahme könnte sein, eine Kommission (KPV) mit der ganzen Aufgabe zu betrauen, analog der Kommission für Technologie und Innovation.</p><p>Wenn der Bundesrat diese Ansicht teilt, so sollten das Pflichtenheft sowie der finanzielle und der personelle Aspekt dieser Kommission im Bericht aufgezeigt werden.</p>
- Nutzen wir unsere Talente und Patente
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