Nationalstadion soll Wankdorf heissen

ShortId
03.3221
Id
20033221
Updated
10.04.2024 16:43
Language
de
Title
Nationalstadion soll Wankdorf heissen
AdditionalIndexing
28;Sporteinrichtung;Fussball;Sprache
1
  • L05K0101010204, Fussball
  • L05K0101010206, Sporteinrichtung
  • L04K01060103, Sprache
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Skeptische bis stark ablehnende Reaktionen hat die unglückliche Namenswahl "Stade de Suisse" für das neue Wankdorfstadion hervorgerufen. Der Name "Wankdorf" jedoch ist weitherum ein Begriff. Er hat fussballhistorische Bedeutung, nicht nur für die Berner. In Deutschland etwa ist er fest mit dem Weltmeistertitel von 1954 verknüpft.</p><p>Weil die Eidgenossenschaft das neu entstehende Nationalstadion mitfinanziert, darf der Bund in dieser Namensgebung mitreden. Zudem wird von der Landesregierung ein Bekenntnis gefordert, dass das Nationalstadion in der Bundesstadt etabliert wird und so im "Wankdorf" in Bern mit den Fussball-Europameisterschaften 2008 der drittgrösste Sportanlass der Welt eröffnet werden kann.</p>
  • <p>Der Bundesrat hat auf die Namensgebung von Objekten, auch bei einer subsidiären finanziellen Unterstützung, keinen imperativen Einfluss. Grundsätzlich steht die Namensgebung den Eigentümern und Betreibern von solchen Objekten zu. Der Beitrag des Bundes an das Stadion "Wankdorf" beträgt rund 10 Prozent der Sportinfrastruktur und rechtfertigt auch aus dieser Sicht keine Einflussnahme. An der Tatsache, dass in der Botschaft über die Beiträge und Leistungen des Bundes an die Fussball-Europameisterschaft 2008 das "Stadion Wankdorf" (Punkt 2.4.1.) erwähnt ist, kann ebenfalls keine Verpflichtung zur Beibehaltung des Namens abgeleitet werden.</p><p>Zur Frage der Annerkennung als Nationalstadion möchte der Bundesrat folgendes festhalten:</p><p>1. Der Begriff "Nationalstadion" ist nicht definiert. Weder in der Kreditbotschaft noch im Beitragsvertrag für das Fussballstadion Wankdorf ist der Begriff "Nationalstadion" erwähnt; es wurden auch von keiner Seite entsprechende Auflagen gemacht. Einzig im Nasak-Katalog der Sportanlagen von nationaler Bedeutung findet sich in der Rubrik Bemerkungen der Hinweis "Neubau als Nationalstadion".</p><p>2. Da der Bund Nasak-Beiträge an mehrere Stadien geleistet hat oder noch leisten wird, hat sich der Schweizerische Fussballverband (SFV) in den Benützungsverträgen mit den einzelnen Stadionträgerschaften verpflichtet, Länderspiele und den Cupfinal in denjenigen Stadien abzuhalten, welche Bundesgelder erhalten haben. Es obliegt dem SFV, mit den Stadienträgerschaften über die Vergabe der Bezeichnung "Nationalstadion" und den daraus erwachsenden Konsequenzen zu verhandeln, wobei einvernehmliche Lösungen zwischen den mitfinanzierenden Partnern anzustreben sind.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
  • <p>Der Bundesrat soll dafür einstehen, dass der Name des grössten multifunktionalen Stadions der Schweiz auch künftig den Namen "Wankdorf" beinhaltet und zudem uneingeschränkt als Schweizer Nationalstadion anerkannt wird.</p>
  • Nationalstadion soll Wankdorf heissen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Skeptische bis stark ablehnende Reaktionen hat die unglückliche Namenswahl "Stade de Suisse" für das neue Wankdorfstadion hervorgerufen. Der Name "Wankdorf" jedoch ist weitherum ein Begriff. Er hat fussballhistorische Bedeutung, nicht nur für die Berner. In Deutschland etwa ist er fest mit dem Weltmeistertitel von 1954 verknüpft.</p><p>Weil die Eidgenossenschaft das neu entstehende Nationalstadion mitfinanziert, darf der Bund in dieser Namensgebung mitreden. Zudem wird von der Landesregierung ein Bekenntnis gefordert, dass das Nationalstadion in der Bundesstadt etabliert wird und so im "Wankdorf" in Bern mit den Fussball-Europameisterschaften 2008 der drittgrösste Sportanlass der Welt eröffnet werden kann.</p>
    • <p>Der Bundesrat hat auf die Namensgebung von Objekten, auch bei einer subsidiären finanziellen Unterstützung, keinen imperativen Einfluss. Grundsätzlich steht die Namensgebung den Eigentümern und Betreibern von solchen Objekten zu. Der Beitrag des Bundes an das Stadion "Wankdorf" beträgt rund 10 Prozent der Sportinfrastruktur und rechtfertigt auch aus dieser Sicht keine Einflussnahme. An der Tatsache, dass in der Botschaft über die Beiträge und Leistungen des Bundes an die Fussball-Europameisterschaft 2008 das "Stadion Wankdorf" (Punkt 2.4.1.) erwähnt ist, kann ebenfalls keine Verpflichtung zur Beibehaltung des Namens abgeleitet werden.</p><p>Zur Frage der Annerkennung als Nationalstadion möchte der Bundesrat folgendes festhalten:</p><p>1. Der Begriff "Nationalstadion" ist nicht definiert. Weder in der Kreditbotschaft noch im Beitragsvertrag für das Fussballstadion Wankdorf ist der Begriff "Nationalstadion" erwähnt; es wurden auch von keiner Seite entsprechende Auflagen gemacht. Einzig im Nasak-Katalog der Sportanlagen von nationaler Bedeutung findet sich in der Rubrik Bemerkungen der Hinweis "Neubau als Nationalstadion".</p><p>2. Da der Bund Nasak-Beiträge an mehrere Stadien geleistet hat oder noch leisten wird, hat sich der Schweizerische Fussballverband (SFV) in den Benützungsverträgen mit den einzelnen Stadionträgerschaften verpflichtet, Länderspiele und den Cupfinal in denjenigen Stadien abzuhalten, welche Bundesgelder erhalten haben. Es obliegt dem SFV, mit den Stadienträgerschaften über die Vergabe der Bezeichnung "Nationalstadion" und den daraus erwachsenden Konsequenzen zu verhandeln, wobei einvernehmliche Lösungen zwischen den mitfinanzierenden Partnern anzustreben sind.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
    • <p>Der Bundesrat soll dafür einstehen, dass der Name des grössten multifunktionalen Stadions der Schweiz auch künftig den Namen "Wankdorf" beinhaltet und zudem uneingeschränkt als Schweizer Nationalstadion anerkannt wird.</p>
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